Beendet
Super G
Wengen
Wengen
1.
Giovanni Franzoni
Giovanni Franzoni1:45.19
2.
Stefan Babinsky
Stefan Babinsky+0.35
3.
Franjo von Allmen
Franjo von Allmen+0.37
Von Allmen erlebt Schrecksekunde nach Minschkante
0:29
Sieg vergeben?Von Allmen erlebt Schrecksekunde nach Minschkante
16.01.2026, 12:55 Uhr
16.01.2026, 14:19 Uhr

Bis morgen!

Für heute soll es das erstmal gewesen sein vom Weltcup in Wengen! Morgen steht dann die berüchtigte Spezialabfahrt am Lauberhorn auf dem Programm. Der Start ist für 12:30 Uhr angesetzt. Bis dann!

16.01.2026, 14:17 Uhr

Fünf Österreicher in den Top 15

Auch beim ÖSV kann man auf ein tolles Mannschaftsresultat schauen. Der zweite Platz von Stefan Babinsky überstrahlt natürlich alles, doch auch Raphael Haaser auf Rang fünf hat toll abgeliefert. Daniel Hemetsberger, Vincent Kriechmayr und Lukas Feurstein auf den Rängen 11-13 runden ein starkes Ergebnis ab. Ein paar Zähler gab es auch noch für Andreas Ploier (17.).

16.01.2026, 14:16 Uhr

Topergebnis für die Schweizer

Für einen Heimsieg hat es bei den Schweizern heute nicht gereicht. Als Team haben die Eidgenossen aber dennoch wieder ihre Stärke bewiesen. Franjo von Allmen hat es als Dritter aufs Podium geschafft und seinen Teamkollegen Marco Odermatt auf den vierten Rang verwiesen. Stefan Rogentin hat das Rennen als dritter Schweizer in den Top Ten auf Platz sieben beendet. Weltcuppunkte gab es auch noch für Alexis Monney (19.), Loic Meillard (22.), Justin Murisier (28.) und Marco Kohler (30.).

16.01.2026, 14:15 Uhr

Nichts zu holen für den DSV

Aua deutscher Sicht war heute nicht viel drin. Simon Jocher konnte nach seinem tollen fünften Platz in Livigno diesmal nicht auftrumpfen, verbucht aber auf Rang 27 immerhin als einziger DSV-Athlet Weltcuppunkte. Romed Baumann und Luis Vogt haben es nicht unter die besten 30 geschafft.

16.01.2026, 14:14 Uhr

Erster Weltcupsieg für Giovanni Franzoni!

Jetzt ist es amtlich! Giovanni Franzoni landet am Lauberhorn den grossen Coup und gewinnt mit Startnummer eins den Super G von Wengen! Der Italiener hat die guten Verhältnisse zu Beginn perfekt ausgenutzt und einen Run hingezaubert, den auch die Topstars nicht mehr überbieten konnten. Stefan Babinsky aus Österreich wird Zweiter, Vorjahressieger Franjo von Allmen landet auf dem dritten Rang vor seinem Landsmann Marco Odermatt.

16.01.2026, 14:07 Uhr

Luis Vogt (GER)

Luis Vogt hat ein paar gute Sektoren dabei, baut aber auch einige üble Patzer ein. Ein sehr unruhiger Ritt endet letztlich leider nur auf Rang 40.

16.01.2026, 14:04 Uhr

Stefan Rieser (AUT)

Stefan Rieser ist heute nicht lange dabei. Nach einem frühen Innenskifehler scheidet der Österreicher schon nach wenigen Sekunden aus.

16.01.2026, 13:57 Uhr

Romed Baumann (GER)

Romed Baumann bangt noch um seine Olympia-Teilnahme und kommt auch heute nicht annähernd an ein Top-15-Ergebnis heran. Über vier Sekunden fehlen dem DSV-Routinier im Ziel.

16.01.2026, 13:54 Uhr

Alessio Miggiano (SUI)

Alessio Miggiano ist erstmals in Wengen dabei und kann nach seinem fünften Platz in Gröden auch heute mit einer ganz direkten Linie und unheimlich angriffslustiger Fahrweise begeistern. Der 23-Jährige checkt auf rang 27 ein.

16.01.2026, 13:54 Uhr

Daniel Danklmaier und Manuel Traninger (AUT)

Daniel Danklmaier ist nach diversen Verletzungen noch immer auf der Suche nach seiner Form. Und wenn ein paar Prozent fehlen, dann ist am Lauberhorn einfach nichts zu holen. Manuel Traninger fährt es dann deutlich mutiger und aggressiver, aber nicht sauber genug und verliert hinten raus noch mächtig Zeit. Beide müssen auf den Rängen 28 und 30 zittern, ob es überhaupt Punkte gibt.

Italiener feiert ersten Sieg
Von Allmen rettet Schweizer Super-G-Podestserie in Wengen

Beim Super-G von Wengen fährt Vorjahressieger Franjo von Allmen als Dritter aufs Podest. Dieses verpasst Marco Odermatt knapp, der Sieg geht an den Italiener Giovanni Franzoni.
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Franjo von Allmen fährt in Wengen als Dritter aufs Podest.
Foto: AP
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Cédric HeebRedaktor Sport

Das Podest

1. Giovanni Franzoni (It) 1:45,19
2. Stefan Babinsky (Ö) +0,35
3. Franjo von Allmen (Sz) +0,37

Das Rennen

Gross waren die Hoffnungen der Schweizer Fans, dass Vorjahressieger Franjo von Allmen oder der Gesamtweltcupführende Marco Odermatt das Lauberhorn-Wochenende mit einem Sieg eröffnen. Zwei Drittel der Blick-Leser glaubten in der Abstimmung vor dem Rennen an einen Triumph von einem der beiden. Doch es kommt anders.

Von Allmen kommt nach der Minschkante zu tief in den Canadian Corner und hat dadurch auf dem Alpweg zu wenig Tempo. Zwar holt er danach über Langentrejen und Hanneggschuss auf, kann den Rückstand aber nicht mehr wettmachen. Direkt hinter dem Berner klassiert sich der Disziplinenführende Odermatt. Dem Nidwaldner gelingt die Einfahrt ins Kernen-S, das sonst kaum einer fährt wie er, nicht optimal, weshalb er mit Rückstand unter dem Brüggli hervorkommt. Diesen hält er danach zwar stabil, aufholen kann aber auch er nicht.

Der Sieg geht an den Italiener Giovanni Franzoni. Der 24-Jährige eröffnet das Rennen und legt eine Zeit hin, an die keiner herankommt. Es ist sein erster Weltcupsieg und der erste eines Italieners am Lauberhorn seit dem Abfahrtstriumph von Christof Innerhofer im Jahr 2013. Zwischen Franzoni und von Allmen reiht sich Stefan Babinsky ein. Der Österreicher fährt erstmals überhaupt auf ein Weltcup-Podest.

Die Schweizer

4. Marco Odermatt +0,53
7. Stefan Rogentin +0,91
19. Alexis Monney +2,30
22. Loïc Meillard +2,61
28. Justin Murisier +2,85
30. Marco Kohler +3,05
31. Alessio Miggiano +3,25

Stefan Rogentin startet stark, fährt die bis dahin schnellste Zeit im ersten Sektor. Danach schrumpft sein Vorsprung aber kontinuierlich, besonders der mittlere Abschnitt gelingt ihm nicht wunschgemäss.

Einen sehr verhaltenen Start legt dagegen Alexis Monney hin. Bei der Anfahrt zum Kernen-S streut der Freiburger sogar einen Tempocheck ein. Und auch sonst ist da nicht der grosse Angriff ersichtlich. In keinem Abschnitt ist er schneller als Franzoni.

Nach seinem tollen 7. Platz in Livigno kommt Loïc Meillard beim Heimrennen gar nicht auf Touren. Seine Startzeit ist die langsamste aller bis dahin gestarteten Athleten, danach wird der Rückstand immer grösser.

Justin Murisier hat sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfahrt des Kernen-S ein tiefes Tempo und handelt sich so einen erheblichen Rückstand ein, der sich bis ins Ziel vergrössert. Im zweitletzten Abschnitt holt er zwar noch ein paar Hundertstel auf Franzoni auf und fährt dort die fünftbeste Sektorzeit.

Schrecksekunde für Marco Kohler: Im Österreicherloch gerät der 28-Jährige sehr tief und fährt bei der Einfahrt zum Ziel-S beinahe ins Netz. Er kann den Crash gerade noch so verhindern. Am Ende holt er sich noch einen Weltcuppunkt. Direkt dahinter klassiert sich Alessio Miggiano, der seine zweite Top-30-Platzierung im Super-G knapp verpasst

Die Stimmen

Franjo Von Allmen: «Dieser Fehler ist unnötig. Man sollte es eigentlich wissen, dass man die Geduld haben muss, damit man die Höhe hat, um das Tempo mitzunehmen. Das sind Millisekunden, die darüber entscheiden, ob man voll draufgeht oder nicht. Im Ziel-S habe ich den Schwung nicht sauber ziehen können. Aber wenn es so bleibt, bin ich happy. Es hätte auch ein Aus sein können.»

Marco Odermatt: «Dieses Mal lag es am Brüggli-S. Ich gewinne dort nicht Zeit, weil ich es einfach fahre, sondern weil ich auch viel riskiere und es oft gut treffe. Heute stand das Tor etwas früher und das verleitet dazu, noch etwas früher reinzugehen. Ich wollte Geduld wahren und warten – und dann habe ich zu lange gewartet. Dann fehlt natürlich die Geschwindigkeit. Man kommt mit 110 km/h und da mag es einen Meter mehr oder weniger nicht leiden. Deshalb ist viel auch Instinkt. Ich bin zufrieden, es ist ein 4. Platz. Es war ein solides Rennen. Vom Grundspeed und ohne Fehler hätte ich vorne dabei sein können, ohne kleine Fehler hätte es zum Podest gereicht. Alles ist im Lot.»

Stefan Rogentin: «In Langentrejen habe ich viel Zeit verloren. Dort hat es mir den Ski in der Mitte einer Kurve weggerissen und das kostet direkt Tempo. Eine mittelmässige Fahrt. Die Piste ist härter als auch schon, darauf musste man sich einstellen. Die Zwischenpassagen waren sonst eher weich, heuer sind sie eher kompakt bis eisig.»

Alexis Monney: «Ich war etwas überrascht ob der Zeit. Es ist voll scheisse. Ich muss mir meine Fahrt noch einmal anschauen und sehen, was ich falsch gemacht habe. Das Gefühl war nicht super, aber auch nicht so schlimm. Manchmal gibts solche Fahrten. Ich werde sie jetzt analysieren, dann schaue ich auf die Abfahrt.»

Das gab zu reden I

Marco Odermatt verpasst seinen 17. Super-G-Sieg. Hätte er gewonnen, wäre er mit Aksel Lund Svindal gleichgezogen und auf dem geteilten zweiten Rang der ewigen Super-G-Siegerliste. Nur die österreichische Legende Hermann Maier hat noch mehr Rennen in dieser Speed-Disziplin gewonnen (24 Siege).

Das gab zu reden II

Franjo von Allmen rettet eine Schweizer Podestserie. In allen vier Wengen-Super-Gs seit 2022 stand mindestens ein Schweizer auf dem Podest. Allerdings: Bislang stand auch immer ein Swiss-Ski-Athlet auf dem ersten oder zweiten Platz – diesmal nicht.

Das gab zu reden III

Für Franzoni ist Wengen ein spezieller Ort – sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. 2022 holte er am Lauberhorn seinen ersten Weltcup-Punkt im Super-G. Ein Jahr später stürzte er im Canadian Corner und zog sich eine schwere Oberschenkelverletzung zu (Video unten). Jetzt, drei Jahre danach, holt er sich im Berner Oberland seinen ersten Weltcupsieg. «Es ist verrückt. Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Es ist ein Traum», sagt er zu seinem Erfolg. «Ich habe versucht, alles zu geniessen – die Fans, die Strecke, die Kulisse.»

Italiens Ski-Talent Franzoni stürzt beim Super-G in Wengen
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Die Bedingungen

Der Wind ist bei den Lauberhornrennen immer wieder ein entscheidender Faktor, vor allem im oberen Streckenteil – nicht so am Freitag. Vor dem Start des Super-Gs ist es praktisch windstill, sonnig und die Temperatur ist knapp im positiven Bereich. Nur ein paar Schleierwölkchen verhindern einen strahlend blauen Himmel. Und die Piste? «Schon ziemlich knackig», beurteilt SRF-Experte und dreifacher Lauberhornsieger Beat Feuz die Unterlage. Von Allmen meint nach der Besichtigung, dass es ein sehr glattes Eis sei und nicht besonders griffig.

So gehts weiter

Am Samstag steht die legendäre Lauberhornabfahrt auf dem Programm. Das Spektakel auf der fast 4,5 Kilometer langen Strecke startet um 12.30 Uhr. Am Sonntag gibts dann den traditionellen Slalom (ab 10 Uhr).

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