Komiker Mateo Gudenrath versteht das Zürcher Sicherheitskonzept nicht
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Mit dem Messer ins Flugzeug?Komiker versteht das Zürcher Sicherheitskonzept nicht

Leser zu Flughafen-Sackmessern
«Da wird die Sicherheit mit Füssen getreten»

Wie sicher ist der Flughafen Zürich? Das fragt sich Komiker Mateo Gudenrath, als er nach der Sicherheitskontrolle Sackmesser zum Kauf sieht. Für ihn klar eine Sicherheitslücke. Das hat unsere Leserschaft dazu zu sagen.
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Wundert sich über das Sicherheitskonzept am Flughafen Zürich: Komiker Mateo Gudenrath.
Foto: SRF/Gian Vaitl

Darum gehts

  • Nach der Sicherheitskontrolle in Zürich verkaufen Läden weiterhin Sackmesser
  • Klingen unter 6 cm sind im Handgepäck erlaubt, dennoch Kritik
  • Umfrage: 56 Prozent der 3'800 Befragten sehen Sackmesser als Sicherheitsrisiko
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Alessandro KälinRedaktor Community

Kann jedem passieren: An der Flughafenkontrolle hat man aus Versehen noch ein Sackmesser im Handgepäck und muss dieses prompt abgeben. Wer dann aber nach der Kontrolle an den Läden vorbeiläuft, kommt ins Stutzen. Denn: Dort werden Sackmesser verkauft. 

Komiker Mateo Gudenrath wundert sich ebenfalls bei seinem letzten Besuch am Flughafen Zürich. Auch er fragt sich, warum nach der Sicherheitskontrolle Sackmesser verkauft werden dürfen. Er stellt die Situation prompt ins Internet und entfacht eine hitzige Diskussion. 

Einige verweisen auf der offiziellen Website des Flughafens Zürich: Klingen mit einer Länge unter 6 Zentimetern sind im Handgepäck erlaubt. Alles darüber muss ins aufgegebene Gepäck. Viele sehen darin trotzdem einen Widerspruch, auch in unserer Leserschaft. Wir haben nachgefragt. 

Sicherheitsrisiko oder harmlos?

Eine Blick-Umfrage mit über 3800 Teilnehmenden zeigt ein gespaltenes Bild: 56 Prozent sehen in den nach der Flughafenkontrolle verkauften Sackmessern ein Sicherheitsrisiko.

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Demgegenüber halten 36 Prozent die Kaufmöglichkeit für unproblematisch, während 8 Prozent unentschlossen sind oder der Frage keine grosse Bedeutung beimessen. In der Kommentarspalte herrscht eine ähnliche Uneinigkeit. Die Mehrheit ist jedoch klarer Meinung: Die bestehende Regelung ist unsinnig. 

«Da wird die Sicherheit mit Füssen getreten»

Viele Leserinnen und Leser berichten von ähnlichen Erfahrungen. So etwa Urs Gautschi: «Bei der Sicherheitskontrolle musste ich mein vergessenes Sackmesser wegwerfen. Okay, aber danach hätte ich es im Souvenir-Shop wieder kaufen und in die Kabine mitnehmen können.» Das sei vollkommen widersprüchlich. Richard Mändli teilt diese Beobachtung: «Ist mir schon vor längerer Zeit aufgefallen, diese Logik muss man verstehen. Da wird die Sicherheit mit Füssen getreten.»

Die Vorgaben des Flughafen Zürich sorgt auch bei Felix Egli für Kopfschütteln. Er fragt: «Was kann ich mit einem 5,9 Zentimeter Messer tun, was mit 6,1 Zentimetern möglich ist?» Noch deutlicher wird Elisabeth Mccord, die sarkastisch anmerkt: «Ich bin wahnsinnig froh, dass man mit einem Sackmesser mit 6 Zentimeter Klinge niemanden verletzen kann. Wer solchen Unsinn anordnet, muss ein echter Komiker sein.»

Tobias Grütter geht noch weiter: «Die Vorschrift an und für sich ist lächerlich. Es dürfte überhaupt keine scharfen Gegenstände an Bord geben. Bitte konsequenterweise auch nicht als Bordbesteck.»

«Die absolute Sicherheit gibt es nie»

Andere können die Aufregung nicht nachvollziehen. Frank Meister schreibt: «Definitiv keine Riesenkontroverse. Jedes Bordbesteck besteht aus Messern mit Klingen von knapp 6 Zentimetern. Die absolute Sicherheit gibt es nie.» 

Sergio Cantoni schliesst sich an: «Man kann mit einem Bleistift schon fast mehr Schaden anrichten als mit jeglichen Gegenständen, die an der Kontrolle beschlagnahmt werden!» 

Auch Chris Fischer hebt hervor: «Nach dem Security-Check kann ich in diversen Gastrobetrieben essen. Und das mit Messer und Gabel, die ich einfach einstecken könnte. Also, was soll der Aufschrei?»


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