Umstrittener Erziehungsstil
Warum U-Boot-Eltern Lehrpersonen grosse Sorgen bereiten

Nebst den Rasenmäher- und den Helikopter-Eltern gibt es auch die sogenannten U-Boot-Eltern. Sie lassen ihren Kindern zwar mehr Freiraum, für deren Entwicklung ist ihr Erziehungsstil trotzdem wenig förderlich.
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Zuerst einmal ganz lange abtauchen, bevor man es dann komplett eskalieren lässt. So sind U-Boot-Eltern.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • U-Boot-Eltern ignorieren Probleme ihrer Kinder, reagieren erst bei Konsequenzen
  • Sie schieben Verantwortung oft auf Lehrpersonen und Dritte ab
  • Experten empfehlen frühzeitige Unterstützung, um Kindern Verantwortung beizubringen
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Schweizer Illustrierte

Ihr kennt bereits die Schneepflug-Eltern, die – bildlich gesprochen – alles wegräumen, das sich ihren Kindern in den Weg stellt und damit versuchen, die Kleinen auf Teufel komm raus vor sämtlichen Rückschlägen, Misserfolgen und Auseinandersetzungen zu bewahren? Und auch die Helikopter-Eltern sind euch ein Begriff? Sie kreisen quasi ständig über den Köpfen ihrer Kinder und versuchen, deren Leben bis ins letzte Detail zu kontrollieren und wollen über alles Bescheid wissen. Das alles aus purer Angst, dem Nachwuchs könnte etwas zustossen.

Das Gegenteil von Helikopter-Eltern

Nun wird immer öfter über einen weiteren Erziehungsstil gesprochen. Und der ist so ziemlich genau das Gegenteil von demjenigen der Helikopter-Eltern. U-Boot-Eltern halten sich in der Regel weitgehend zurück. Sie erscheinen kaum bei Aufführungen oder Elternabenden, ignorieren gerne die Kontaktversuche der Lehrpersonen, wenn sie über Probleme sprechen möchten, oder tun diese als Lappalien ab. Erst wenn dem Kind Konsequenzen drohen, werden sie aktiv. Und zwar nicht zu knapp: Dann werden die schweren Geschütze aufgefahren – zum Beispiel wegen einer gefährdeten Versetzung in die nächste Klasse ein Anwalt eingeschaltet.

Verantwortung wird auf die Lehrpersonen abgeschoben

U-Boot-Eltern begeben sich also lange auf Tauchstation und verschliessen die Augen vor Unangenehmem, nur um dann, wenn es mit dem Ignorieren nicht mehr klappt, die Verantwortung und Schuld an der (vermeintlichen) Misere auf Dritte abzuschieben.

Dieser Erziehungsstil ist nicht nur für Lehrpersonen besonders mühsam, sondern hat auch zur Folge, dass Kinder nicht lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst aus einer ungünstigen Lage hinauszumanövrieren, geschweige denn, noch rechtzeitig das Ruder rumzureissen und das Verhalten zu ändern.

Was ist besser für die Kinder?

Experten sind sich einig: Für Kinder wäre es viel wichtiger, dass sie von Anfang an von ihren Eltern unterstützt werden und diese ihnen bei schulischen Belangen zur Seite stehen, bevor ernsthafte Probleme auftreten. Denn man darf nicht ausser acht lassen, dass diese Eskalationen zwischen den Lehrern und den Eltern auch von den Kindern als sehr unangenehm empfunden werden und diese das Verhältnis zu den Lehrern garantiert nicht verbessern.

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