Darum gehts
- Der Bund investiert 830'000 Franken in Kühe mit weniger Methanausstoss
- Projekt könnte Methanemissionen der Milchviehhaltung um 20 Prozent senken
- 64 Schweizer Betriebe messen derzeit den Methanausstoss ihrer Kühe
Der Bund will das Klima mit Kühen retten. Die Regierung investiert 830'000 Franken in ein neues Projekt, das Kühe mit tieferem Methanausstoss züchten will. Die zahlreichen Rinder in der Schweiz stossen durch Fürze und Rülpser enorm viel Methan aus, was besonders das Klima belastet. Voraussichtlich soll die Milchviehhaltung ihre Emissionen durch das Zuchtprojekt um ganze 20 Prozent verringern können.
Aktuell messen 64 Schweizer Betriebe für das Projekt den Methanausstoss ihrer Kühe. Das Bundesamt für Landwirtschaft sieht im Projekt eine enorme Chance. Unsere Leserinnen und Leser teilen diesen Enthusiasmus jedoch nicht. Für viele klingt die Idee von weniger furzenden Kühen nicht nur unsinnig, sondern auch nach Geldverschwendung.
«Diese Idee stinkt zum Himmel»
Während einige aus der Leserschaft das Projekt belächeln, sind manche gar aufgebracht. So schreibt etwa Roger Widmer: «So langsam drehen wir komplett durch! Jetzt sind schon die Kühe schuld am Klimawandel? Unglaublich!» Dora Häusermann teilt ihre Fassungslosigkeit: «Die Menschen haben den gesunden Menschenverstand verloren, diese Idee ist nicht normal!» Sanda Galander kommentiert nur: «Diese Idee stinkt zum Himmel.»
Andere äussern ethische Bedenken gegenüber dem Projekt. Albi Wyss befürchtet: «Wieder mischt sich der Mensch in die Natur ein.» So auch Josef Schuler, der entschieden schreibt: «Jetzt reicht es langsam! Wenn die Menschen glauben, die Natur zu überlisten, dann rächt sich die Natur in Zukunft umso stärker.»
«Der schlimmste Klimasünder ist und bleibt der Mensch»
Für so manche Leserinnen und Leser ist nicht die Kuh, sondern der Mensch der eindeutige Übeltäter. Erwin Burren ist einer von ihnen: «Der schlimmste Klimasünder ist und bleibt der Mensch, und das in jeder Hinsicht. Tiere sind Teil der Natur.» Wilhelm Hess fragt sich ebenfalls, warum wir nicht bei uns selbst anfangen: «Der Mensch will doch immer alles zerstören, nicht die Kuh.»
Susanne Schneider sieht nur eine Lösung für geringeren Methanausstoss durch Viehtiere: «Wie wäre es, kein Fleisch mehr zu essen und keine Milch mehr zu trinken? Besser als an den Kühen herumzudoktern!»
«Der Bund sucht nach Wegen, Methan zu reduzieren, ohne die Produktionsmenge ernsthaft zu hinterfragen», hebt auch Andreas Hofer hervor. Für ihn ist die Rechnung einfach: «Weniger Rinder gleich weniger Methan. Wer Klimaziele ernst meint, darf die Grundmenge nicht ausklammern.» Alles andere sei Symptombekämpfung.