Darum gehts
- Noah Okafors Party in Zürich sorgt für Streit und öffentliche Kritik
- Gastronom wirft Okafors Umfeld Drohungen vor, Management weist Vorwürfe zurück
- Leser kritisieren Promi-Bonus und Péclards Umgang mit vertraulichen Informationen
Ein Streit rund um die Geburtstagsfeier von Noah Okafor im Zürcher Restaurant Fischer's Fritz sorgt für Aufsehen. Gastronom Michel Péclard erhebt schwere Vorwürfe gegen das Umfeld des ehemaligen Nati-Spielers. Auslöser soll eine Auseinandersetzung am Nachmittag gewesen sein: Okafors Schwester wollte den für den Abend reservierten Tisch bereits früher dekorieren, was der Geschäftsführer wegen des laufenden Restaurantbetriebs ablehnte. Später sollen fünf Männer aus Okafors Entourage den Geschäftsführer zur Rede gestellt und dabei bedrohlich auf ihn eingewirkt haben.
Okafors Management weist die Darstellung zurück. Der Fussballer selbst habe weder von der Auseinandersetzung zwischen seiner Schwester und dem Geschäftsführer noch von der späteren Konfrontation gewusst. Die Geburtstagsfeier sei als Überraschung für Okafor organisiert worden, weshalb er mit der Planung nichts zu tun gehabt habe.
Promi-Bonus kommt schlecht an
In unserer Leserschaft sorgt der Vorfall für hitzige Diskussionen. Besonders das Auftreten von Okafors Umfeld stösst bei einigen auf Unverständnis. Fritz Kunz bringt es pointiert auf den Punkt: «Erstaunlich, wie manche glauben, dass ein hoher Marktwert automatisch die Kinderstube ersetzt!»
Leser Adrian Landmesser stellt klar, dass Prominenz für ihn keine Sonderbehandlung rechtfertigt. «Respekt und Anstand gelten für alle gleich, unabhängig von Name, Status oder Bekanntheitsgrad. Falls sich die geschilderten Vorfälle tatsächlich so abgespielt haben, geht ein solches Auftreten schlicht gar nicht!», schreibt er.
Ebenfalls deutlich fällt die Kritik von User Corrado Baggieri aus. «Geld macht aus Menschen reiche Menschen, aber Anstand, Benehmen, Respekt, Bodenständigkeit und Charakter kann man auch mit Millionen nicht kaufen. Unabhängig, ob dies auf Okafor oder andere, die sich nicht weniger auffällig im Ausgang benehmen, zutrifft», findet er.
Péclard bekommt auch Gegenwind
Andere Leser sehen die Sache hingegen differenzierter und nehmen Okafor selbst aus der Verantwortung. Bruno Villiger schreibt: «Man kann für oder gegen Okafor sein, aber was sein Umfeld macht, dafür ist Okafor nicht verantwortlich. Und es war ja eine Überraschungsparty für ihn.»
Péclards Umgang mit dem Vorfall wird ebenfalls stark kritisiert. Leser Simon Sämu hält die öffentliche Auseinandersetzung für unnötig und unprofessionell. «Wirft als Profi im Gastgewerbe aus meiner Sicht kein gutes Licht auf ihn, wenn er Vertrauliches über seine Kundschaft ausplaudert», argumentiert er.
Martin Schneiter warnt zudem davor, aufgrund einer einseitigen Darstellung vorschnell über Okafor zu urteilen. «Es ist relativ einfach, nun im Nachhinein eine Person mit einem nicht verifizierten und einseitig dargestellten Vorfall zu bashen.» Das Verhalten von Péclard bezeichnet er als «ziemlich billig».
