Darum gehts
- 10-Millionen-Gegnerschaft gewinnt laut GFS-Umfrage an Boden
- 52 Prozent lehnen Initiative ab, Abstimmung am 14. Juni offen
- 45 Prozent unterstützen Initiative, unentschlossene Reststimmen entscheidend
Noch ist die 10-Millionen-Initiative nicht in trockenen Tüchern. Eine GFS-Trendumfrage zeigt, dass aktuell 52 Prozent der Stimmberechtigten der SVP einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Demgegenüber halten 45 Prozent weiter an dem Vorhaben fest. Der Rest ist momentan noch unentschlossen. Ein ähnliches Bild zeichnet eine Umfrage von Tamedia.
In beiden Umfragen hat die Gegnerschaft zugelegt. Doch noch stehen die Waagschalen nicht still. Der Ausgang der Abstimmung am 14. Juni bleibt offen. Die Tendenz der beiden Umfragen tritt in unserer Community eine lebhafte Diskussion los. Beide Seiten melden sich zu Wort.
«Nur mit einem Ja ändert sich etwas!»
Bei Leserin Lara Dünki lösen die Umfrageergebnisse Besorgnis aus: «Ich kann und will den Umfragen nicht glauben. Sind nicht alle betroffen von der Überbevölkerung? Das Ja müsste bei 100 Prozent sein.» Claudia Demarmels schliesst sich an: «Ich hoffe weiter, dass die Menschen in der Schweiz Ja stimmen. So geht es nicht weiter.»
Roman Seiler warnt: «Nur mit einem Ja ändert sich etwas. Wird die Initiative abgelehnt, nimmt die Wohnungsnot weiter zu.» Auch Andrea Müller warnt: «Mehr Menschen brauchen mehr Infrastruktur und beanspruchen mehr Fachkräfte. Ein ständiges Wachstum bringt keinesfalls mehr Lebensqualität.»
Thomas Kraus blickt aus einer anderen Perspektive auf die Umfragewerte: «Auch wenn die Initiative nicht durchkommt, ein Ja-Anteil von 45 Prozent wäre dennoch ein Signal, die Zuwanderung zu verlangsamen.» Marius Suter stimmt zu: «Man sollte sich auch bei einem Nein weiter mit der Problematik befassen. Aktuell werden die Sorgen und Ängste von vielen in der Bevölkerung einfach ignoriert!»
Gegenstimmen warnen vor Initiative
Doch auch die Initiativgegner sind in den Kommentaren zahlreich. Chris Hoss stimmen die aktuellen Umfragen positiv: «Die Leute merken langsam, dass diese Initiative nur Schaden anrichten wird.»
Thomas Niederer kritisiert die Initianten stark: «Eine SVP müsste nur einmal nach einer pragmatischen Lösung suchen, mit der auch andere leben könnten. Aber nein, sie schwingen lieber den Holzhammer und stellen radikale Forderungen.» Roberto Rastalos stimmt zu: «Diese Initiative löst kein einziges Problem, sondern schafft nur neue.»
Paul Meyer hält weiterhin den Atem an: «Wäre extrem wichtig, dass dieser Hammer an uns vorbeigeht. Wenn ein Bevölkerungsdeckel ein erfolgversprechendes Konzept wäre, wäre das schon längst anderswo umgesetzt worden.»
Leser rufen zum Handeln auf
In einer Sache sind sich beide Seiten einig: Zahlreiche Leserinnen und Leser rufen das Stimmvolk zum Handeln auf. Anton Meier appelliert: «Egal, was ihr stimmen wollt, geht abstimmen. Nur die Faust im Sack machen, ohne ein Wahlcouvert einzulegen, nützt nichts.»
Und auch Peter Graf schreibt klar: «Die Schweiz muss den Mut haben, die eigenen Geschicke wieder in die Hand zu nehmen.»