Darum gehts
- Giovanni Franzoni gewinnt den Super-G in Wengen
- Erster Weltcupsieg an jenem Ort, wo er 2023 schwer stürzte
- 2022 holte er als 20-Jähriger seinen ersten Weltcuppunkt im Super-G von Wengen
Der Sieger des sechsten Super-G in der Geschichte der Lauberhornrennen heisst nicht Marco Odermatt (28), Franjo von Allmen (24) oder Vincent Kriechmayr (34) – sondern Giovanni Franzoni (24). Erstmals gewinnt der Italiener ein Weltcuprennen – und das an einem für ihn «speziellen Ort», wie er sagt.
2022 holte der damals 20-Jährige als 30. seinen ersten Weltcuppunkt im Super-G. Ein Jahr später stürzte er im Canadian Corner. Der Crash an sich war nicht sonderlich heftig, allerdings hängte er mit dem linken Bein im Fangnetz ein und zog sich eine schwere Muskelverletzung zu. Und nun gewinnt er am selben Ort sein erstes Weltcuprennen.
«Es ist verrückt. Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Es ist ein Traum», sagt der strahlende Sieger im SRF-Interview. Es sei eine «spezielle Strecke» für ihn, hier zu gewinnen, «ist unglaublich». Zuvor ist Franzoni beim Super-G in Gröden im letzten Dezember erstmals überhaupt auf ein Podest auf höchster Stufe gefahren.
Siegt Franzoni auch in der Abfahrt?
Was damals beim Italiener mitfuhr, war der Tod seines engen Freundes Matteo Franzoso (†25). «Wenn er hier wäre, würde ich ihm sagen, dass er eine fantastische Person ist. Ich werde mein ganzes Leben lang für ihn Skifahren», sagte Franzoni nach seinem 3. Platz in Gröden mit Tränen in den Augen.
Dieser Podestplatz hat ihn seither beflügelt, nun steht er ganz zuoberst. Etwa auch bei der legendären Abfahrt am Samstag? Die beiden Abfahrtstrainings am Dienstag und Donnerstag hat der Mann vom Gardasee als Schnellster absolviert. Er sagt nur: «Mit viel Selbstvertrauen kann viel passieren.»