Cyberangriff mit Folgen
Hacker legen Japans grössten Taxibetreiber lahm

Nihon Kotsu, Japans grösster Taxikonzern, musste nach einem Cyberangriff Teile seiner Infrastruktur abschalten. Die Taxizentrale ist seit Samstag offline. Ermittlungen laufen.
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Bei Japans grösstem Taxibetreiber Nihon Kotsu steht seit Samstag vieles still.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Cyberangriff trifft Nihon Kotsu, Japans grössten Taxibetreiber
  • Taxizentrale, Webbuchung und Telefondienst sind ausser Betrieb
  • Ob Hacker auch Daten gestohlen haben, ist noch unklar
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Tobias BolzernRedaktor Digital

8558 Fahrzeuge, 18'228 Angestellte, eine Milliarde Dollar Umsatz pro Jahr: Nihon Kotsu ist Japans grösster Taxibetreiber. Seit Samstagmorgen steht ein Teil des Konzerns still. Hacker haben die internen Systeme mit Schadsoftware infiziert. Das Unternehmen zog die Notbremse und kappte Verbindungen.

Die Folgen spürt die Kundschaft: Die Taxizentrale ist offline, ebenso Webbuchung, Reservationsverwaltung und die telefonische Disposition, wie bleepingcomputer.com schreibt. Wer bei der Firma ein Taxi bestellen will, soll eine Dritt-App nutzen oder sich an einen Taxistand stellen, empfiehlt die Firma. Der Cybervorfall trifft zudem auch werdende Mütter. Nihon Kotsu betreibt einen Spezialdienst für Schwangere kurz vor der Geburt. Diesen hat der Konzern in Tokio, Yokohama, Saitama und weiteren Städten ausgesetzt. In einer Mitteilung entschuldigt sich Nihon Kotsu für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Firma warnt vor Trittbrettfahrern

Ob die Angreifer auch Daten erbeutet haben, ist offen. Externe Sicherheitsexperten untersuchen den Vorfall. Bisher habe man kein Leck festgestellt, schreibt das Unternehmen. Es prüfe alle Möglichkeiten und wolle Betroffene direkt informieren, falls etwas festgestellt werde. Zugleich warnt Nihon Kotsu vor Trittbrettfahrern: Verdächtige E-Mails im Namen der Firma sollen Kunden nicht öffnen, Links darin nicht anklicken. Solche Nachrichten nutzen Betrüger nach Cyberangriffen oft für Phishing. Wer hinter der Attacke steckt, ist unklar. Bislang hat sich keine Ransomware-Bande zum Angriff bekannt.

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