Leserstimmen zum Super-G in Wengen
«Die Meinung heutiger Ski-Stars zählt, nicht die der alten»

Ist der Super-G am Lauberhorn unnötig? Genau diese Meinung vertreten einige Alpin-Experten und Ski-Veteranen. Die neuen Talente halten dagegen. Auch unsere Community nimmt an der Diskussion teil. Es hagelt Kritik auf beiden Seiten.
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Bernhard Russi ist kein Fan von Super-Gs am Lauberhorn.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • Ski-Legenden kritisieren den Super-G am Lauberhorn als «unnötig».
  • 54 Prozent der 2200 Umfrageteilnehmer unterstützen den Super-G in Wengen.
  • Aktuelle Skistars befürworten, ältere Experten kritisieren.
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Alessandro KälinRedaktor Community

Wenn es ums Lauberhorn geht, denken wahrscheinlich die meisten an die rasante Abfahrt. Den wenigsten wird der Super-G, auch Super-Riesenslalom, am selben Ort einfallen. Unter den Ski-Experten gibt es nicht wenige Kritiker, welche den Super-G in Wengen als «unnötig» deklarieren. 

Dazu gehört auch Olympiasieger Bernhard Russi (77). Für ihn hat das Lauberhorn nicht den Charakter eines Super-G-Geländes. Österreichs Hermann Maier (53) stimmt Russi zu. Wegen der schmalen Streckenführung sei ihm der Super-G zu nahe an der Abfahrt dran. Aktive Ski-Stars wie Marco Schwarz (30), Christof Innerhofer (41) und Franjo von Allmen (24) halten jedoch dagegen. Ihnen gefallen die Eigenheiten am Lauberhorn. 

Was denkt die Community zum Super-G?

Doch wie sieht es unsere Leserschaft? Wir haben genauer nachgefragt. Eine Umfrage mit rund 2200 Teilnehmern ergab, dass eine Mehrheit von 54 Prozent den Super-G in Wengen toll findet und ihn gerne verfolgt. 

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Nur 29 Prozent halten die Disziplin für überflüssig, während sich 17 Prozent enthielten. Ähnlich sieht es in der Kommentarspalte aus. Die Skilegenden finden einige Befürworter, erhalten für ihre Meinung aber auch viel Kritik. 

«Die Meinung heutiger Ski-Stars zählt»

Viele in den Kommentaren jubeln über das Lauberhorn. Alejandro Martin gehört dazu: «Die Lauberhornabfahrt ist eine der schwierigsten im Jahr. Die Strecke selbst ist schon eher ein Schlauch, aber das ändert nichts an der Faszination.» Er verstehe, warum die heutigen Ski-Cracks dort einen Super-G befürworten. Auch Hans Meier schreibt: «Den Fahrern gefällt es und die Fans kommen in Scharen. Alles richtig gemacht.»

Einigen Lesern stossen die Kommentare der Alpin-Veteranen negativ auf. Daniel Bill kommentiert: «Zum Glück haben die Ehemaligen nichts mit diesen Entscheidungen zu tun! War zuletzt ein spannender und toller Super-G auf der Lauberhornstrecke.» Rudolf Müller fragt gar: «Ob die Herren Veteranen vom modernen Ski-Rennsport noch eine Ahnung haben?»

Es herrscht die Meinung vor, dass das Wort der aktuellen Fahrer mehr ins Gewicht fällt. Hugo Mathys kommentiert: «Legenden bleiben Legenden. Die Meinung der aktuellen Athleten ist heutzutage relevant.» Auch Linus Sennrich schliesst sich an: «Die Meinung heutiger Ski-Stars zählt, nicht die der Alten!» Doch nicht alle haben harsche Worte für die Ehemaligen. 

«Eine kurvenreiche, verlangsamte Abfahrt»

Einige Leserinnen und Lesern sind auf der Seite der Ski-Legenden. Hans Kuster pflichtet ihnen bei: «Ganz unrecht haben die zwei Herren nicht. Wengen ist für einen Super-G zu schmal. Das Ganze ist eine kurvenreiche, verlangsamte Abfahrt.» User Chris Schefer schliesst sich an: «Russi und Maier haben recht. Wenn man die Kamerafahrt beim Super-G sieht, würde ich klar auf eine Abfahrt tippen.»

Auch Roman Bosshart nimmt die Kritiker in Schutz: «Russi hat zu seiner Zeit tolle Pisten gebaut und Maier war einer der weltbesten Speedfahrer. Die wissen, wovon sie sprechen.» Auch Ryan Kand vertraut auf Russis Einschätzung: «Russi ist Experte. Wenn er meint, die Streckenführung sei für etwas anderes als eine Abfahrt nicht geeignet, ist dies seine Meinung!» 

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