Leser zu KI-Waagen
«Ich sehe schon die Schlangen an den Waagen»

Die neue KI-Waage bei Lidl soll das Abwiegen von Gemüse und Früchten einfacher machen. Unsere Umfrage zeigt: Die Mehrheit ist offen für die Technik. In der Kommentarspalte überwiegt jedoch die Skepsis.
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Discounter Lidl in Bremgarten: In diesem Supermarkt stehen beispielsweise die neuen Superwaagen.
Foto: Philippe Rossier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lidl testet KI-Waagen in 30 Schweizer Filialen für Gemüseerkennung
  • Technik erkennt viele Produkte, scheitert aber an Bio- und Fairtrade-Waren
  • 54 % der Befragten befürworten die Waage, Kritik wegen Zeitaufwand bleibt
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Eva KunzSenior Community Editorin

Mühsames Nummernmerken ist bei Lidl Geschichte. Diesen Job übernimmt nun eine KI-Waage: Sie erkennt Rüebli, Lauch, Äpfel und Co. automatisch. Kundinnen und Kunden müssen das Gemüse nur noch auf die Waage legen, den richtigen Vorschlag auswählen und das Etikett aufkleben.

Die Technik ist bereits in rund 30 Schweizer Lidl-Filialen im Einsatz. Und es sollen deutlich mehr werden: Lidl rüstet seine insgesamt rund 200 Filialen mit den neuen Superwaagen aus. Pro Woche kommen derzeit etwa zehn Standorte dazu.

Doch wie gut erkennt die künstliche Intelligenz tatsächlich, was auf der Waage liegt? Blick hats getestet. Viele Produkte wurden problemlos erkannt. Bei manchen Verpackungen kommt die KI jedoch an ihre Grenzen.

Umfrage positiv, Kommentare skeptisch

Was hält die Community von der smarten Waage? Unsere Umfrage fällt positiv aus: Für 54 Prozent ist die KI-Waage eine praktische Erleichterung.

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Michael Ronner sieht in KI-Waagen vor allem einen Vorteil: «Zeitersparnis». Auch Christian Merckx steht der neuen Technik grundsätzlich positiv gegenüber: «Solange es eine manuelle Korrekturfunktion gibt, finde ich das eine gute Sache.»

Viele Kommentare fallen allerdings kritischer aus, als das Umfrageergebnis erahnen lässt. Manche Leserinnen und Leser fragen sich, wo der konkrete Mehrwert liegt. Daniela Hufschmid findet die bisherige Methode mit dem Eintippen der jeweiligen Nummer «viel einfacher und vor allem viel schneller». Detlef Ullemann kommentiert ähnlich: «Ich sehe schon die Schlangen an den Waagen. Eine Nummer eingeben für das eindeutige Produkt geht doch zehnmal schneller.» Das Ganze stuft er überdies als «sinnfrei und gefährlich» ein. «Hauptsache, es muss alles getestet werden. Ob es besser oder schlechter ist, wird nicht mehr untersucht.»

«Nummer merken ist immerhin noch leichtes Gehirntraining»

Auch das Argument des Gedächtnistrainings taucht mehrfach auf. «Die Nummer merken ist immerhin noch leichtes Gehirntraining», meint Rolf Guggenbühl. Andere kritisieren darüber hinaus den zunehmenden Einsatz von KI. Mark Richard findet, die Menschen würden durch solche technischen Hilfsmittel «immer fauler und bequemer».

Wiederum andere sehen die Entwicklung gelassener und verweisen darauf, dass ähnliche Lösungen längst im Einsatz sind. Auch andere zeitsparende Methoden werden in der Kommentarspalte genannt. Georg Huber etwa schreibt: «Bei Aldi muss man gar nichts machen, ausser die Ware aufs Kassenband zu legen.»

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