«Vor ein paar Tagen haben wir uns noch unterhalten»
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Nachbarin erzählt:«Vor ein paar Tagen haben wir uns noch unterhalten»

Mutmasslicher Täter kannte das Opfer
Frau (†60) in Ziefen BL mit Faustfeuerwaffe erschossen

In Ziefen BL wurde am Sonntagnachmittag eine Frau (†60) erschossen. Der mutmassliche Täter (30) wurde verhaftet. Die beiden Personen standen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander.
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Der Tatort in Ziefen BL. Hier wurde eine Frau (†60) erschossen.
Foto: Nicolas Lurati
Nicolas Lurati, Fabian Vogt

Es ist ein trostloser Montag in Ziefen BL. Sogar die Sonne scheint nur mit halber Kraft auf den Hundesportplatz zu scheinen, auf dem am Sonntag eine Frau (†60) erschossen wurde.

Beim Opfer handelt es sich um Maria L. Hundetrainerin und Spitex-Mitarbeiterin, wie Blick von Bekannten erfuhr. Die mehrfache Mutter lebte mit ihrem Mann in einem anderen Baselbieter Ort, einige Kilometer vom Tatort entfernt.

«Ich bin schockiert»

Bekannte von L. zeichnen alle dasselbe Bild: Die 60-Jährige wird als liebe, stets freundliche Frau beschrieben. «Ich bin schockiert», heisst es immer wieder. Warum Maria L. sterben musste, kann sich von den Nachbarinnen niemand vorstellen. «Vor ein paar Tagen sprachen wir noch miteinander und jetzt soll sie nicht mehr da sein», sagt eine. «Ich habe sie noch am Wochenende an der Coop-Tankstelle gesehen», eine andere. Sie habe getankt und ein bisschen eingekauft. Alles normal also.

Doch am Sonntagnachmittag kurz vor 15 Uhr ist nichts mehr normal. Maria L. wird mit einer Faustfeuerwaffe erschossen, wie die Baselbieter Polizei mitteilt. Noch vor Ort wird ein Tatverdächtiger festgenommen. Es handelt sich um einen Schweizer (30). Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft wird beim Zwangsmassnahmengericht U-Haft für den mutmasslichen Täter beantragen. Die Polizei teilt mit, der Verdächtige habe Maria L. gekannt. Mehr noch: Die beiden seien verwandt gewesen!

«Ruhe in Frieden»

Der genaue Tathergang ist noch weitgehend offen und Gegenstand laufender Ermittlungen. Auch am Montag war die Polizei vor Ort und suchte den Tatort ab.

Vor den Toren werden Blumen niedergelegt. Und ein Brief. Die Menschen trauern auch auf Facebook um Maria L. «Ruhe in Frieden», wird oft geschrieben. Eine Kommentierende wird sehr persönlich: «Unfassbar - so vieli Gspröch, Erinnerige und Spaziergäng».

Klar wird: Was geschehen ist, kann niemand fassen. Aber es ist traurige Realität: Maria L. ist tot. Der Hundesportplatz bleibt vorübergehend geschlossen.

*Name der Redaktion bekannt

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