Wenn du gerne neue Biere ausprobierst, Felschlössli und Quöllfrisch zu normal für dich geworden sind, dann hast du sicher auch schon ein IPA-Bier getrunken. Die besonders hopfige Biersorte ist in den letzten Jahren auch in der Schweiz immer populärer geworden. Sogar in grösseren Coop-Filialen hat es eine anständige Auswahl. Aber warum heisst es eigentlich IPA?
Reise nach Indien
IPA, das steht für «India Pale Ale» (nicht IndiaN!). Okay, das weisst du schon. Wieso India? IPAs kommen ja meist aus den USA oder Grossbritannien. Der Name der Biersorte kommt von einer Legende: Im 19. Jahrhundert wurde das Bier für britische Soldaten entwickelt, die in Indien stationiert waren. Die wollten nämlich auch Bier aus der Heimat trinken. Bis das Bier aber mit dem Schiff in Indien ankam, (nach etwa sechs Monaten) war es wegen der starken Temperaturschwankungen schon lange ungeniessbar.
Die Bierbrauer gaben als Lösung eine extra Ladung Hopfen ins Bier und haben es stärker eingebraut. Hopfen wirkt antibakteriell. Der Alkoholgehalt von acht bis neun Prozent war etwa doppelt so stark wie andere Biere zur Zeit. (Die Soldaten in Indien sollten es deswegen mit Wasser verdünnen. Sie haben es aber lieber «pur» getrunken.)
Mit den Jahren verlor das IPA jedoch an Beliebtheit, bis es in den 1990er-Jahren von amerikanischen Brauern wiederentdeckt wurde. Heute zählt das IPA zu den Flaggschiffen der Craft-Beer-Szene. Craft Beers sind hochwertige Biere von kleinen Brauereien mit einem Fokus auf Qualität und Handwerkskunst.
Auch in der Schweiz werden IPAs gebraut, zum Beispiel von Bier Factory aus Rapperswil oder Bad Attitude aus dem Tessin.
Über 18'000 Leserinnen und Leser haben ihren Wohnort und ihr Lieblingsbier auf einer Karte eingetragen. Sie zeichnen die Kantonsgrenzen der Schweiz neu.
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