Darum gehts
- Gondelunglück am Titlis: Frau stirbt nach Absturz bei starkem Wind
- Der Unfall passierte laut Titlisbahnen während Sicherung der Gondeln
- Leser kritisieren Sicherheitsstandards, andere behalten Vertrauen in Schweizer Seilbahnen
Das tragische Seilbahn-Unglück am Titlis bei Engelberg hat viele Menschen tief bewegt. Am Mittwoch stürzte eine Gondel während eines Sicherungsvorgangs bei starkem Wind ab, eine 61-jährige Frau verlor dabei ihr Leben. Der Unfall hat nicht nur Mitgefühl ausgelöst, sondern bei vielen Menschen auch Ängste geweckt. Plötzlich wird aus alltäglicher Routine eine Frage: Kann man sich in einer Gondel überhaupt noch sicher fühlen?
Verunsicherung in der Community
Die Tragödie wirkt nach – das spiegelt sich auch in den Reaktionen unserer Leserschaft wider. Viele Leserinnen und Leser berichten, dass der Vorfall ihr Sicherheitsgefühl in Bergbahnen beeinträchtigt hat. So schreibt Roland Huber: «Ich werde mir überlegen, ob ich überhaupt noch einmal in eine Gondel steige!»
Für Leser Antoine Rochat verstärkt der Unfall seine ohnehin schon bestehende Vorsicht gegenüber Bergbahnfahrten. «Ich bin vorher nie Seilbahn gefahren. Jetzt werde ich es erst recht nicht tun. Die Qualitätssicherung sowie Verantwortung hat schwer nachgelassen auf fast jedem Gebiet und in der ganzen Schweiz als Land», betont er.
Auch Thomas Schöpf macht sich Sorgen um die generelle Sicherheit: «Offenbar werden in der Schweiz Kontrollen nicht mehr ordnungsgemäss, sondern lediglich oberflächlich durchgeführt. Da frage ich mich, ob ich in der Schweiz überhaupt noch eine Bergbahn betreten soll.»
Andere Stimmen setzen auf Vertrauen
Doch viele Leserinnen und Leser sehen die Situation differenzierter und lassen sich durch den tragischen Unfall nicht verunsichern. Für sie steht nach wie vor das Vertrauen in die Sicherheitsstandards der Seilbahnen im Vordergrund. So schreibt Heinz Sutter: «Es ist traurig, was passiert ist. Aber es kann überall etwas passieren. Angst habe ich keine. Wir fahren morgen beim Familienausflug mit der Gondel dem Eigerexpress nach oben. Ich habe absolutes Vertrauen.»
Leser Simon Nellen zeigt sich ebenfalls gelassen. «Ich vertraue der Technologie!», kommentiert er. Es sei deutlich sicherer, eine Gondel zu benutzen, als sich im öffentlichen Verkehr zu bewegen. «Die Wahrscheinlichkeit ist massiv höher, auf dem Weg zur Piste zu verunfallen als auf einer solchen Gondel. Wenn man sieht, wie viele Skilifte in Betrieb sind und wie viele Gäste diese durchlaufen, ist die Zahl der Unfälle, gerade in der Schweiz, minimal.»
Userin Julia Weber Zulauf berichtet gar: «Ich war heute wie viele andere Einheimische auf dem Titlis Xpress!» Ein mulmiges Gefühl habe sie dabei nicht verspürt. Im Gegenteil: «Ich bin so froh, lassen sich die Mitarbeitenden nicht unterkriegen.» Für sie ist die Reaktion des Personals ein wichtiger Faktor, der Vertrauen schafft.