Darum gehts
- Autoindustrie schreibt 73 Milliarden Dollar wegen E-Auto-Investitionen ab
- Kunden kritisieren hohe Preise, mangelhafte Ladeinfrastruktur und kurze Batterielebensdauer
- Befürworter zeigen sich weiterhin optimistisch gegenüber E-Autos
Die Autoindustrie hat eine Identitätskrise. Jüngst mussten General Motors, Ford, Stellantis, Honda und Porsche zusammen 73 Milliarden Dollar wegen Investitionen in Elektroautos abschreiben. Nachteile wie fehlende Lademöglichkeiten und die Lebensdauer von Batterien machen Stromer für viele Kunden unattraktiv.
Da das Interesse der Kunden stagniert, legen immer mehr Hersteller wieder einen Fokus auf Altbewährtes. Soll man zum Verbrenner zurückkehren oder weiter aufs Elektropferd setzen? Unsere Leserinnen und Leser argumentieren auf beiden Seiten.
«Aktuell führen wir die Autoindustrie in den Ruin»
In den Kommentaren wird die Skepsis gegenüber der E-Mobilität spürbar. Hans Morgenthaler beanstandet: «Hört mal auf zu behaupten, die Ladeinfrastruktur in der Schweiz sei verbessert worden oder überhaupt alltagstauglich! Wir sind nirgends damit!» Marco Castellano stimmt zu: «Die E-Autos sind schlicht überteuert, gepaart mit dem Nachteil des Ladens. Nein, so kann es nicht funktionieren.»
Viele machen die Politik für die aktuelle Situation verantwortlich. Walter Grätzer schreibt: «Mit dem übertriebenen Klimaschutz wird die ganze Wirtschaft gefährdet. Von einem vernünftigen Wachstum sind wir weit entfernt.» So auch Dave Allemann: «Die ideologische Politik hat die Autoindustrie an die Wand gefahren!»
Thom Walter hebt zudem hervor: «Der Strom könnte jederzeit auch knapp werden oder ausfallen. Überhastet von Sprit auf Strom zu wechseln, ist keine gute Taktik.» Für Salvatore Volante ist klar: «Wer E-Mobilität wirklich zum Erfolg bringen will, muss einen langfristigen Plan haben. Aktuell führen wir die Autoindustrie in den Ruin.»
«Der Schweizer wartet wie immer ab»
Trotzdem lassen sich auch viele in der Leserschaft finden, die weiterhin zugunsten eines möglichst schnellen Wechsels auf Elektroautos argumentieren. Beat Züger blickt in andere Länder: «Dass der schnelle Umstieg auf E-Autos möglich wäre, zeigt etwa Norwegen. Man muss es einfach wollen.»
Christoph Grossmann kritisiert wiederum die Autoindustrie: «Der notwendige Abschreiber zeigt, dass die Hersteller komplett veraltet, innovationsarm, langsam und unentschlossen sind.» Mathias Schäfer warnt: «Der Schweizer wartet wie immer ab. Was früher funktioniert hat, ist heute ein Riesenfehler! Dieser Fehler wird uns viele weitere Milliarden kosten.»
Martin Müller ist überzeugt: «Die Iran-Krise wird sicher Verlagerungseffekte Richtung Elektromobilität bringen. Der Markt wird es letztendlich regeln.»