Leser zu Kaffeerähmli-Verbot
«Das Einzige, was die EU kann: Regulieren und verbieten!»

Die EU will Ketchup-Sachets und Kaffeerähmli an den Kragen. Eine neue Verordnung verbietet kleine Einwegverpackungen aus Plastik in der Gastronomie. Viele unserer Leserinnen und Leser sprechen sich gegen ein vergleichbares Verbot in der Schweiz aus.
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Jahrelang waren die kleinen Ketchup-Sachets bei den Ami-Fastfood-Riesen gratis. Heute kosten sie bei McDonald's 30 Rappen.
Foto: imago/Stefan M Prager

Darum gehts

  • EU verbietet ab 2030 Einwegverpackungen in Restaurants, Schweiz zieht vorerst nicht nach
  • Umfrage: 71 Prozent der 4'700 Befragten halten das Verbot für überzogen
  • 23 Prozent unterstützen die Regelung, 6 Prozent sind gleichgültig
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die EU nimmt Plastikprodukte in die Mangel. Ab 2030 sollen kleine Einwegverpackungen wie Ketchup- und Mayo-Sachets oder auch Kaffeerähmli in Gastrobetrieben abgeschafft werden. Stattdessen will man wieder auf nachfüllbare Spender setzen. 

Genauer dürfen Restaurants in der EU keine Einwegverpackungen aus Kunststoff mehr anbieten, wenn diese nur eine einzelne Portion enthalten. Die Verordnung ist einzig für den Konsum vor Ort vorgesehen. Aktuell hat die Schweiz keine Pläne, mit der neuen EU-Regelung mitzuziehen. Das freut viele unserer Leserinnen und Leser, denn: Die meisten stellen sich klar dagegen. 

So steht unsere Community zur EU-Verordnung

Eine Blick-Umfrage mit über 4700 Teilnehmenden zeigt, dass eine Mehrheit von 71 Prozent das Verpackungsverbot der EU als vollkommen übertrieben wahrnimmt. 

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Dementgegen stehen 23 Prozent, die die Regelung sinnvoll finden, vor allem in Bezug auf die Umwelt. Die übrigen 6 Prozent zeigen sich gleichgültig. 

«Eine weitere schwachsinnige EU-Verordnung»

Die Gegenwehr in der Kommentarspalte ist gross. Von Leserinnen und Lesern wie Peter Tanner bekommt die EU heftige Kritik zu hören. Tanner schreibt: «Eine weitere schwachsinnige EU-Verordnung, die nichts bringt.» Georg Blaser schliesst sich an: «Absolut blödsinnig. Weshalb immer dieser Mist mit diesen unsinnigen Verordnungen? Das geht doch so was von am Leben der Menschen vorbei.» Auch Thomas Lutz beschwert sich: «Das ist das Einzige, was die EU kann. Regulieren und verbieten!»

Für viele ist vor allem die geplante Rückkehr zu nachfüllbaren Spendern ein Problem. So schreibt Hans Baumann: «Aus Hygienegründen hat man vor Jahrzehnten die Kaffeerahmkännchen in den Restaurants abgeschafft und dafür das Plastik eingeführt. Nun kippt die EU die Hygiene wieder? Finde den Fehler.» Auch Carlo Marx merkt an: «Das freut die Bakterien. Hygiene ist bei solchen Nachfüllbehältern oft ein Fremdwort.»

Samuel Abel macht sich bei den neuen Vorschriften Gedanken um Lebensmittelverschwendung: «Wenn man den Kaffeerahm offen serviert, wird das zu mehr Food-Waste führen.» Ungebrauchte Sachets und Rähmli könne man wiederverwenden, offene und abgefüllte Packungen und abgefüllte müssten immer entsorgt werden.

«Sehr gut, die EU macht sinnvolle Dinge»

Auf der anderen Seite gibt es auch Leserinnen und Leser, die das Verbot von Einwegverpackungen befürworten. Remy Isenwald zählt dazu: «Finde ich sehr gut. Tut ja schliesslich niemandem weh.» Auch Mathias Kasdorf kommentiert: «Sehr gut, die EU macht sinnvolle Dinge.» Er fragt zudem: «Was macht die Schweiz?»

Beat Oberholzer kritisiert die Gegner der Verordnung: «Endlich mal sinnvoll. Wer sich davor graut, eine Ketchupflasche anzufassen, sollte seinen Arzt aufsuchen und nicht auf Einzelverpackungen schwören.» Auch Michael Kolb witzelt: «Denjenigen, die aus Prinzip ablehnen, empfehle ich dieses Jahr freiwilliges Einsammeln von Plastikmüll an der Meeresküste, anstelle des Luxusurlaubs.»

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