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Teuerstes iPhone aller Zeiten:Blick-Redaktor testet Apples neues Falthandy

Apple zeigt neues iPhone 18 Pro, neue AirPods 5, neue Uhren
Teuerstes iPhone aller Zeiten – Falt-iPhone Duo kostet bis 3199 Franken!

Zwei Displays, zwei Batterien, ein Scharnier aus 100 Teilen – das iPhone Duo ist Apples erstes Faltphone. Dazu zeigt der Konzern neue Pro-iPhones, zwei Uhren und neue Airpods. Blick ist live am Hauptsitz in Kalifornien vor Ort.
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Apples erstes Falthandy: CEO John Ternus zeigt das iPhone Duo live nach der Keynote.
Foto: Getty Images via AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Pro 18, die AirPods 5 und die Uhren sind alle neu.
  • Erst im Frühling kommt das Basismodell des iPhone 18
  • Mit dem Duo stellte Apple sein Erstes Klapp-Handy vor
Tobias Bolzern: Digital Redaktor bei Blick.
Tobias BolzernRedaktor Digital

Mittwoch, 19.53 Uhr Schweizer Zeit. Seit 53 Minuten läuft Apples Produktshow. Dann fällt der Satz, den Fans seit Steve Jobs kennen: «One more thing.» Apple zeigt das Gerät, über das die Branche seit Monaten, ja Jahren spekuliert – das iPhone Duo, das erste faltbare iPhone. Zusammengeklappt ist es so gross wie ein Reisepass. Aufgeklappt: 7,6 Zoll Display, 50 Prozent mehr Fläche als beim iPhone 18 Pro Max. Und trotzdem das dünnste iPhone (aufgeklappt), das Apple je gebaut hat.

Durch den Abend führt erstmals John Ternus als neuer Apple-Chef. Das Faltphone stammt aus den Hardware-Teams, die er vor seiner Beförderung jahrelang leitete. «Es hat das grösste iPhone-Display aller Zeiten und passt trotzdem in jede Hosentasche», sagt Ternus.

iPhone Duo: SIM fliegt raus

Der Rahmen: Titan. Das Scharnier: über 100 Einzelteile. Die gefürchtete Falte bei Falthandys in der Displaymitte kaschiert eine matte Spezialbeschichtung. Man sieht sie kaum, spürt sie aber. Der Fingerabdrucksensor wandert in die Seitentaste. Für eine physische SIM-Karte fehlt im dünnen Gehäuse der Platz, das Duo setzt daher weltweit auf die eSIM. Erstmals laufen auf einem iPhone zwei Apps nebeneinander. Und die zwei Batterien, eine pro Hälfte, halten bis zu 24 Stunden durch. Verspricht zumindest der Hersteller.

Snoopy lockt Kinder

Das Aussendisplay macht die Hauptkamera zur Selfiekamera: Wer vor der Linse steht, sieht sich in der Live-Vorschau. Das Duo löst automatisch aus, sobald alle in Position sind. Für zappelige Kinder spielt der Bildschirm Snoopy-Animationen ab, damit sie in die Kamera schauen. Konkurrent Google kennt den Trick bereits, dort heisst die Funktion «Made You Look». Das iPhone Duo kostet ab 1999 Franken (256 GB). Vorbestellen ab dem 16. Oktober, im Laden ab dem 23. Oktober.

Blende wie bei Profikamera

Die iPhone 18 Pro und Pro Max sehen aus wie ihre Vorgänger – und legen innen zu. Die Hauptkamera erhält als erstes iPhone eine variable Blende: Sechs Lamellen, jede dünner als ein Haar, lassen im Dunkeln rund 50 Prozent mehr Licht auf den Sensor. Der A20-Pro-Chip ist der erste Smartphone-Chip aus dem 2-Nanometer-Verfahren. 40 Prozent mehr Leistung, sagt Apple. Das Pro Max schafft laut Apple den grössten Akkusprung der iPhone-Geschichte: bis zu 30 Stunden pro Ladung. Erhältlich ab dem 18. September, ab 1199 Franken (Pro) und 1299 Franken (Pro Max).

KI-Boom macht iPhone teuer

Was viele weniger freuen dürfte: iPhone 18 Pro und Pro Max kosten mit 256 und 512 Gigabyte je 100 Franken mehr als die Vorgänger. Beim 1-Terabyte-Modell beträgt der Aufschlag 300 Franken, bei 2 Terabyte sind es gar 500. Auffällig: Je mehr Speicher, desto happiger der Aufpreis. Genau dort steckt das Problem. Die Preise für Speicherchips sind explodiert. 16 Gigabyte kosteten im Frühling 2025 rund 42 Dollar, ein Jahr später 181 Dollar, schätzt das Marktforschungsunternehmen Counterpoint. KI-Rechenzentren saugen den Weltmarkt leer, die drei grössten Hersteller verkaufen lieber an Nvidia und Microsoft als an Handybauer. Bei Macs und iPads hat Apple die Preise bereits erhöht. Der abgetretene Chef Tim Cook sprach von einer «Jahrhundertflut». Entspannung erwarten Marktforscher frühestens Ende 2027.

Puls im Fünf-Sekunden-Takt

Die Apple Watch Series 12 (ab 369 Franken) und die Ultra 4 (ab 749 Franken) messen den Puls neu alle fünf Sekunden – 60-mal häufiger als bisher. Ein neuer Wert namens Tagesform verrät jeden Morgen, ob der Körper ein Training verträgt oder Erholung braucht. Bleiben die Airpods 5: Sie schlucken 50 Prozent mehr Lärm als der Vorgänger, sagt Apple, und kosten 119 Franken. Uhren und Ohrhörer stehen ab dem 18. September in den Läden. Die Ultra 4 zeichnet Trainings bis zu 45 Stunden lang auf. Genug für einen 100-Meilen-Ultramarathon.

Mittwoch, 19 Uhr Schweizer Zeit. Apple öffnet das Steve Jobs Theater an seinem Hauptsitz in Cupertino. Das Motto für den Anlass: «Surprise and shine». Welche Geräte kommen, verrät der Konzern, wie üblich, nicht. Bestätigt sind bislang nur Datum, Uhrzeit und Slogan.

Doch zwei Premieren zeichnen sich ab. Die eine klappt man auf. Die andere heisst John Ternus (51). Der Ingenieur übernahm am 1. September den Chefposten von Tim Cook, acht Tage später führt er erstmals als neuer Apple-CEO durch eine Keynote. In seiner ersten Botschaft an die Belegschaft kündigte er den Anlass als «phänomenal» an. Das Portal Bloomberg spricht gar vom grössten Produktefeuerwerk der Firmengeschichte. Allerdings soll nicht gleich alles am 9. September verballert werden.

Gilt als gesetzt

Falt-iPhone: Berichten zufolge heisst das Gerät iPhone Ultra. Die Marktforscher von Trendforce erwarten 5,5 Zoll aussen, 7,8 Zoll innen, dazu den 2-Nanometer-Prozessor A20 Pro, zwölf Gigabyte RAM und zwei 48-Megapixel-Kameras. Ein Teleobjektiv fehlt. Entsperrt wird das Gerät per Fingerabdruck statt Face ID. Der Preis startet laut Trendforce bei 2099 bis 2299 Dollar, die grösste Speichervariante knackt eventuell die 3000-Dollar-Marke. Bloomberg-Reporter Mark Gurman hält das Gerät für das spannendste Apple-Produkt seit Jahren. Das Gerät dürfte es in den Farben Silber/Weiss und Indigo geben. Analyst Ming-Chi Kuo rechnet damit, dass Vorbestellungen für das Falt-iPhone erst im vierten Quartal starten könnten – und möglicherweise zuerst nur in den USA. Das wäre ein Dämpfer.

Das iPhone 17 Pro erhält einen Nachfolger.
Foto: Shutterstock

iPhone 18 Pro und 18 Pro Max: Neue Kameras, neue Farben. Trendforce erwartet 1249 bis 1299 Dollar fürs Pro, 1349 bis 1399 fürs Pro Max. Das wäre wohl ein Aufschlag von 10 bis 20 Prozent. Schuld soll die Speicherknappheit sein, ausgelöst durch KI-Rechenzentren. Leaker Sonny Dickson zeigte zuvor SIM-Einschübe in den Farben Silber, Dark Cherry und Sky Blue. Schwarz fehlte. Neu ist vor allem eine mechanische Blende für die Kamera, die sich verstellen lässt: Das soll mehr Kontrolle über Lichteinfall und die Schärfentiefe bringen. Laut Bloomberg bekommt sie das Pro Max, womöglich gar exklusiv. Vorbestellungen dürften laut der Gerüchteküche erst am Samstag, 12. September starten. In der Regel ist es der Freitag. Doch diese Woche fällt der Freitag auf den 25. Jahrestag der Anschläge in New York vom 11. September 2001. Apple verschob den Termin schon 2015 aus demselben Grund.

Apple Watch Series 12 und Ultra 4: Mark Gurman erwartet kein Redesign, dafür einen schnelleren Chip und ein Keramikgehäuse in Weiss und Dunkelgrau. Dazu überarbeitete Hinweise vor Bluthochdruck. Die Ultra soll Karten und Fotos über Satellit übertragen.

Airpods 5: in zwei Varianten mit und ohne Geräuschunterdrückung.

Möglich

Ein neues Apple TV und ein neuer Homepod Mini, beide mit schnellerem Prozessor für den KI-Assistenten Siri. Dazu der lange erwartete Home-Hub: ein quadratischer Bildschirm (ca. sieben Zoll) für Tisch oder Wand. Gurman erwartet das Gerät zwischen Oktober und Anfang 2027. Ein gutes Indiz: Apple baut derzeit die Zubehörwände in seinen Läden um, laut Gurman zu umfangreich für die blosse Modellpflege.

Später

Das reguläre iPhone 18 fehlt offenbar diesen Herbst. Apple verschiebt das Basismodell auf den Frühling 2027 und trennt damit erstmals die Lancierung von Pro- und Einstiegsgeräten. Auch hier liegt der Grund offenbar bei der knappen Verfügbarkeit von Speicherchips. Airpods mit eingebauter Kamera sollen 2027 folgen. Sie sollen Siri AI Bilder der Umgebung liefern. Ein iPad Mini mit OLED-Bildschirm wird bis Ende Oktober erwartet, ein iMac und ein Macbook Pro mit M6-Chip später im Jahr. Das erste Macbook mit Touchscreen kommt laut Gurman frühestens Ende 2026.

Schon da

Bereits Ende August lancierte Apple per Mitteilung neue Desktop-Rechner. Den Mac Mini mit M6-Chip gibt es hierzulande ab 899 Franken. Apple bewirbt ihn als Dauerläufer für KI. Der Rechner kann KI-Modelle lokal betreiben, ohne Cloud, ohne dass Daten das Haus verlassen. Das Einstiegsmodell kommt mit 32 GB Arbeitsspeicher. Grössere KI-Modelle laufen auf dem Mac Studio, ab 5499 Franken, ausgeliefert wird ab dem 22. September. Das KI-Monster mit 256 Gigabyte Arbeitsspeicher gibt es für 10'799 Franken. In der XXL-Version mit 16 TB Speicherplatz für 18'299 Franken.

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