Videos zeigen Mega-Blechlawine vor Gotthard
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20 Kilometer Stau am Samstag:Videos zeigen Mega-Blechlawine vor Gotthard

Leser zu Stau-Chaos
«Eine Maut ist schon lange überfällig»

Kilometerlange Blechkolonnen vor dem Gotthard sorgten am Wochenende erneut für Frust. Lösungen gegen Stau sind gefragt. In der Blick-Community findet vor allem die Idee einer Maut Anklang.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wochenend-Stauchaos vor Gotthard und Alternativrouten, Maut als Lösung diskutiert
  • 52 Prozent der 3769 Befragten befürworten Strassenmaut zur Verkehrslenkung
  • 20 Prozent wollen Infrastruktur ausbauen, 10 Prozent mehr Bahnverkehr
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Eva KunzSenior Community Editorin

Am Wochenende haben sich erneut lange Blechkolonnen vor den Schweizer Portalen gen Süden gebildet. Dabei staut es vor Ferien- oder Feiertagsbeginn längst nicht nur vor dem Gotthardtunnel. Immer mehr Ausweichrouten, etwa über Chur, sind von Mehrverkehr belastet. Stau ist das Verkehrsthema der Stunde. Wie lässt sich das Problem entschärfen?

Von besserer Verkehrslenkung und einer gezielteren Verteilung der Reisezeiten bis hin zu einer stärkeren Verlagerung auf die Bahn oder weiteren Massnahmen gegen die Verkehrsspitzen stehen einige Lösungen im Raum.

Maut ist Favorit der Community

Auch die Blick-Community diskutiert rege über mögliche Lösungen. Wir haben die gängigsten Ansätze mit unseren Leserinnen und Lesern gespiegelt. Dabei kristallisierte sich eine Idee als klarer Favorit heraus.

Von den insgesamt 3769 Teilnehmenden spricht sich eine Mehrheit von 52 Prozent für eine Maut aus. Also für eine Gebühr, die Autofahrer für die Nutzung bestimmter Strassen, Tunnel oder Brücken bezahlen müssen.

Auf Platz zwei der Favoriten gegen das Stau-Chaos landet ein Ausbau der Infrastruktur: 20 Prozent der Community sehen darin die beste Lösung. Weitere 10 Prozent würden mehr Verkehr auf die Bahn verlagern. Gar nichts ändern wollen immerhin 8 Prozent. Für sie gehört Stau zu Spitzenzeiten, etwa zum Ferienbeginn, schlicht dazu.

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Analog zu den Umfrageergebnissen ist in der Kommentarspalte eine regelrechte Debatte aus Für- und Gegenstimmen zum Thema Maut entstanden. «Eine Maut ist schon lange überfällig, und das in allen Tunneln und Pässen an den Hauptstrecken», kommentiert etwa Manuel Martin. Klare Worte findet auch Beat Tschannen: «Es braucht eine Alpen-Maut für die Schweizer Transitachsen Nord–Süd! Aber so schnell wie möglich und nicht noch zuwarten und beobachten.»

«Wer die Infrastruktur nutzt, soll sich daran beteiligen»

«Die Maut ist die Lösung», findet auch Claudia Bösch. Sie schlägt vor, verschiedene Optionen anzubieten – etwa für Fahrten über den Gotthard- oder San-Bernardino-Tunnel oder ohne diese Alpenquerungen. Personen mit ständigem Wohnsitz in der Schweiz sollen dabei eine Reduktion erhalten.

Trotz grundsätzlicher Skepsis gegenüber neuen Abgaben spricht sich auch Leser Ra Lo für eine Gotthard- und San-Bernardino-Maut aus: Eine verursachergerechte Gebühr könne zur Verkehrslenkung beitragen und die hohen Infrastrukturkosten mitfinanzieren. «Wer diese Infrastruktur nutzt, sollte sich angemessen an ihrer Finanzierung beteiligen», findet er. Die Einnahmen müssten aber zweckgebunden bleiben und transparent in den Strassenfonds fliessen.

«Man braucht keine Mautstelle am Gotthard»

Weit skeptischer äussern sich andere Leserinnen und Leser. Sie bezweifeln, ob eine Maut tatsächlich die beste Lösung wäre. «Man braucht keine Mautstelle am Gotthard», schreibt Rodolfo Carlin. Er schlägt stattdessen vor, die Vignette um 50 bis 60 Franken zu erhöhen und gleichzeitig die Strassenverkehrssteuer entsprechend zu senken.

Auch Roul Irmscher bleibt skeptisch, ob eine Maut die Staulage wirklich verbessern würde: «Selbst wenn für ausländische Fahrzeuge eine Maut von 100 Franken oder mehr erhoben wird ... die Touristen wird es nicht abhalten.» Und Kaspar Zogg sieht zwar Potenzial in einer Maut, glaubt aber nicht an deren Einführung: «Für eine Transit-Maut bräuchten wir Politiker mit Rückgrat. Deshalb wird das wohl nichts.»


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