Raus aus der Zuckerfalle
Schlaue Zuckeralternativen, die gesünder sind

Rund 100 Gramm Zucker, oft in Produkten geschickt versteckt, nimmt jeder Schweizer täglich zu sich! In grossen Mengen kann Zucker unserer Gesundheit erheblich schaden. Dabei gibt es mittlerweile schlaue Zuckeralternativen, die viel gesünder sind.
Publiziert: 25.07.2023 um 14:50 Uhr
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Aktualisiert: 25.07.2023 um 14:54 Uhr
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100 Gramm Zucker essen wir täglich.

Jeder Schweizer vertilgt die unvorstellbare Summe von 36 Kilo Zucker jährlich. Daa ist gefährlich. Neben dem ganz offensichtlichen Zucker, den wir bewusst in Kaffee oder Kuchen geben, versteckt die Lebensmittelindustrie jede Menge davon in Produkten, bei denen wir es gar nicht ahnen. Ob Fertig-Sauce, Brot oder Dosensuppe: Zuckerfallen lauern überall.

Zucker ist ein Geschmacksträger und ein Konservierungsstoff. Er sorgt dafür, dass uns die Speisen besser schmecken und wir mehr davon essen. Ausserdem ist Zucker ein günstiges Füllmaterial, das die Industrie gerne in Aufstrichen, Fertigsalaten oder Desserts einsetzt.

Zu viel Zucker auf Dauer ungesund

Wir essen zu viel Zucker und das ist auf Dauer ungesund. Er führt zu Übergewicht, schwächt das Immunsystem und kann als Spätfolge auch Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen.

Umso wichtiger also, Zucker dort zu vermeiden, wo es ohne Verzicht möglich ist. Raus aus der Zuckerfalle: Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Der Handel bietet mittlerweile viele natürliche Süssungsmittel, die den Körper weniger belasten und trotzdem schmecken.

Kokosblütenzucker: Das Beste von der Palme

Kokosblütenzucker ist der grosse Trend in der Fitness-Küche. Er hilft, Heisshunger zu vermeiden. Das geht so: Der Kokosblütenzucker lässt den Blutzuckerspiegel langsamer steigen als normaler Zucker. Damit werden Zuckerspitzen vermieden. Der Effekt: Das Sättigungsgefühl hält länger an, Heisshunger bleibt aus. Auch für Diabetiker ist das ein gesundheitlicher Vorteil.

Kokosblütenzucker stammt aus dem Nektar der Kokosblüte und ist einer der nachhaltigsten Zucker der Welt, da er Ressourcen schonend gewonnen wird. Zur Herstellung wird der Blütenstand hoch oben in der Palme angeschnitten. Der austretende Blütensaft wird aufgefangen, eingekocht, getrocknet und gemahlen, der Palme schadet die Prozedur nicht.

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Der Geschmack von Kokosblütenzucker ist leicht karamellig und ähnlich süss wie normaler Zucker.

Xylit

Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff, der gerade sehr beliebt ist. Xylit findet sich in vielen Pflanzen und wird aus Pflanzenfasern wie Mais oder Baumrinde gewonnen. Xylit aus dem Handel hat die gleiche Süsskraft wie Haushaltszucker und kann genau so verwendet werden. Der zahnfreundliche Süssstoff ist eine schlaue Light-Alternative zu üblichem Haushaltszucker.

Stevia – Mehr als ein Zuckerersatz?

Ist Stevia eine Wunderpflanze mit vielerlei Wirkung? Sie soll den Blutdruck senken, gegen Karies wirken, die Verdauung fördern und sogar bei Diabetes helfen. Zudem wird sie als kalorienfreier Zuckerersatz angepriesen. Ist Stevia wirklich so gesund?

Ist Stevia eine Wunderpflanze mit vielerlei Wirkung? Sie soll den Blutdruck senken, gegen Karies wirken, die Verdauung fördern und sogar bei Diabetes helfen. Zudem wird sie als kalorienfreier Zuckerersatz angepriesen. Ist Stevia wirklich so gesund?

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Agavendicksaft – der goldene Sirup

Die Agavenpflanze ist in Mittelamerika beheimatet, wird aber auch in Europa angebaut. Zur Gewinnung des goldenen Sirups wird der innere Kern der Pflanze entfernt. Aus dem Loch im Strunk läuft der süsse Pflanzensaft heraus. Durch Filtern und Erhitzen wird daraus der dickflüssige Sirup hergestellt.

Die Süsskraft ist ein Viertel höher als beim Haushaltszucker. Bei den Kalorien ist Agavendicksaft ein Leichtgewicht: 100 Gramm Agavendicksaft haben rund 300 Kalorien und damit ein Viertel weniger als Haushaltszucker.

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Dank seines milden Geschmacks passt Agavensirup ideal zu Süssem und zu fast allen Backwaren. Beim Kuchenbacken jedoch kann die flüssige Konsistenz die Beschaffenheit des Teiges beeinflussen. Beim Kochen oder beim Süssen von Getränken ist der Agavendicksaft aber top.

Ist Erythrit eigentlich gesund?

Zuckerfreie Ernährung liegt im Trend. Immer mehr Menschen wollen auf zugesetzten und isolierten Zucker verzichten. Der positive Effekt liegt klar auf der Hand: Gewichtsabnahme und ein stabilerer Insulinspiegel. Die Verwendung von Erythrit ist dabei eine gute Alternative für alle, die es doch gerne etwas süss mögen.

 

Erythrit sieht aus wie Zucker, ist aber keiner.
Erythrit sieht aus wie Zucker, ist aber keiner.
Thinkstock

Zuckerfreie Ernährung liegt im Trend. Immer mehr Menschen wollen auf zugesetzten und isolierten Zucker verzichten. Der positive Effekt liegt klar auf der Hand: Gewichtsabnahme und ein stabilerer Insulinspiegel. Die Verwendung von Erythrit ist dabei eine gute Alternative für alle, die es doch gerne etwas süss mögen.

 

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Fakten zu Zucker
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die Zufuhr von zugesetztem Zucker auf maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr einzuschränken.
  • Bei einem Konsum von 2000 kcal entspricht das 50 g Zucker.
  • Der durchschnittliche Schweizer nimmt pro Tag 110 g Zucker zu sich. Das entspricht 19 Prozent der Gesamtenergiezufuhr und ist damit doppelt so viel wie empfohlen.
  • Isst jemand einen Becher (180 g mit durchschnittlich 17 g Zucker) Joghurt mit einer Portion Frühstückscerealien, nimmt er bereits mehr als die Hälfte der von der WHO empfohlenen Menge Zucker zu sich.
  • Der Begriff «zugesetzter Zucker» bezieht sich auf Saccharose, Fruktose, Glukose, Stärkehydrolysate und andere isolierte Zuckerpräparate. Auch Honig und Ahornsirup zählen zum zugesetzten Zucker.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die Zufuhr von zugesetztem Zucker auf maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr einzuschränken.
  • Bei einem Konsum von 2000 kcal entspricht das 50 g Zucker.
  • Der durchschnittliche Schweizer nimmt pro Tag 110 g Zucker zu sich. Das entspricht 19 Prozent der Gesamtenergiezufuhr und ist damit doppelt so viel wie empfohlen.
  • Isst jemand einen Becher (180 g mit durchschnittlich 17 g Zucker) Joghurt mit einer Portion Frühstückscerealien, nimmt er bereits mehr als die Hälfte der von der WHO empfohlenen Menge Zucker zu sich.
  • Der Begriff «zugesetzter Zucker» bezieht sich auf Saccharose, Fruktose, Glukose, Stärkehydrolysate und andere isolierte Zuckerpräparate. Auch Honig und Ahornsirup zählen zum zugesetzten Zucker.
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