Darum gehts
- Lukas Baumer und Sabrina Perren kämpfen wochenlang mit Internetproblemen
- Von 1'600 Befragten hatten 32 Prozent nie Probleme mit Billiganbietern
- 16 Prozent haben andauernd Probleme
Lukas Baumer (34) und Sabrina Perren (32) reissen sich wegen ihres neuen Internetanschlusses die Haare aus. Was eigentlich simpel sein sollte, wird durch ständiges Hin und Her zwischen altem Anbieter Yallo und neuem Anbieter Wingo zur Tortur.
Ein Problem mit der Leitung sorgt dafür, dass das Paar sich über Wochen hinweg mit den Helplines der Anbieter abkämpfen muss, bis das Internet schliesslich endlich funktioniert. Unsere Leserinnen und Leser teilen ihre eigenen Erfahrungen mit billigen Telekommunikationsanbietern.
Billigabo vs. Komfort
Eine Leserumfrage zeigt, dass die Mehrheit von 46 Prozent durch ein Abonnement bei einem teureren Anbieter allfälligen Telekomproblemen aus dem Weg geht. Die Devise ist: lieber mehr bezahlen, damit alles läuft. Von den insgesamt 1600 Teilnehmern hatten 32 Prozent trotz Abo bei Billiganbietern noch nie Probleme.
Demgegenüber hatten 16 Prozent schon reichlich Scherereien mit ihren preisgünstigen Anbietern. So auch die verbliebenen 6 Prozent, diese sind aber wegen der erschwinglichen Preise bereit, technische Störungen in Kauf zu nehmen. Auch in den Kommentaren sind die Erfahrungen divers.
«Billig ist nicht immer günstig, wenn es die Nerven strapaziert»
Viele Leserinnen und Leser berichten von Pannen bei Wingo und Yallo. Simon Scheidegger erzählt: «Über drei Monate auf die Aktivierung meines Glasfaseranschlusses bei Yallo gewartet – begleitet von schlechtem Service, keiner klaren Kommunikation und leeren Versprechungen.» Heinz Rohrer berichtet ebenso: «Bei Wingo habe ich ein Internet-Abo bestellt. Nach mittlerweile 13 Anrufen beim sogenannten Support habe ich aufgegeben.»
Rudolf Wymann kritisiert: «Günstig ist eben doch nicht das Gleiche wie billig, nicht wahr?» Michael Kammerer stimmt zu: «Billig surfen, aber Premium erwarten. Das geht selten auf.» Deswegen empfiehlt Hendric Wyss: «Ab zu Swisscom und schon funktioniert es. Billig ist nicht immer günstig, wenn es die Nerven strapaziert.» Franco Membrini schreibt ebenso: «Ich bin bei Sunrise zufrieden. Für das zusätzliche Geld wird mir dann auch geholfen, wenn ich ein Problem habe.»
«Man kann auch mit dem teuersten Anbieter Probleme haben»
Andere Leserinnen und Leser berichten genau das Gegenteil. Fritz Giger erzählt von seinem Wechsel von Swisscom zu Wingo: «Ich zahle jetzt für die gleichen Leistungen nur noch rund ein Drittel im Vergleich zu den Kosten von Swisscom. Zugegeben, es fällt der Kundendienst im Swisscom-Shop weg. Aber ich bin total zufrieden.» Auch Claudine Schneeberger schreibt: «Habe zu Yallo gewechselt und alles läuft super.» Marcel Baumann ergänzt: «Wingo kann ich empfehlen. Von allen anderen würde ich die Finger weglassen.»
Heinz Zürcher hebt zudem hervor: «Man kann auch mit dem teuersten Anbieter Probleme haben.» So berichtet auch Jasmin Meier: «Swisscom ist ebenso eine Zumutung. Man kann froh sein, wenn alles so läuft, wie es muss. Bei Problemen braucht man auch hier extrem viel Nerven.» Auch Daniel Meier kritisiert: «Schlimmer als bei Sunrise geht es nicht. Habe in etwa dasselbe erlebt wie dieses Paar.»