Darum gehts
- Basler Fasnacht startet Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens
- Unesco erklärte Fasnacht 2017 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit
- Jährlich feiern über 20'000 Aktive und mehr als 200'000 Besucher in Basel
Die Basler Fasnacht beginnt am Montag nach Aschermittwoch mit dem Morgenstreich morgens um 4 Uhr. Auf das Kommando «Morgestraich: Vorwärts, marsch!» startet das schönste Fest der Stadt. Die Blaggedde 2026 stellt mit dem Motto «Blyyb verspiilt» die Energie und Kraft, die Kinder und Jugendliche der Basler Fasnacht schenken, ins Zentrum.
Warum die Basler Fasnacht besuchen?
Die Unesco hat im November 2017 die Basler Fasnacht auf ihre Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Dies ist nach dem Winzerfest in Vevey 2016 der zweite Schweizer Eintrag auf dieser Liste.
Die Basler Fasnacht sei «eine äusserst vielfältige und lebendige Tradition», welche Musik, mündliche Ausdrucksformen und Handwerk vereine. Mit jährlich über 20'000 aktiv Teilnehmenden und über 200'000 Besuchenden sei sie ein bedeutendes kulturelles Ereignis für die Basler Bevölkerung, mit Präsenz im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben und präge den Geist der Stadt mit.
Das muss man über Tradition wissen
Die Basler Innenstadt wird normalerweise während der Fasnacht von mehr als 18'000 aktiven Fasnächtlern bevölkert, die unschwer an ihren Larven (Masken) zu erkennen sind. Trommler, Piccolospieler, Guggenmusiken, Wagen und Chaisen ziehen durch die Innenstadt und es wird in der ganzen Stadt laut und bunt gefeiert. Der Cortège – der Umzug mit Tambouren, Pfeifern und Wagencliquen durch die Innenstadt – findet am Montag- und Mittwochnachmittag statt. Neben diversen Guggenmusiken zeigen dort vor allem auch die «Cliquen» jedes Jahr wieder neue aufregende Sujets, die für Lacher und Aufreger sorgen.
Die wichtigsten Begriffe: Clique, Larve, Guggenmusik & Schnitzelbank
Als Clique werden in Basel Gruppierungen bezeichnet, die während der Fasnacht trommeln und pfeifen. Der Begriff gilt aber auch übergeordnet für alle an der Fasnacht teilnehmenden Gruppierungen. Cliquen und Guggenmusiken nehmen am Cortège teil und sorgen allgemein für festliche Stimmung.
Ein wichtiger Bestandteil der Basler Fasnacht ist die Guggenmusik: Schlag- und Rhythmusinstrumente wie Trommeln, Schlagzeuge und eine Vielzahl von Blechinstrumenten sorgen mit bekannten Gassenhauern für gute Stimmung. Guggenmusiken spielen neben den Umzügen und Bällen auch in Wirtshäusern und geben Platzkonzerte.
Larve ist die Bezeichnung der Fasnachtsmaske in Basel und sie wird nach einer speziellen Technik aus kaschiertem Papier aufwendig gefertigt. Oft werden baselspezifische Figuren wie der «Ueli» oder «Dummpeter» dargestellt, aber es treten auch gegenwärtige politische und satirische Sujets auf.
Der Schnitzelbank ist ein Spottlied, das in Versform vorgetragen wird. Jedes Lied behandelt ein Thema – aktuelle oder vergangene gesellschaftliche Begebenheiten. Um das Thema anzukündigen, wird vor jedem Lied ein Bild (Helgen) gezeigt.
Mit dem Eintrag der Basler Fasnacht auf der Liste der Unesco sollen lebendige Traditionen, darstellende Künste sowie gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste geschützt werden.
Wir zeigen euch die schrägsten Traditionen der Schweiz.
Wir zeigen euch die schrägsten Traditionen der Schweiz.
Basler Fasnacht: Blaggedde, Tradition und Brauchtum
Beinahe obligatorisch: Die Blagedde
Wer keine Blaggedde trägt, wird mit Sicherheit von mehreren Waggis mit vielen Räppli gestopft. Was so viel heisst wie: Wer an die Basler Fasnacht gehen und einigermassen heil wieder nach Hause kommen will, muss eine aktuelle Plakette/Abzeichen kaufen, damit die Menschen mit den grossen Larven (Masken) einen nicht mit Konfetti vollstopfen.
Typische Verkleidungen
Passend zum ausgedachten Sujet lassen sich die Cliquen ein meist sehr farbenfrohes Kostüm nähen, und ganz wichtig: eine einheitliche Larve (Maske) anfertigen.
Essen an der Fasnacht
An der Basler Fasnacht gibt es drei traditionelle Mahlzeiten: Die Mehlsuppe, die Zibelewaie und die Käswaie, zu der ein Bier oder ein Glas Weisswein gehört. Jedoch steht auch an jeder Ecke ein Wurststand, wo man die besten Klöpfer (Cervelat) essen kann.
Regeln in Basel
Während dem Cortège müssen die Zuschauer am Rand stehen, um die Cliquen bzw. Guggenmusiken nicht zu stören. Allgemein darf man maskierte Menschen nie mit Räppli stopfen. Ansonsten geht es einfach darum, Spass zu haben.
Guggen und Schnitzelbänke
Restaurant Kunsthalle Basel: Seit über 40 Jahren gibt es dort die beste selbstgemachte Mehlsuppe, Zibelewaie und Käswaie. Guggenkonzert: Am Dienstagabend auf dem Marktplatz, Barfüsserplatz und Claraplatz. Schnitzelbängg: Kann man sich überall in der Stadt anhören.