Reto Scherrer auf ungewohntem Terrain
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Feldarbeit statt Fernsehstudio:Reto Scherrer auf ungewohntem Terrain

Mikrofon weg, Minze her!
Reto Scherrer tauscht Studio gegen Kräuterfelder

Weil sein erster Abnehmer absprang, setzte Christof Schenk vor knapp 25 Jahren alles auf eine Karte. Heute liefert der Holderhof 80 Millionen Flaschen für unsere Supermärkte. Moderator Reto Scherrer hat den unsichtbaren Riesen der Schweizer Getränkebranche besucht.
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Reto Scherrer darf auf den Kräuterfeldern von Holderhof selbst mit anpacken.
Foto: Gian Marco Castelberg
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Holderhof

«Nein, der schnurred mir zu viel!» Auf die Frage, ob er Reto Scherrer (50) nach seinem Schnuppertag auf dem Holderhof eine Stelle anbieten würde, winkt Geschäftsführer Christof Schenk (45) lachend ab. Der Blick-Moderator hatte für einmal das Studio gegen das Feld getauscht und beim Ostschweizer Getränkeriesen einen Tag lang kräftig mit angepackt.

Vor knapp 25 Jahren hatte in Ufhofen SG alles sehr bescheiden angefangen. Eine gehörige Portion jugendlicher Ehrgeiz und ein geplatztes Geschäft brachten den Stein ins Rollen. 

Ultimatum kurz vor der Ernte

Christof Schenk war damals ein 18-jähriger Landwirt in der Ausbildung und pflanzte seine ersten Holunderbäume auf dem elterlichen Hof. Der Plan war eigentlich, die Holunderblüten an einen Grossbetrieb zu liefern. Doch während seiner Zeit an der Landwirtschaftsschule entwickelte Schenk im Rahmen seiner Diplomarbeit ein eigenständiges Produkt: Holunderblütenwein. Das stiess seinem vermeintlich künftigen Abnehmer sauer auf.

Geschäftsführer Christof Schenk vor seinem elterlichen Bauernhof. Hier pflanzte er noch während seiner Landwirtschaftslehre seine ersten Holunderbäume.
Foto: Gian Marco Castelberg

Kurz vor der Ernte stellte dieser dem Jungbauern ein Ultimatum: Entweder stelle er die eigene Weinproduktion umgehend ein, oder die Zusammenarbeit werde per sofort beendet. «Ich war damals schlicht gezwungen, etwas zu tun», erinnert sich Schenk zurück. «Ich hatte die Blüten geerntet und musste verarbeiten, was da war. Das war der eigentliche Grundstein für alles, was folgte.»

Aus der Not heraus brachte Christof Schenk in Eigenregie seinen Holunderwein auf den Markt. Die Nachfrage stieg, und schon kurz darauf kreierte er neue Produkte wie Sirup und Konfi, die er zunächst von Partnern produzieren liess. Doch als das Exportgeschäft durch die Euro-Krise im Jahr 2010 einbrach und unrentabel wurde, stand bereits die nächste mutige Entscheidung an: aufhören oder komplett auf die eigene Karte setzen?

Wieder fackelte der Jungunternehmer nicht lange: 2012 stieg der Holderhof offiziell in die eigene, unabhängige Produktion ein. «Das war sicher die strengste Zeit, bis alles rundgelaufen ist», sagt Schenk. «Wir haben über drei Jahre gebraucht, um die Prozesse und Rezepturen richtig im Griff zu haben.»

Vom Feld in die Flasche

Sorgfältig ausgewählte Kräuter und hochwertige Rohstoffe bilden die Basis des vielfältigen Holderhof-Bio-Tea-Sortiments. Die Sorten Alpenkräuter, Zitrone, Pfirsich und Früchte werden selbstverständlich in Bioqualität hergestellt und frisch aufgebrüht. Ganz ohne Farb- und Konservierungsstoffe.

Für die Sorte Alpenkräuter setzt Holderhof auf sechs Biokräuter aus eigenem Anbau auf dem landwirtschaftlichen Betrieb in Ufhofen SG: Minze, Melisse, Brennnessel, Kamille, Zitronenverbene und Frauenmantel. Sie werden mit viel Handarbeit gepflegt, sorgfältig geerntet und schonend getrocknet. Im Produktionsbetrieb in Henau werden sie frisch aufgebrüht und anschliessend zu einem erfrischenden Bio-Eistee weiterverarbeitet.

Sorgfältig ausgewählte Kräuter und hochwertige Rohstoffe bilden die Basis des vielfältigen Holderhof-Bio-Tea-Sortiments. Die Sorten Alpenkräuter, Zitrone, Pfirsich und Früchte werden selbstverständlich in Bioqualität hergestellt und frisch aufgebrüht. Ganz ohne Farb- und Konservierungsstoffe.

Für die Sorte Alpenkräuter setzt Holderhof auf sechs Biokräuter aus eigenem Anbau auf dem landwirtschaftlichen Betrieb in Ufhofen SG: Minze, Melisse, Brennnessel, Kamille, Zitronenverbene und Frauenmantel. Sie werden mit viel Handarbeit gepflegt, sorgfältig geerntet und schonend getrocknet. Im Produktionsbetrieb in Henau werden sie frisch aufgebrüht und anschliessend zu einem erfrischenden Bio-Eistee weiterverarbeitet.

Der unsichtbare Riese der Schweizer Getränkebranche

Der Mut von damals hat sich längst ausbezahlt. Wer heute im Supermarkt ins Getränkeregal greift, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Produkt von Holderhof in der Hand. Mit mittlerweile drei Standorten, 120 Mitarbeitenden und rund 80 Millionen abgefüllten Einheiten pro Jahr spielt das Unternehmen in der obersten Liga der Schweizer Getränkebranche mit. Schenk setzt dabei auf natürliche Bioprodukte ohne Konservierungsmittel und auf zuckerreduzierte Getränke.

Die Flaschen landen in den Regalen aller Lebensmittelketten der Schweiz. «80 Prozent unserer Produktion sind Hausmarken anderer Firmen», sagt Schenk. Darunter Eistees, Fruchtschorlen, Fruchtsäfte sowie Sirupe. Nur 20 Prozent der Flaschen tragen das Firmenlogo, die Dolde eines Holunderbaumes. 

Dass viele Schweizerinnen und Schweizer gar nicht wissen, wer täglich ihren Durst stillt, stört den Chef überhaupt nicht. «Dieses Undercover-Dasein hat etwas sehr Sympathisches und Bodenständiges», sagt Schenk. «Wichtig ist mir nur, dass unsere Fabriken voll ausgelastet sind und es den Mitarbeitenden gut geht.»

Hightech und Handarbeit

Obwohl auf den Feldern des Holderhofs modernste Technik regiert, kommt der Betrieb nicht ohne menschliche Muskelkraft aus. Zwar fahren hier autonome Jätroboter mit Lasertechnik und kameragesteuerte Hackgeräte, die das Unkraut vernichten. Doch die Hightech-Flotte stösst irgendwann an ihre Grenzen. «In guter Biolandwirtschaft ist Hightech heute ein absolutes Muss, ganz ohne Handarbeit geht es aber trotzdem nicht», erklärt Schenk. Wenn die Pflanzen in der Saison grösser werden, müssen unsere Mitarbeitenden auf dem Feld auch ab und an von Hand jäten.

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Reto Scherrer im Kräuterlager von Holderhof in Henau SG.
Foto: Simon Habegger

Das Prinzip «Vom Feld in die Flasche» wird beispielsweise beim Bio-Eistee Alpenkräuter konsequent durchgezogen. Von den eigenen Kräuterfeldern über die hauseigene Trocknung, Aufbereitung und das Aufbrühen bis hin zur Abfüllanlage bleibt jeder einzelne Produktionsschritt zu 100 Prozent in den Händen des Betriebs.

Genau diese Erfrischung hat es dem prominenten Praktikanten übrigens ganz besonders angetan. Der Bio-Eistee Alpenkräuter ist Reto Scherrers Lieblingsgetränk aus dem Hause Holderhof. So gibt es für den Moderator nach dem harten Arbeitstag auf dem Feld zumindest ein trinkbares Trostpflaster für den Heimweg. 

«Jetzt, wo ich weiss, wie viel Handarbeit in dieser Flasche steckt, schmeckt sie doppelt so fein», sagt Reto Scherrer nach seinem Schnuppertag auf dem Holderhof.
Foto: Gian Marco Castelberg

Eine Festanstellung rückt nach dem augenzwinkernden Urteil des Chefs schliesslich in weite Ferne. Aber Scherrer «schnurred» ja sowieso zu gern, um seinen Moderationsjob an den Nagel zu hängen.

Reto Scherrer auf ungewohntem Terrain
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Feldarbeit statt Fernsehstudio:Reto Scherrer auf ungewohntem Terrain
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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

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