Darum gehts
- Globetrotter: 25 % weniger USA-Buchungen
- Blick-Umfrage: 90 % planen keine USA-Reise 2026
- Gründe: Einreiseprobleme, Überwachung, schlechte Erfahrungen
Die USA verlieren als Reiseziel für viele Schweizerinnen und Schweizer an Bedeutung. Das zeigen nicht nur aktuelle Buchungszahlen aus der Branche, sondern auch die Reaktionen unserer Leserinnen und Leser. Während der Reiseveranstalter Globetrotter im vergangenen Jahr rund 25 Prozent weniger USA-Buchungen verkaufte, berichten viele in den Kommentaren von ihren persönlichen Einschätzungen – zwischen bewusster Zurückhaltung und klarer Verteidigung des Reiselandes.
Eine Blick-Umfrage mit über 3500 Teilnehmern zeigt deutlich: 90 Prozent verzichten in diesem Jahr auf eine Reise in die USA. Lediglich 7 Prozent planen dort Ferien, während 3 Prozent noch unsicher sind.
«Meine Verwandten werde ich nicht besuchen!»
Für viele Leser steht fest, dass die USA als Reiseziel für sie endgültig abgehakt sind. Christian Meyer bringt es auf den Punkt: «USA ist für mich für allezeit gestrichen. Bin nur ein kleiner Fisch, aber ein Zeichen sollte jeder setzen! Ich gebe nun das Geld mehr in der Schweiz für Freizeit und Ferien aus. So einfach geht das!»
Peter Klein teilt diese Haltung und fügt hinzu, dass es für ihn dabei nicht nur um ein Zeichen geht.«Vielmehr ist es auch eine unterschwellige Angst, in eine Kontrolle des ICE zu geraten, und trotz gültiger Ausweispapiere ausgewiesen zu werden.» Leider komme das immer wieder vor. «Beruflich stehen die USA deshalb nicht mehr auf meiner Reiseroute und meine Verwandten werde ich auch vorläufig nicht besuchen!»
Karin Fischer sieht das ähnlich kritisch: «Dieses Land hat sich selbst ins Aus geschossen. Die Sicherheitskontrollen, willkürlichen Ablehnungen bei der Einreise und das Gefühl, ständig überwacht zu werden, machen die USA für mich zu einem Ort, an dem man sich nicht mehr willkommen fühlt. Wer da noch hinreist, ist absolut realitätsfern und ignorant.»
Ein Gegenwind: Bekenntnisse von USA-Fans
Demgegenüber melden sich auch Leserinnen und Leser zu Wort, die dem Reiseziel USA nach wie vor positiv gegenüberstehen. Daniel Dill etwa teilt eine ganz andere Erfahrung: «Meine Freundin und ich sind Schweizer und befinden uns aktuell in Florida in den Ferien. Wir geniessen das Land hier sehr! Freundliches Personal, super Service in den Restaurants und ein autofreundliches Land mit genug Spuren und Parkplätzen. Dank Präsident Trump zahlen wir aktuell umgerechnet rund Fr. 0.57 für einen Liter Benzin.» Seine Devise: «Anstatt Neid, Leben und leben lassen!»
Leandra Gasser bestätigt diesen Blickwinkel: «Ich reise in die Länder die mir gefallen, die faszinierend sind und mich begeistern und nicht nach Sympathie zu den Präsidenten.» Auch User Mike Hugi zeigt sich unbeeindruckt: «Hab gerade zwei Reisen für dieses Jahr gebucht!»
Mark Müller setzt ebenfalls weiterhin auf USA-Reisen. Zu den Einreisebestimmungen sagt er: «Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, gibt es keinerlei Schwierigkeiten. Und wenn das Handy nicht voll mit verbotenen Inhalten ist und man die Beamten beim Einreisen nicht blöd anmacht, wird es sicher keine Probleme geben.»