Gar(en) nicht so einfach
Fünf Fehler beim Grillieren von Gemüse

Grillgemüse wird auch bei Nicht-Vegetariern immer beliebter. Doch passieren auch den geübten Grillmeistern hier noch viele Fehler.
Publiziert: 25.05.2022 um 13:58 Uhr
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Aktualisiert: 25.05.2022 um 16:19 Uhr
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Neben Fleisch gehört heute auch Gemüse unbedingt zum Grillprogramm.
Anne Grimshaw

Auf den Grill kommen schon lange nicht mehr nur Steaks und Pouletschenkel. Sei es als Beilage oder als vegetarische Hauptspeise: Grillgemüse liegt voll im Trend. Seine Zubereitung ist aber nicht immer so simpel, wie man denkt.

Fehler 1: Gemüse und Fleisch an gleichen Spiess

Wer Fleisch und Gemüse am gleichen Spiess grilliert, kann eigentlich nur scheitern. Denn die Grillzeiten der beiden Nahrungsmittel sind meist völlig unterschiedlich! Während Poulet unbedingt gut durchgegart sein muss, können Cherrytomaten beispielsweise schon nach kurzer Zeit gegessen werden. Der zweite Fauxpas bei dieser Sache ist die Würze. Wer würzt sein Gemüse genau gleich wie das Fleisch? Das kann nicht gut kommen.

Fehler 2: Zu spät würzen

Wie bei Fleisch muss die Würze auch bei Gemüse Zeit haben, um einzuwirken. Wird das Salz erst einige Sekunden vor dem Grillieren aufs Gemüse gegeben, ist die Oberfläche zwar gut gesalzen, das Innere vom Gewürz wird allerdings nicht erreicht. Empfohlen wird deshalb eine Marinierzeit von zehn bis 20 Minuten. Bei der Frage nach den richtigen Gewürzen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Mit Salz, Pfeffer, Zwiebeln und Knoblauch fährt man aber immer sicher.

Fehler 3: Die falsche Grösse

Bei grossen Gemüsesorten wie Auberginen oder Artischocken passiert es schnell, dass zu grosse Stücke auf den Grill gelegt werden. Über dem direkten Feuer passiert dann das, was jedem Kind beim Cervelat-Grillieren immer passiert: Aussen verkohlt das Gemüse, während es innen nicht durch oder sogar kalt ist. Zu klein sollte das Gemüse ebenfalls nicht werden, da es ohne Grillschale sonst durch den Rost fällt.

Fehler 4: Ölen will gelernt sein

Was unterscheidet Gemüse von Fleisch? Es enthält in den meisten Fällen kein eigenes Fett. Vergisst man, Gemüsestücke vor dem Grillieren einzuölen, kleben sie am Grillrost fest. Da das Öl beim Grillieren stark erhitzt wird, sollte man idealerweise ein raffiniertes Öl nehmen. Kaltgepresste Öle enthalten Stoffe, die schnell verbrennen und dabei gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.

Zur Frage, ob es schlauer ist, den Grillrost einzufetten (Achtung: Kein Öl über den heissen Grill leeren!), die Gemüsestücke vorher im Öl zu wenden, oder gar beides zu tun, scheiden sich allerdings die Geister. Einen Vorteil haben eingeölte Gemüsestücke jedoch: Gewürze fallen weniger leicht von ihnen herunter.

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Fehler 5: Die falschen Sorten

Gibt es Gemüsesorten, die man nicht grillieren darf? Praktisch nicht. Allerdings gibt es solche, die man nicht gemeinsam grillieren sollte, da ihre Garzeiten extrem unterschiedlich sind.

Während Maiskolben und Kartoffeln ohne Vorkochen gut und gerne 20 bis 30 Minuten über dem Grill verharren, brauchen Tomaten und Zucchetti nur fünf Minuten. Da ist es definitiv keine Option, alles in Würfel zu schneiden, in eine Grillschale zu werfen und zu schauen, welche Wunder in zehn Minuten wohl geschehen.

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KEYSTONE/AP Underwriters Laboratories/Jonathan Cohon

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