«Standort bleibt in der Schweiz»
Schweizer Messenger Threema an neuen deutschen Investor verkauft

Threema aus Pfäffikon SZ präsentiert sich als sichere Whatsapp-Alternative. Nun wird der Schweizer Messenger an die deutsche Firma Comitis Capital verkauft.
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Niemand soll mitlesen können: Threema wirbt mit einer sicheren Kommunikationslösung.
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Thomas BenköJournalist & AI Innovation Lead

«Threema ist der meistverkaufte sichere Instant-Messenger. Mehr als 12 Millionen Nutzer in Europa und darüber hinaus vertrauen bereits auf die Services aus der Schweiz», steht auf der Website von Threema. 

Nun ist die Swissness weg – zumindest teilweise. Die Messengerfirma aus dem schwyzerischen Pfäffikon ist an die deutsche Firma Comitis Capital verkauft worden – bereits seit 2020 war Threema im Besitz der Beteiligungsgesellschaft Afinum, die ebenfalls aus Deutschland stammt.

Die Infos über den Deal trudeln nach und nach rein. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

«Standort bleibt in der Schweiz»

Auf Anfrage von Blick sagt Threema: «Es ändern sich nur die Besitzverhältnisse. Der Rest bleibt gleich: Keine Änderung bei den Unternehmenswerten, unserer Mission oder der Strategie. Dasselbe gilt für den Standort Pfäffikon und das Team (abgesehen davon, dass dieses vermutlich wachsen wird)», schreibt Pressesprecherin Julia Weiss. «Auch die Geschäftsleitung bleibt unverändert und wird das Unternehmen weiterhin nach den bewährten Grundsätzen führen. Threema wurde von Grund auf konzipiert, um kompromisslosen Datenschutz zu gewährleisten. Das ist und bleibt unser Raison d’être.»

Bei Comitis heisst es: «Threema ist einzigartig positioniert, um von langfristigen strukturellen Wachstumstrends in den Bereichen sichere Kommunikation, europäische Datensouveränität und regulatorische Compliance zu profitieren. Wir freuen uns darauf, das Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase zu unterstützen.»

Brisant: Um die Kommunikation sicherer zu machen, messengern alle Angestellten der Schweizer Bundesverwaltung seit 2019 mit dem Business-Dienst «Threema Work» – inklusive Bundesrat.

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