Wenn Mujinga (34) und Ditaji Kambundji (24) über die Laufbahn jagen, strahlen sie pure Leichtigkeit aus. Doch hinter den Kulissen kämpfen selbst Weltklasse-Athletinnen wie sie immer wieder mit körperlichen Rückschlägen. Ob ein Wiedereinstieg nach einer verletzungsbedingten Zwangspause oder der Weg zurück an die Spitze nach einer Schwangerschaft: Den Körper wieder sicher zu belasten und Schritt für Schritt die Fitness aufzubauen, ohne ihn zu überfordern, ist eine echte Kunst.
Schneller wieder am Start dank «AlterG»
Sprint-Hallenweltmeisterin Mujinga Kambundji erlebte es Ende 2020, als sie im Training einen Bruch im Mittelfussknochen erlitt und daraufhin sechs Wochen lang einen Gips tragen musste. «Ich dachte, es dauert eine Weile, um wieder auf das gleiche Niveau wie vorher zu kommen», erinnert sie sich. «Doch am Schluss ging es einiges schneller als gedacht.»
Zu verdanken sei der rasche Heilerfolg auch der Partnerschaft mit Hirslanden, die seit 2019 besteht. «Ich wurde mit viel Know-how und modernster Technologie unterstützt», so Mujinga. Zum Einsatz kam unter anderem das «AlterG»: ein Anti-Schwerkraft-Laufband, das die Belastung auf die Gelenke um bis zu 80 Prozent reduziert. «So konnte ich extrem schnell wieder rennen, nachdem der Gips weg war» (mehr über die Genesung mit «AlterG» in diesem Video).
Du willst wissen, wo dein Körper aktuell steht, um nach einer Pause beim Sport wieder durchzustarten oder dein Training aufs nächste Level zu heben? Die Leistungsdiagnostik von Hirslanden bietet dir massgeschneiderte Analysen wie Laktatstufentests oder Spiroergometrien. Erfahrene Sportmediziner ermitteln deine optimalen Trainingszonen für ein smartes und gesundes Training.
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Von Vollgas auf null
Einschneidend war auch ein freudiges Ereignis: Im November 2025 wurde Mujinga Kambundji Mutter des kleinen Léon. Was bedeutet die Schwangerschaft für ihren Körper und ihre Karriere? «Ich konnte eigentlich sehr lange alles genau gleich machen wie vorher. Bis ich dann an einen Punkt kam, an dem ich merkte, dass Wettkämpfe keinen Sinn mehr ergeben», erzählt sie. «Das war der grösste Einschnitt.»
Sie habe dann langsam reduziert und kurz vor der Geburt das Training eingestellt. Vier Wochen nach der Geburt sei sie wieder eingestiegen und habe von da an langsam gesteigert. «Rund 14 Wochen nach der Geburt konnte ich dann wieder ziemlich normal trainieren.»
Comeback für dieses Jahr geplant
Auf den aktuellen Formstand angesprochen, meint sie: «Die Trainings laufen gut. Doch letztlich bekommt man die Bestätigung nur im Wettkampf.» Es sei sehr schwierig abzuschätzen, ab wann genau sie wieder auf einem kompetitiven Niveau sein werde. «Aber ich bin eigentlich sehr zuversichtlich. Und das Ziel ist auf jeden Fall, dass ich dieses Jahr mein Comeback gebe.»
Ihr wichtigster Ratschlag an alle Mütter und an alle, die nach Verletzungen wieder in den Sport einsteigen: «Immer versuchen, gut auf den Körper und seine Signale zu achten!» Man spüre selbst am besten, was möglich sei und was nicht. Im Sprint und in Schnellkraftsportarten sei zudem Vorsicht geboten, da Schwangerschaftshormone wie Relaxin die Bänder lockern, was es erschwert, die nötige Muskelspannung und Stabilität zu erreichen.
Heikle Hamstrings
Auch Mujinga Kambundjis jüngere Schwester Ditaji, ihres Zeichens Hürdenweltmeisterin, hatte schon mit körperlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. «Aber zum Glück noch nie so, dass es mir die ganze Saison ruiniert hätte», sagt sie. Ihre Schwachstelle seien die Hamstrings, also die hintere Oberschenkelmuskulatur. «Es hat 2024 bei den Europameisterschaften in Rom auf der rechten Seite begonnen und mir die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Paris sowie die dortige Performance sehr erschwert.»
Mehrere Wettkämpfe musste sie in der Folge absagen, die Schweizermeisterschaften in Winterthur ZH musste sie nach dem Halbfinal gar abbrechen. «Ich hatte Schmerzen und konnte nichts riskieren», erinnert sich die Top-Athletin.
Nach einem beschwerdefreien 2025 machten sich die Probleme in der Wintersaison 2026 wieder bemerkbar. «Diesmal war es die linke Seite. Es ist etwas, was wir im Auge behalten müssen und in den Griff zu bekommen versuchen.»
Professionelle Betreuung ist wichtig
Ditaji Kambundji betont dabei, wie entscheidend das medizinische Umfeld in solchen Situationen und im Hinblick auf den Wiederaufbau sei. Auch sie wird von den Spezialistinnen und Spezialisten von Hirslanden betreut. «Wie Mujinga arbeite ich sehr eng mit den Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Osteopathen, Chiropraktikern sowie Ärztinnen und Ärzten zusammen, um bei Schwierigkeiten möglichst schnell auf einen guten Weg zu kommen.»
Neben regelmässigen Behandlungen gehe es darum, das Vertrauen in die eigene Belastbarkeit zurückzugewinnen. Ein typisches Problem beim Wiedereinstieg nach einer Zwangspause sei es, unbewusst in eine Schonhaltung zu verfallen, wodurch schmerzhafte Fehlbelastungen drohen. «Ich denke, es braucht Zeit und Erfahrung, um das zu verhindern.»
Wie holt man das Maximum heraus?
Neben dem Wiedereinstig nach Auszeiten beschäftigt allerdings noch eine andere Frage: Wie kommt man, wenn man in Form ist, auf das nächste Level? Bei den Kambundjis lautet die Antwort unter anderem: durch das Sammeln und Auswerten von Daten. «Wir haben in den Trainings fortlaufend Leistungsfeedbacks. Zum Beispiel können wir die Zeiten vergleichen oder sehen im Krafttraining, ob wir mehr Gewicht auflegen können. So wissen wir immer, wo wir stehen», meint Ditaji Kambundji. «Das wichtigste Feedback – oder die wichtigste Diagnose – ist am Ende aber immer der Wettkampf. Hier sehen wir den Vergleich zum Vorjahr», ergänzt Mujinga.
Um das Maximum aus Training und Regeneration herauszuholen, ist laut Ditaji eine vorausschauende Denkweise unerlässlich: «Ein ganz wichtiger Tipp ist sicher, Gesundheit als etwas Proaktives zu betrachten. Das heisst, man sollte nicht erst nach Lösungen suchen, wenn das Problem da ist, sondern von Anfang an zu seinem Körper schauen und in ihn investieren.»
Ein wichtiger Pfeiler ist diesbezüglich für die Schwestern wie erwähnt das Spezialisten-Netzwerk von Hirslanden, deren Physios sie täglich im Training und an internationale Wettkämpfe begleiten. «Man kann nur trainieren und schnell rennen, wenn man gesund ist», betont Mujinga Kambundji. «Am Ende des Tages ist unsere Leistung unter anderem das Produkt unseres hochprofessionellen medizinischen Netzwerks.»
Egal, ob du nach einer längeren Pause, einer Operation oder einer Schwangerschaft wieder in die Sportschuhe schlüpfst oder auf dem Velo deine Bestzeit knacken willst: Mit diesen Tipps steigerst du deine Fitness nachhaltig:
Höre auf dein Bauchgefühl: Lass dich nicht von starren Plänen leiten, sondern spüre genau, was deinem Körper guttut und wann es zu streng wird.
Erholung fest einplanen: Muskeln regenerieren in der Ruhephase. Plane Erholung genauso fest ein wie deine aktiven Trainingseinheiten.
Keine Schonhaltungen: Weiche nach Verletzungen nicht unbewusst auf eine falsche Bewegungstechnik aus, um schmerzhafte Fehlbelastungen zu vermeiden.
Proaktiv investieren: Warte mit Übungen nicht, bis Schmerzen da sind, sondern schütze und kräftige deinen Körper von Anfang an.
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Erholung fest einplanen: Muskeln regenerieren in der Ruhephase. Plane Erholung genauso fest ein wie deine aktiven Trainingseinheiten.
Keine Schonhaltungen: Weiche nach Verletzungen nicht unbewusst auf eine falsche Bewegungstechnik aus, um schmerzhafte Fehlbelastungen zu vermeiden.
Proaktiv investieren: Warte mit Übungen nicht, bis Schmerzen da sind, sondern schütze und kräftige deinen Körper von Anfang an.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
Kontakt: E-Mail an Brand Studio
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