Frische Zutaten im Supermarkt zu kaufen, ist nicht immer einfach. Immerhin sollen sie für einen möglichst langen Zeitraum reichen, ohne dabei schnell zu verderben. Ja, eine detailliert geplante Einkaufsliste ist dabei ganz wichtig. Was aber mindestens genauso bedeutend sein sollte, ist der Umgang mit unseren Lebensmitteln. Statt alles gleich in die Tonne oder auf den Kompost zu schmeissen, sollten wir uns mal wieder öfter fragen, was wir da eigentlich genau in den Händen halten.
Essensreste als Quelle für Neues
In dem, was wir oft so unüberlegt im Müllsack aus der Wohnung tragen, steckt häufig noch viel mehr, als es scheint. Bei folgenden Obst- und Gemüsesorten können wir uns nach einiger Zeit sogar über neue Nutzpflänzchen freuen.
Avocado
Lasst den Kern zunächst ein paar Stunden trocknen und bohrt dann zwei Löcher in die Seiten. In beide steckt ihr je einen Zahnstocher. Legt euer Konstrukt anschliessend so auf ein mit Wasser gefülltes Glas, dass die runde Unterseite des Kerns (die Spitze muss nach oben zeigen) in die Flüssigkeit dippt. Nach drei bis vier Wochen sollten sich bei regelmässigem Wasserwechsel langsam Wurzeln bilden. Sind die Wurzeln kräftig genug, kann der Kern eingetopft werden und eine neue Avocadopflanze produzieren.
Lauch
Die Wurzel eures Lauchs auf gar keinen Fall wegschmeissen. Legt sie stattdessen in ein Glas mit Wasser. Und bald wächst aus der Zwiebel ein neuer Lauch. Das Beste daran? Es ist ein ewiger Kreislauf. Die Wurzel wird euch immer wieder einen neuen grünen Stiel zaubern – wirklich grandios. Aber bitte auch hier darauf achten, jede Woche das Wasser zu wechseln.
Eisbergsalat/Kopfsalat
Schneiden wir einen Kopf Salat, landet der Strunk meistens direkt in der Grüntonne. Doch was, wenn man auch den einfach in ein wenig Wasser legt? Ja, richtig, auch hier bilden sich schon bald neue, frische Blätter. Die Wurzeln könnt ihr nach Belieben auch auf dem Balkon oder im Garten einpflanzen. Wichtig: Damit der Strunk am Anfang treibt, muss er an einem warmen, hellen Ort stehen.
Kräuter
Kaufen wir Basilikum, Schnittlauch, Rosmarin oder Minze fertig im Topf, müssen wir oft nach wenigen Tagen dabei zusehen, wie die Kräuter kümmerlich eingehen. Aber halt! Rettet – bevor die Pflanze endgültig ihrem Tode geweiht ist – unbedingt mindestens einen Stiel. Legt ihr den wieder für ein paar Tage in Wasser, werden sich rasant kleine Wurzeln am Ende des Stiels bilden. Den könnt ihr dann einpflanzen und euch über jede Menge neue Ableger freuen.
Ingwer
Sogar die gesunde Knolle können wir uns aus einer alten ganz einfach selbst ziehen. Lassen wir Ingwer zu lange liegen, treibt er ähnlich wie eine Zwiebel. Einen (oder gleich mehrere) der grünen Stiele abschneiden und mit der Spitze nach oben in einen Topf pflanzen. Nach einigen Monaten, wenn die Pflanze regelmässig gegossen wurde und verblüht ist, können wir in der Erde eine neue Ingwerknolle ausgraben.
Wie kann man auch als Gartenneuling ein kleines Stück Erde nutzvoll begrünen? Gartenexpertin Scarlet Allenspach gibt Tipps und Tricks rund ums Thema Garten.
Mehr findest du in unserem Dossier «Im Beet mit Blick»
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