Fachgerechter Umgang mit Wein
Vermeide diese Fehler beim Einschenken

Wein richtig einschenken klingt einfach, ist es aber nicht. Zumindest dann, wenn du alles richtig machen möchtest.
Publiziert: 12.06.2024 um 07:20 Uhr
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Aktualisiert: 04.07.2024 um 15:57 Uhr
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Halte die Flasche in der Mitte des Bauches und neige sie langsam über das Glas.
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Nicolas GreinacherRedaktor Wein DipWSET

Wasserfall

Wein wird nicht einfach wie ein Wasserfall ins Glas hineingeschüttet, sondern sorgsam eingeschenkt. Das vermeidet Weinflecken auf Kleidung und Tischtuch und lässt die Vermutung, dass du es beim Trinken besonders eilig hast, gar nicht erst aufkommen. Halte die Flasche in der Mitte des Bauches und neige sie langsam über das Glas.

Nasse Hände

Wer nicht nur für den Wein, sondern auch für das Kochen zuständig ist, braucht zwingend beide Hände. Und die können oftmals etwas feucht oder nass sein, je nachdem welche Art von Speise gerade zubereitet wird. Trockne deine Hände, bevor du mit Weinflaschen hantierst. Ansonsten läufst du Gefahr, dass dir die Weinflasche beim Einschenken aus der Hand gleitet.

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Weinsuppe

Schenke die Weingläser auf keinen Fall zu voll ein. In prall gefüllten Weingläsern sieht der Wein wie Suppe aus. Das sieht unelegant aus und vermittelt das Gefühl, der Inhalt sei nichts Besonderes. Das mag manchmal sogar zutreffen, aber auch dann füllst du die Gläser stets moderat. Standard-Weingläser sollten höchstens zu einem Drittel, grosse Weingläser nur zu einem Viertel befüllt werden. Bei Champagner-Kelchen ist es in Ordnung, sie etwa bis zur Hälfte zu füllen.

Berührungsängste

Lege beim Einschenken den Flaschenhals nicht auf das Weinglas ab. Nicht nur beschädigt das womöglich das Weinglas, sondern es weckt bei manchen vielleicht die Vermutung, du hättest selbst schon das ein oder andere Glas Wein zu viel gehabt: Weil deine Motorik etwas ins Stocken geraten ist, brauchst du beim Einschenken etwas Unterstützung.

Abfüllen

Leere Weingläser gehören auf jeden Fall nachgeschenkt. Doch wie sieht es mit halb- oder fast leeren Weingläsern aus? Ganz einfach: Frage deinen Gast, ob du etwas Wein nachschenken darfst. Oder du stellst die Weinflasche von Anfang an auf den Tisch, so dass sich alle Beteiligten bei Bedarf selbst einschenken können. Penetrantes Nachschenken ist unangenehm, egal ob im Restaurant oder bei dir daheim.

Geizkragen

Genauso stillos wie ein zu volles Glas sind knausrig eingeschenkte Weingläser. Im Restaurant sollte dies kein Problem darstellen, da die Offenweine meistens bis zur Markierung im Weinglas befüllt und gegebenenfalls nachgeschenkt werden. Beim Bewirten von Gästen zu Hause solltest du dich aber davor hüten, knausrig zu sein.

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Mixen

Du hast für dein selbst gekochtes Mehrgangs-Menu zu jedem Gang einen separaten Wein ausgesucht? Klingt vielversprechend. Beachte dann aber, dass du zwischen den einzelnen Gängen die Gläser kurz ausspülen oder neu bestücken musst. Sonst wird aus dem weissen Burgunder plötzlich ein Rosé, wenn im Glas vom letzten Gang noch etwas Rotwein übrig geblieben ist.

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