VA Toni Fritsche erstes Windrad Appenzell
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Bauer Toni Fritsche trotzt fehlender Bewilligung:«Ich höre nur Gutes über das Windrad»

Leser zu illegalem Windrad
«Wo kämen wir hin, wenn alle bauen würden, wie sie wollen?»

Bauer Toni Fritsche hat das erste Windrad in Appenzell Innerrhoden in Betrieb genommen. Dies allerdings ohne gültige Bewilligung. Konsequenzen von den Behörden sind bisher ausgeblieben. In unserer Community sorgt das autarke Bauprojekt jedoch bereits für Diskussionen.
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Toni Fritsche vor seinem Windrad.
Foto: Sandro Zulian

Darum gehts

  • Bauer Toni Fritsche betreibt in Innerrhoden illegal ein Windrad
  • Die Behörden könnten den Rückbau des 30-Meter-Rads anordnen
  • Die Community führt eine Debatte zum Klimanutzen und Rechtsbruch
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Alessandro KälinRedaktor Community

Anton «Toni» Fritsche (65) legt sich mit den Behörden im Kanton Appenzell Innerrhoden an. Der Bauer hat es sich zum Ziel gemacht, so autark und unabhängig wie möglich zu leben. Neben minimalen Ausgaben und Besitztümern setzt er auf die eigenständige Energieproduktion. Zusätzlich zu Solaranlagen auf dem Dach und einer Biogasanlage im Keller hat er seinen Hof kürzlich mit einem Windrad ergänzt. Das einzige Problem: Für die Windanlage fehlt eine Genehmigung.

Die fehlende Bewilligung könnte dem Innerrhoder Bauer zum Verhängnis werden. Schlimmstenfalls muss Fritsche sein Windrad wieder abreissen, erklärt Markus Manser von der Bauverwaltung Inneres Land in Appenzell Innerrhoden. Dann «ordnet die zuständige Behörde die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an». Fritsche ist guter Dinge, dass die Anlage im Nachhinein noch abgesegnet wird. Im schlimmsten Fall würde er Unterschriften sammeln. Das 30 Meter hohe Windrad spaltet derweil unsere Community.

«Wenn wir ihn als Vorbild nehmen, schaffen wir die Klimaziele»

Viele Leserinnen und Leser bestärken Fritsche in seinem Handeln. Othmar Derwey lobt etwa: «Der Mann redet nicht nur, er setzt seine Vorhaben auch um! Dieser Bauer hat Rückgrat und verdient Respekt.» Reto Tobler relativiert: «Vielleicht nicht der richtige Weg, aber wegen des Behördenwahnsinns fehlen uns leider definitiv Windräder in der Schweiz.» Mathias Kasdorf lobt ebenso: «Wenn wir ihn als Vorbild nehmen, schaffen wir die Klimaziele vielleicht doch noch.» Dominik Bamert schreibt klar: «Jedes Windrad hilft der Umwelt, also lasst die Bürokratie weg. Wer eins auf seinem Land bauen will, soll dies auch dürfen.»

Auch Walter Meier spricht in hohen Tönen von Fritsche: «Dieser Pionier hat das gut gemacht. Die Anlage stört niemanden und tut niemandem weh. Meiner Meinung nach braucht es in diesem Fall Nachahmer und keine Bünzlis.» Hans Siegenthaler kommentiert: «Ich hoffe wirklich sehr für ihn, dass er sich mit den Behörden nicht verkalkuliert hat.»

«Die Regeln gibt es aus gutem Grund»

Allerdings verschaffen sich in den Kommentaren auch viele Kritiker Gehör. Herbert Wüst ist einer von ihnen: «Seine Lebensart in allen Ehren. Aber es weiss doch jedes Kind, dass es für alle Bauprojekte eine Bewilligung braucht. Im schlimmsten Fall muss er das Teil mit enormem Zusatzaufwand wieder abbauen.» Manu Rehmann sieht es genauso: «Wo kämen wir hin, wenn alle bauen, wie sie wollen? So was geht einfach nicht.»

Marco Pfiffner ist aufgebracht: «Ich kämpfe drei Monate um die Bewilligung eines kleinen Dachfensters und er baut ohne Absprache einen 30-Meter-Turm? Wenn der damit davonkommt, reiche ich nie mehr einen Antrag ein.» Sepp Staub rügt: «Wieder einer der glaubt, Gesetze gelten für alle, nur für ihn nicht. Ich fordere den sofortigen Rückbau des Windrades!»

Dominik Rieder fragt sarkastisch: «Es braucht nun also keine Bewilligungen mehr? Dann machen jetzt bald alle, was sie wollen. Das gibt sicherlich keine Probleme.» Ozy Steiner bläst ins selbe Horn: «Was würden manche wohl sagen, wenn ihnen jemand so ein Ding vor dem Schlafzimmerfenster aufstellen würde? Die Regeln gibt es aus gutem Grund.»

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