Leser zur Läuseplage
«So was müssen die Eltern eindämmen, nicht die Schulen!»

Eine Mutter in Bern musste bereits 500 Franken für Läuseshampoo ausgeben. An der Schule ihrer Tochter kommt es laufend zu neuen Fällen. Sie fordert mehr aktive Massnahmen von der Schulleitung. Auch in unserer Community wächst die Sorge um Läuseplagen.
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Kinder eines Stadtberner Schulhauses haben alle paar Wochen Läuse.
Foto: KEYSTONE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Schulhaus Matte in Bern kämpft mit einem Läuseproblem
  • Eine Mutter fordert Massnahmen vonseiten der Schule
  • Leserumfrage: 22 Prozent hatten bereits Kontakt mit Parasiten
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Alessandro KälinRedaktor Community

Im Schulhaus Matte in der Stadt Bern kommt es regelmässig zu Läusebefall. Nina Clément* hat genug davon, ihre Tochter mehrmals pro Monat entlausen zu müssen. «Phasenweise hatten allein beim Mittagstisch etwa 30 Kinder Läuse», berichtet sie. Clément fordert härtere und effizientere Massnahmen von der Schule Matte. 

Auch wenn die Schulleitung bereits eng mit dem schulärztlichen Gesundheitsdienst zusammenarbeitet, ist der Handlungsraum begrenzt. Viel mehr als zu kontrollieren und die Eltern zu informieren, können Schulen bei Einzelfällen nicht. Auch unsere Community berichtet von Erfahrungen mit Läusen.

Läusefälle in unserer Community

Eine Leserumfrage mit über 3400 Teilnehmern zeigt: 48 Prozent sind bis jetzt von Läusen auf der Kopfhaut verschont geblieben. Weitere 21 Prozent geben an, dass sie zwar bis jetzt läusefrei geblieben sind, ihre Kinder jedoch nicht. 

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22 Prozent hatten bereits auf dem eigenen Kopf mit den hartnäckigen Parasiten zu kämpfen. Die verbliebenen 8 Prozent sind sich nicht sicher, ob sie schon einmal betroffen waren. In dieser Gruppe steigt bei Fällen wie dem Schulhaus Matte die Nervosität. In den Kommentaren diskutieren unsere Leserinnen und Leser darüber, wer nun in der Verantwortung steht. 

«Mehr Läusetests, Betroffene konsequent nach Hause schicken»

Einige aus der Leserschaft stimmen Clément zu. Lena Imhof ist eine von vielen, die vonseiten der Schule Handlungsbedarf sehen: «Die Schulleitung muss etwas unternehmen. Wenn sich mein Kind dort immer wieder ansteckt, kann ich es jeden Tag neu behandeln.» Für Theo Rist sind härtere Kontrollen der einzig richtige Ansatz: «Es müssten alle Kinder am ersten Schultag nach den Ferien in der Schule untersucht werden.» 

Auch Christian Prager schreibt: «Mehr Läusetests und die Betroffenen konsequent nach Hause schicken.» Beat Lüscher fordert noch drastischere Massnahmen: «Alle befallenen Kinder rigoros in Quarantäne verfrachten. Es kann ja wohl nicht so schwer sein, herauszufinden, von wem die Viecher stammen.» Marc Jenal schlägt vor: «Infizierte Familien sollten zum Schutz der übrigen nur noch per Fernunterricht beschult werden. Vor allem, wenn sie bei der Entlausung nicht mitmachen.»

«Nur wenn alle Haushalte mitmachen, wird man die Viecher los»

Eine Mehrheit sieht das Problem hingegen bei den Erziehungsberechtigten. Ruth Maeder kommentiert etwa: «Mehr als kontrollieren und informieren liegt bei Schulen auch nicht drin. Oder sollen sie zu allen heim und beim Entlausen zusehen?» Arnold Sommerhalder fügt an: «Wenn nur bei einem Kind zu Hause nicht entlaust wird, geht das ewig so. Da sind die Eltern zuständig.» So auch Tina Baumann: «Nur wenn alle Haushalte mitmachen, wird man diese Viecher wieder los.»

Heiri Meier setzt jedoch wenig Hoffnung in die Elternschaft: «Viele sind schon mit einem Kind ohne Läuse überfordert. Dann ist es auch nicht erstaunlich, wenn sie für die Behandlung zu Hause nicht die notwendige Zeit investieren.» Tanja Berger kritisiert ebenso: «Jetzt ist der Staat schuld, weil ihr euch nicht um die Haare eurer Kinder kümmert? So was müssen die Eltern eindämmen, nicht die Schulen!»

* Name geändert  

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