Bewegung ist die beste Medizin
Wenn der Rücken schmerzt, ist Liegenbleiben das Falsche

Vier von fünf Menschen trifft es irgendwann. Doch bei den allermeisten findet man keine Ursache für ihre Rückenschmerzen. Und genau das ist die gute Nachricht: Was hilft, ist dasselbe, was vorbeugt – Bewegung.
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Es beginnt selten dramatisch. Man bückt sich nach der Einkaufstasche, dreht sich falsch im Bett, steht nach einem langen Meeting auf. Und dann ist da dieser Schmerz im unteren Rücken. 

Damit ist man in guter Gesellschaft. Rund 80 Prozent der Menschen haben mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen, und mit zunehmendem Alter werden es mehr. In der Physiosprechstunde von santé24 melden sich Menschen zwischen 20 und 60 Jahren. Fast immer ist es dieselbe Geschichte: ein Hexenschuss, ausgelöst durch eine falsche Bewegung oder eine ungewohnte Belastung. Und von einem Moment auf den anderen ist der Schmerz da. 

Schmerz verschwindet oft von selbst

Hartnäckig hält sich die Vorstellung, dass hinter jedem Schmerz etwas Kaputtes stecken müsste. Etwas, das man auf einem Bild sehen könnte. In 80 bis 95 Prozent der Fälle findet man jedoch keine Ursache, die den Schmerz erklären könnte. So steht es in der Fachliteratur, zuletzt 2025 im «Swiss Medical Weekly». Mediziner sprechen dann von unspezifischen Rückenschmerzen. 

Das liegt nicht daran, dass zu wenig genau hingeschaut würde. «Das Bild und die Beschwerden korrelieren sehr selten. Es gibt Menschen, bei denen auf dem Bild eine ausgeprägte Arthrose sichtbar ist, die im Alltag jedoch keine Beschwerden verursacht. Bei anderen ist das Bild unauffällig, aber sie haben trotzdem Schmerzen», sagt Jacqueline Brunner, Fachspezialistin Physiotherapie bei santé24. Ein Röntgenbild oder ein MRI bringt deshalb meist wenig. 

Der Auslöser liegt woanders: bei einer ungewohnten Belastung, die der Körper nicht so schnell wegsteckt, wie ein Wohnungswechsel am Wochenende. Eine schlechte Haltung im Büro, jeden Tag, über Monate hinweg. Dazu kommt fast immer eine Rumpfmuskulatur, die zu schwach ist, um dem standzuhalten. Fällt die Belastung weg, verschwindet der Schmerz in der Regel von selbst, innerhalb von sechs bis acht Wochen. Entscheidend ist, was danach passiert. 

Physiosprechstunde von santé24

Die Physiosprechstunde richtet sich an SWICA-Versicherte mit einer Grund- und/oder Zusatzversicherung, die Beschwerden am Bewegungsapparat haben: muskuläre Verspannungen, reduzierte Stabilität oder Kraft, wiederkehrende Schmerzen. Fachpersonen beraten telefonisch zu Selbstbehandlung, Übungsauswahl und Trainingsaufbau und unterstützen präventiv dabei, Beschwerden vorzubeugen oder die eigene Belastbarkeit zu verbessern. Alle Ratsuchenden erhalten ein individuelles Übungsprogramm. Die Beratung ist für SWICA-Versicherte kostenlos. 

Die Physiosprechstunde richtet sich an SWICA-Versicherte mit einer Grund- und/oder Zusatzversicherung, die Beschwerden am Bewegungsapparat haben: muskuläre Verspannungen, reduzierte Stabilität oder Kraft, wiederkehrende Schmerzen. Fachpersonen beraten telefonisch zu Selbstbehandlung, Übungsauswahl und Trainingsaufbau und unterstützen präventiv dabei, Beschwerden vorzubeugen oder die eigene Belastbarkeit zu verbessern. Alle Ratsuchenden erhalten ein individuelles Übungsprogramm. Die Beratung ist für SWICA-Versicherte kostenlos. 

Raus aus dem Bett

Trotzdem wird in der Schweiz noch immer häufig geraten, sich zu schonen. Und das, obwohl die offiziellen Behandlungsempfehlungen seit Jahren das Gegenteil sagen: Bewegung hilft schon im akuten Fall, und danach ist sie der wirksamste Schutz davor, dass die Schmerzen wiederkommen. 

Wer mit Rückenschmerzen im Bett liegt, tut das vorwiegend nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Angst. Brunner fragt deshalb zuerst nach, warum sich jemand nicht bewegt. «Meist sind negative Glaubenssätze vorhanden, dass zum Beispiel der Rücken noch mehr kaputtgeht, wenn man sich bewegt. Ich versuche dann zu erklären, dass die Wirbelsäule sehr belastbar ist und Bewegung dieser nicht schadet. Im Gegenteil: Bewegung führt zu einer verbesserten Durchblutung und dies hilft bei der Schmerzlinderung. Wir versuchen dann gemeinsam herauszufinden, welche Bewegungen schmerzfrei oder schmerzarm funktionieren, sodass ein positives Erleben von Aktivität möglich ist», sagt sie. 

Was dabei hilft, ist einfach: langsames Laufen, lockere Mobilisations- und Dehnübungen. Erlaubt ist alles, was nicht wehtut. 

Erst Kontrolle, dann Kraft

Was danach kommt, ist ebenfalls weniger aussergewöhnlich, als viele denken. Hinter den meisten wiederkehrenden Rückenschmerzen stehen zwei simple Dinge: zu wenig Bewegung im Alltag und zu wenig Stabilität im Rumpf. Bewegungskontrolle heisst dabei nichts anderes, als den eigenen Körper sauber steuern zu können – beim Bücken, beim Tragen, beim Aufstehen. Und ein stabiler Rumpf wirkt nicht nur auf den Rücken: Wer stabiler ist, verletzt sich generell seltener, am ganzen Körper. 

Welche Art von Training dorthin führt, ist überraschend offen. Yoga, Tai-Chi, Pilates, Krafttraining – all das funktioniert. Die gute Nachricht ist, dass viele Wege zum Ziel führen. Denn zahlreiche Studien zu lumbalen Rückenschmerzen haben gezeigt, dass unterschiedlichste Aktivitäten die Beschwerden positiv beeinflussen können. «Natürlich hilft klassisches Krafttraining, jedoch können es genauso gut Heimübungen sein oder regelmässige Pilates-Einheiten. Wichtig ist dabei nur, dass die Bewegungskontrolle verbessert und die Rumpfstabilität erhöht wird – und dass man zumindest ein bisschen Begeisterung für die Art der Aktivität hat», sagt Jacqueline Brunner. 

Wichtig ist die Reihenfolge: zuerst Koordination und Bewegungskontrolle, dann Kraft und Schnelligkeit. Und weniger ist mehr: In den meisten Fällen soll nicht mehr als dreimal pro Woche trainiert werden, damit dem Körper genug Zeit zur Regeneration bleibt, erklärt die Physiotherapeutin.

Der wirksamste Zeitpunkt dafür ist ohnehin nicht der Moment, in dem es zieht. Wer seine Bewegungskontrolle und seine Rumpfstabilität verbessert, behandelt nicht nur eine Episode, sondern senkt die Wahrscheinlichkeit der nächsten. Das gilt auch für alle, die derzeit gar keine Beschwerden haben: für den Bürojob mit acht Stunden Sitzen, für den Wiedereinstieg nach Jahren ohne Sport, für den Halbmarathon im Frühling. 

Ein Anruf, ein Übungsprogramm

Das Wissen, dass Bewegung hilft, ist das eine. Zu wissen, womit man am Montagabend im Wohnzimmer anfangen soll, das andere. Genau dort setzt die Physiosprechstunde von santé24 an. Der Weg dorthin führt über die Gesundheitsberatung: Wer anruft, wird zuerst medizinisch beraten, und dabei wird geschaut, ob eine Physioberatung zusätzlich sinnvoll ist. 

Die Beratung selbst läuft telefonisch und ist für SWICA-Versicherte kostenlos. Besprochen wird, bei welcher Bewegung die Schmerzen auftreten, was sie verbessert und was sie verschlechtert, wie aktiv jemand überhaupt ist und welche Heimübungen realistisch sind. Erfahrungsgemäss folgt ein zweiter Termin in der Woche darauf. Wer seinen Rücken als Schwachstelle kennt, ist teilweise bis zu einem halben Jahr in der Sprechstunde. Dann geht es nicht mehr um Schmerz, sondern um Kraft. Ein individuelles Übungsprogramm bekommen alle zugestellt. 

Wichtig ist die Abgrenzung: Bei akuten oder starken Beschwerden gehört der erste Anruf dem eigenen Hausarzt, der santé24-Onlinepraxis oder, je nach Dringlichkeit, der Notfallstation. Und es gibt Zeichen, bei denen Selbsthilfe aufhört: Wenn die Schmerzen immer schlimmer werden oder sich gar nicht verändern. Und wer Probleme beim Wasserlösen bekommt, den Fuss nicht mehr heben kann oder das Bein nicht mehr richtig spürt, fährt in den Notfall. 

Der Stich beim Bücken verschwindet nicht dadurch, dass man ihn ignoriert. Aber eben auch nicht dadurch, dass man sich hinlegt und wartet. Er verschwindet, wenn man wieder in Bewegung kommt. Langsam, regelmässig und am besten so, dass es einem sogar ein bisschen Spass macht. Wer damit anfängt, so lange nichts wehtut, hat es noch etwas leichter. 

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

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