Marco K. verwandelt seinen Garten in eine gruselige Geister-Burg
Der Halloween-Hexer von Allschwil BL

Marco K. aus Allschwil BL macht aus Halloween ein Nachbarschaftsereignis: Mit einer imposanten Hausdekoration und warmer Kürbissuppe bringt er die Gemeinschaft zusammen – und lebt seine makabere Kreativität aus.
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Das aufwendig dekorierte Haus in Allschwil BL ist eine Freude für das ganze Quartier.
Foto: Florin Schranz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Halloween in der Schweiz: Von USA importiert, heute Teil des Schweizer Herbsts
  • Marco K. schmückt sein Haus aufwendig, inklusive automatischem Drachen auf dem Dach
  • Dekoration kostet 1000 Franken, Drache allein 350 Franken über Riccardo gekauft
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Florin SchranzRedaktor News

Halloween schlich sich auf leisen Sohlen in die Schweiz. In den frühen 1990er-Jahren tauchten plötzlich Kürbisse mit geschnitzten Gesichtern auf, erste Kinder zogen mit Taschenlampen durch die Quartiere. Der Brauch, der aus den USA vor allem über Filme und Popkultur seinen Weg in die Schweiz fand, gehört inzwischen aber zum Schweizer Herbst wie Nebel und Marroni. 

Besonders viel Arbeit steckt Marco K.* (53) aus Allschwil BL in den Brauch. Der Mitarbeiter der Basler Verkehrsbetriebe sieht Halloween als gute Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken und mit seiner Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Er schmückt sein Haus auffällig und aufwendig.

Der Drache von Allschwil

Das Haus von Marco K. ist in diesem Jahr als angsteinflössende Burg gestaltet. Auf dem Dach thront ein brüllender, motorisierter Drache – auf einer Burgmauer aus bemaltem Plastik. Ebenfalls auf dem Dach grüsst Gevatter Tod als gruseliges Skelett. Im Garten kriecht ein Zombie unter einem Sarg hervor, darüber sitzt ein weiteres Skelett mit Gladiatorenmaske. Auf einer kleinen Zugbrücke, die über ein blaues Tuch als Burgsee führt, stehen ein Geist und eine Zauberer-Puppe. «Der Blick der Kinder, wenn sie vorbeikommen, ist unbezahlbar», sagt K. 

Der Halloween-Fan sagt, er habe sich in diesem Jahr etwas mitreissen lassen mit dem Drachen. Doch schon 2024 hatte er mit 150 Metern Seil und einem Besen ein grosses Spinnennetz gebastelt und über das Haus gelegt. 

Die aufwendige Deko erfordert viel Arbeit. «Ich habe vor drei Wochen das Gerüst aufgestellt und dann Tag für Tag etwas platziert, damit es an Halloween bereit ist», sagt K. Den Drachen hat er für 350 Franken über Ricardo von einem Fachhändler abgekauft. Alles zusammen hat ihn die Dekoration in diesem Jahr rund 1000 Franken gekostet. «Das ist es mir wert», sagt Marco K. Er freut sich, wenn Leute stehenbleiben und Fotos machen.

Was er vom Dekorationsmaterial verstauen kann, behält er auf seinem Dachboden und in einer Gartenhütte. Was keinen Platz hat, verschenkt er an Interessierte. 

Treff mit Kürbissuppe

Der nächste Satz des Halloween-Hexers mag nun überraschen: «Ich habe eigentlich keinen riesigen Bezug zu Halloween.» Angefangen habe seine Deko-Begeisterung an Weihnachten. So habe er vor zwei Jahren einen Weihnachtsmann auf seinem Dach installiert, der die Füsse baumeln liess, damit es so aussieht, als ob er vom Dach falle.

Zur selben Zeit habe er dann angefangen, Suppe für die Nachbarschaft zu kochen – so auch heute wieder. «Alle können einen Teller und einen Löffel mitbringen und mitessen.» Der kreative Prozess und das Beisammensein gefallen dem kreativen Bastler. Passend zur Herbstzeit gibt es zu Halloween nun Kürbissuppe. 

Weil Marco K. aber keinen Grossansturm an Suppen-Gästen bewältigen kann, schreibt Blick nicht, wo genau sich das Haus befindet. 

*Name geändert 

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