Eltern aufgepasst
Plötzlich wieder ins Bett gemacht? Warum das in den Ferien passieren kann

Das Kind war nachts längst trocken. Aber plötzlich ist das Bett in den Ferien wieder nass. Für Eltern ist das oft ein Schock. Kinderärzte geben aber Entwarnung: Meist steckt keine Krankheit dahinter, sondern der veränderte Ferienalltag.
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Ferien können den natürlichen Schlafrhythmus ganz schön durcheinanderbringen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sommerferien stören Schlafrhythmus, führen bei Kindern oft zu Bettnässen
  • Positive Erlebnisse wie Ferien oder Camping können nächtliches Einnässen auslösen
  • Warnzeichen: Blut im Urin, starke Schmerzen, Problem länger als Wochenanhaltend
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Monatelang lief alles problemlos: keine nassen Bettlaken mehr, keine Windeln, keine nächtlichen Unterbrechungen. Doch dann beginnen die Sommerferien und das Malheur passiert plötzlich wieder. So unangenehm die Situation für Kinder und Eltern auch ist: In den meisten Fällen ist das kein Grund zur Sorge.

Ferien bringen den Körper aus dem Rhythmus

Während der Schulzeit läuft der Alltag meist nach einem festen Muster ab: aufstehen, essen, Schule, schlafen. In den Ferien sieht das oft ganz anders aus. Später ins Bett, ausschlafen, Reisen, neue Schlafplätze oder sogar eine andere Zeitzone können den natürlichen Schlafrhythmus durcheinanderbringen. Dadurch kann auch die nächtliche Blasenkontrolle vorübergehend schlechter funktionieren.

Tagsüber zu wenig trinken, abends zu viel

Ein weiterer häufiger Auslöser: Viele Kinder vergessen beim Spielen tagsüber das Trinken und holen den Flüssigkeitsbedarf erst am Abend nach. Mehrere Gläser Wasser, Sirup oder eine grosse Portion Wassermelone kurz vor dem Schlafengehen können die Blase nachts stärker belasten, besonders bei Kindern, die früher schon einmal Bettnässer waren.

Auch schöne Erlebnisse können Auslöser sein

Nicht nur Stress wirkt sich auf Kinder aus. Auch positive Aufregung kann den Schlaf beeinflussen. Ferien am Meer, Übernachten bei den Grosseltern, Camping oder das erste Lager ohne Eltern: all diese Erlebnisse lösen starke Emotionen aus. Manche Kinder reagieren darauf mit vorübergehendem Bettnässen.

Das sollten Eltern auf keinen Fall tun

So verständlich die Überraschung auch ist: Vorwürfe helfen nicht. Sätze wie «Du bist doch schon gross!» oder «Das hatten wir doch längst hinter uns!» setzen Kinder unnötig unter Druck. Fachleute betonen, dass kein Kind absichtlich ins Bett macht. Schuldgefühle und Scham verschlimmern die Situation oft zusätzlich.

Wann Eltern aufmerksam werden sollten

Meist verschwindet das nächtliche Einnässen nach den Ferien von selbst wieder. Es gibt aber Warnzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten:

  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • häufiges Wasserlassen auch tagsüber
  • ungewöhnlich starker Durst
  • Blut im Urin
  • Bauch- oder Rückenschmerzen
  • wiederkehrende Harnwegsinfekte
  • wenn das Problem über mehrere Wochen anhält

Treten solche Beschwerden zusätzlich auf, sollte das Kind ärztlich untersucht werden. Unter anderem können Harnwegsinfekte oder auch, eher seltener, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes dahinterstecken.

Das können Eltern tun

Mit ein paar einfachen Massnahmen lässt sich das Risiko oft verringern:

  • möglichst regelmässige Schlafenszeiten einhalten
  • Kinder tagsüber immer wieder ans Trinken erinnern
  • kurz vor dem Schlafengehen keine grossen Trinkmengen mehr
  • das Kind vor dem Zubettgehen nochmals auf die Toilette schicken
  • ruhig bleiben und das Kind niemals bestrafen oder mit ihm schimpfen

Kinderärzte betonen: Ein nasses Bett in den Sommerferien bedeutet meistens keinen Rückschritt. Häufig ist es lediglich eine vorübergehende Reaktion auf die vielen Veränderungen, die Ferien mit sich bringen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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