Die Temperaturen steigen, und viele Gärten leiden unter der anhaltenden Hitze. Pflanzen reagieren besonders empfindlich auf Trockenstress, und ohne die richtige Pflege können sie schnell Schaden nehmen. Gerade jetzt ist es wichtig, ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Gartenexpertin Scarlet Allenspach weiss, wie man an Hitzetagen seine Pflanzen pflegt und schützt – und wie man mit der passenden Begrünung auch sich selbst etwas Gutes tut.
«In der Stadt mit viel Beton bekommt man die Hitze besonders zu spüren», sagt die Gründerin von Urbanroots, deren Ziel es ist, Stadtflächen mehr zu begrünen. Das tut sie auch auf ihrem Stadtbalkon, sie schützt sich mit Kletterpflanzen wie Waldreben und Feuerbohnen, die bis zu 2,5 Meter hoch werden. «Die wachsen sehr in die Höhe, spenden entsprechend Schatten und sorgen für kühlere Temperaturen», so Allenspach.
Denn an den Pflanzen und Blättern verdunstet Wasser, das entzieht der Umgebung Wärme. Dadurch wird es kühler. Allenspach: «Ein Sonnenschirm schützt vor der Sonneneinstrahlung, Pflanzen und Bäume können noch mehr: Sie kühlen die Luft aktiv ab.» Darum lohnt es sich auch, Häuserwände zu begrünen: «Es schafft ein Mikroklima, im Sommer kühlt es, und im Winter isoliert es. Zudem verändern grüne Fassaden das Stadtbild und bieten Vögeln und Insekten mehr Unterschlupf.» Blätter und Zweige fangen als natürliche Staubfilter auch Schadstoffe auf und dämmen: Das sorgt für frische Luft und weniger Lärm.
7 Tipps für Pflanzen und Gemüse bei Sommerhitze
1. Mulchen!
Die Erde mit einer Schicht Stroh, Laub und Gartenabschnitten bedecken, sogar Zeitungspapier kann verwendet werden. Dadurch wird der Erdboden geschützt. Die Extraschicht an organischem Material beschattet die Wurzeln der Pflanzen. Mit dem Mulchen verringert sich die Verdunstung, die Erde bleibt kühler und feuchter. Zudem wird aus dem Mulchmaterial langfristig Humus, der von den Pflanzen als Dünger aufgenommen werden kann.