Leser zur Preispolitik am WEF
«Halsabschneider! Als ehemaliger Davoser schäme ich mich»

Ein Rindsfilet für 75 Franken? Am WEF steigen die Preise in den Davoser Beizen gerne mal auf solche Unsummen, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Unsere Leserinnen und Leser führen eine zwiegespaltene Diskussion.
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Reporter Sandro Zulian ist für Blick in Davos vor Ort.
Foto: Sandro Zulian

Darum gehts

  • Während des WEF in Davos kosten Essen und Miete extrem viel
  • Leser fordern Boykott und kritisieren hohe Preise als Abzocke
  • Kalbsgeschnetzeltes für 68 Franken, Spaghetti 51 für Franken, Rindsfilet für 75 Franken
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Alessandro KälinRedaktor Community

Wer während des WEF in Davos unterwegs ist, muss besonders tief in die Tasche greifen. Selbst in schlichten Beizen kosten die Gerichte dann mehr als in manchen Edelrestaurants. Blick-Reporter Sandro Zulian ist schockiert über die gepfefferten Preise in einer beliebten Davoser Gastwirtschaft. Kalbsgeschnetzeltes für 68 Franken, Spaghetti für 51 Franken, Rindsfilet für 75 Franken.

Neben den Restaurantpreisen schiessen auch die Mieten in Davos während dem Treffen der Superreichen in die Höhe. Unsere Leserinnen und Leser haben einiges über die exorbitanten Preise zu sagen. 

«Die Wirte in der Schweiz kennen keine Scham»

Viele aus der Leserschaft finden diese Beträge eine Frechheit. Mario Solario ist einer davon. «Das ist doch die reinste Gaunerei!», kommentiert er. Jonathan Bürge ist derselben Meinung: «Alles Halsabschneider. Als ehemaliger Davoser schäme ich mich.»

Mike Lohmann schliesst sich an: «Dass die Wirte in der Schweiz keine Scham kennen, beweisen sie immer wieder aufs Neue.» Walter Fitze appelliert gar an die Justiz: «Das kann nur als Abriss oder Gaunerei bezeichnet werden! Warum der Gesetzgeber da nur zusieht, wo er sonst so sehr auf Gerechtigkeit achtet, ist mir schleierhaft.»

Andere in der Leserschaft rufen sogar zum Boykott auf. Kurt Lerch schlägt vor: «Die Restaurants samt Gebiet einfach meiden. Ist ganz einfach!» Auch René Kübler schreibt: «Man sollte sich die Beizen merken und sie unter dem Jahr umgehen, bis sie hoffentlich bankrott gehen.» Stefan Grueb berichtet von sich selbst: «Ich meide Davos auch abseits des WEF. Ich verurteilte die übersteigerte und krankhafte Preispolitik, die die Leute ergriffen hat.»

«Die Reichen muss man abzocken, wo es nur geht!»

Doch nicht alle in der Leserschaft gehen auf die Barrikaden. Manche sehen in der Davoser Preispolitik kein grosses Ärgernis. Rolf Straub sieht das Problem eher beim Konsumenten: «Jeder, der bei diesen Preisen nach Davos geht, ist doch selber Schuld.» Auch Roland Fehr hebt hervor: «Es muss niemand zwingend dorthin, und es muss auch niemand diese Mahlzeiten bezahlen.»

Oskar Fischer überraschen die hohen Beträge nicht. «Das ist normal für Kongressorte», kommentiert er. «Da muss man ja auch nicht hingehen – während einer solchen Veranstaltung.» Auch Michael Kammerer schreibt: «Das sind eigentlich fast normale Preise in vielen Städten und Tourismusorten.» Zudem hebt Stefan Staub hervor: «Den meisten Teilnehmern am WEF sind solche Preise egal. Sie sind entweder reich, oder es läuft über Spesen.»

Die wenigsten haben Mitleid mit den Superreichen. So Xenia Müller: «Gut so, die Reichen muss man abzocken, wo es nur geht! Es schmerzt die doch sowieso nicht.» Auch Michael Meier sieht es so: «Ich würde die Preise um das Zehnfache erhöhen, die angereisten Superreichen können dies problemlos blechen!» Lucy Mitholf gehört ebenfalls zu den Befürwortern: «Richtig so. Zieht den Reichen das Geld aus der Tasche!»

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