Schweizer Strassenverkehr
Jeder Vierte fährt nach Alkoholkonsum

Ein Viertel der Schweizer setzt sich nach dem Alkoholkonsum hinters Steuer, was zu schweren Unfällen führt. 2022 wurden 506 Personen schwer verletzt und 31 getötet. Die BFU warnt: Bereits ein Glas Alkohol kann die Fahrfähigkeit beeinträchtigen.
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Ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer fährt auch nach dem Konsum von Alkohol Auto. (Archivbild)
Foto: VALENTIN FLAURAUD
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer setzt sich nach dem Konsum von Alkohol hinters Steuer. Alkohol ist für fast 12 Prozent der Unfälle mit Personenschäden die Ursache, teilte die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) am Dienstag mit.

Im vergangenen Jahr seien bei Alkoholunfällen im Strassenverkehr 506 Personen schwer verletzt und 31 getötet worden, hiess es in der Medienmitteilung. Die Situation habe sich in den letzten zehn Jahren nicht verbessert.

Schon ein Glas reicht aus

Eine 2023 durchgeführte BFU-Erhebung gemeinsam mit 14 Polizeikorps habe gezeigt, dass 0,4 Prozent der Autofahrenden nach dem Konsum von Alkohol eine Blutalkoholkonzentration aufweisen, die den gesetzlichen Grenzwert von 0,5 Promille überschreitet.

Nachts stehe jeder siebte Autofahrer unter Alkoholeinfluss. Lenkende unter 30 Jahren würden sich insgesamt verantwortungsbewusster verhalten als ältere.

Bereits ein Glas Alkohol könne die Fahrfähigkeit beeinträchtigen, schrieb das BFU. Aufmerksamkeit und Sehvermögen nehmen ab und die Reaktionszeit verlängert sich. Diese Einschränkungen können auch auftreten, ohne dass sich der Autofahrende dessen bewusst ist.

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