Art Basel präsentiert grosse Kunst zu hohen Preisen
Eine halbe Million für eine fette Katze

Millionenverkäufe, royale Kundschaft und ein Schweizer Shootingstar: An der Art Basel wechseln Werke für bis zu 42 Millionen Dollar den Besitzer. Doch neben Picasso, Warhol und Superreichen sorgt auch der 34-jährige Schweiz-Spanier Diego Kohli für Aufsehen.
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Iwan Wirth von Hauser & Wirth: Die Katzen-Skulptur von William Kentridge wurde schon verkauft.
Foto: STEFAN BOHRER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Art Basel startete am Dienstag mit VIP-Gästen und internationalen Kunstliebhabern in Basel
  • Picassos Gemälde für 35 Mio. Dollar verkauft, Warhol-Werk kostet 42 Mio. Dollar
  • Schweiz-Spanier Diego Kohli erstmals dabei, Werke ab 10'000 Franken verkauft
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Katja RichardRedaktorin Gesellschaft

Hier stehen selbst die VIPs Schlange: Als die Art Basel am Dienstagmorgen zur exklusiven «First Choice» für geladene Gäste öffnet, drängt sich das internationale Kunstpublikum durch die Hallen. Galeristinnen, Kuratoren, Sammler und Berater aus aller Welt sind angereist. Die Szene zeigt einmal mehr: Trotz digitaler Plattformen bleibt die Kunstmesse ein unverzichtbarer Treffpunkt.

Einer, der es wissen muss, ist Iwan Wirth (55). Der Schweizer ist Mitgründer der Galerie Hauser & Wirth und zählt zu den einflussreichsten Akteuren des internationalen Kunstmarkts. «Die Messe lebt von Überraschung, Spontaneität und der Begeisterung, die im direkten Umgang mit dem Originalkunstwerk entsteht. Das kann kein digitales Medium ersetzen.»

Picasso und Warhol für Millionen

Für Schlagzeilen sorgte bereits am ersten Messetag der Verkauf von Picassos «Le peintre et son modèle dans un paysage» für 35 Millionen Dollar. Das Gemälde hängt inzwischen nicht mehr am Stand. Nicht etwa, weil der Käufer es bereits mitgenommen hat. Platz ist auf den begehrten Messeflächen knapp, im Hintergrund sorgt eine ausgeklügelte Logistik für den Kunstverkehr. «Wir haben den Stand umgehängt, weil wir mit über 100 Künstlern arbeiten und möglichst viele Positionen zeigen wollen. Das ist eine kuratorische Entscheidung», sagt Wirth.

Dieser Picasso bei Hauser & Wirth wurde am ersten Tag der Art Basel für 35 Millionen Dollar verkauft.
Foto: STEFAN BOHRER

Bis zum Schluss der Messe bleibt dagegen die «Fat Cat» am Stand. Die Bronzeskulptur stammt von William Kentridge, einem der bedeutendsten lebenden Künstler der Gegenwart. «Sie passt hervorragend zum Stand», so Wirth. Verkauft ist sie allerdings bereits – für rund 500'000 Dollar.

Das dicke Büsi spielt preislich allerdings nicht in der obersten Liga. In den Hallen wechseln Werke für Millionen- und sogar zweistellige Millionensummen den Besitzer. Zu den teuersten Arbeiten gehört Andy Warhols «Troy» der Galerie Acquavella. Der Preis: 42 Millionen Dollar.

Hoher Besuch aus Katar

An potenziellen Käufern mangelt es nicht. Unter den prominenten Gästen wurde auch Scheicha al-Mayassa bint Hamad bin Khalifa al-Thani gesichtet. Die Schwester des Emirs von Katar gilt als eine der mächtigsten Frauen der Kunstwelt und verfügt über ein milliardenschweres Ankaufsbudget.

Doch die Art Basel lebt nicht nur von Werken für 42 Millionen Dollar. Sie lebt auch von den Entdeckungen von morgen. Eine davon könnte Diego Kohli sein. Der 34-jährige Schweiz-Spanier stellt dieses Jahr erstmals an der Art Basel aus. Viele seiner Werke sind bereits verkauft. Die Preise liegen teils noch unter 10'000 Franken – für Art-Basel-Verhältnisse fast schon ein Schnäppchen.

Entdeckt wurde Kohli vom Zürcher Kunstberater Thomas Stauffer (49). Er nennt den Künstler «The Best Kept Secret» der Messe. Kohli verbinde Einflüsse von Dalí, Magritte und Picasso mit einer ganz eigenen Bildsprache. Ob er eines Tages selbst in der Liga der Millionenwerke spielt? Kohli bleibt gelassen: «Das kann man nicht planen.»

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