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Kurt Schryber aus Cham ist 8. Schweizer Schieber-Meister:«Heute hat einfach alles zusammen gepasst»

Frischgekürter Schieber-Meister Kurt Schryber aus Cham ZG:
«Der Pokal erhält einen Ehrenplatz auf meiner Bar»

Heimspiel für den neuen Schweizer Schieber-Meister: Kurt Schryber aus Cham ZG schnappt sich die Jass-Krone. Die bekommt einen Ehrenplatz in seiner Stube. Das Kartenglück nicht auf ihrer Seite hatten die beiden Promi-Jasser Bernhard Russi und Dominik Gasser.
Jasmin Gruber und Ivo Tuchschmid
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Foto: Thomas Meier

So sieht ein glücklicher – und überraschter – Sieger aus! Kurt Schryber (68) aus Cham ZG hält stolz den Pokal in die Luft und strahlt übers ganze Gesicht. «Ich habe zum ersten Mal an einem öffentlichen Jassturnier mitgemacht und hätte mir nie erträumen lassen, zu gewinnen», sagt der ehemalige Treuhänder.

Die Top 4 des grossen Schieber-Showdowns: Paul Menzi, Thomas Füllemann, Kurt Schryber und Bruno Bächi.
Foto: Thomas Meier

Seine Gegner am Finaltisch: Paul Menzi (71) aus Horgen ZH, Thomas Füllemann (46) aus Thürnen BL und Bruno Bächi (57) aus Wallisellen ZH. «Ich hatte am Finaltisch viel Kartenglück und den ganzen Tag über gute Partnerinnen und Partner. Es hat einfach alles gepasst», gibt sich der frischgebackene Schieber-Meister bescheiden. Der Pokal erhält einen Ehrenplatz in seinem Wohnzimmer. «Ich werde ihn mitten auf meine Bar stellen, damit ihn auch jeder gleich sieht, wenn man mich besucht.»

Unter ferner liefen: Schwinger Dominik Gasser und Ski-Legende Bernhard Russi hatten kein Kartenglück.
Foto: Thomas Meier

Promi-Jasser hatten kein Kartenglück

Noch nie war der Andrang auf die Schweizer Schieber-Meisterschaft so gross wie dieses Jahr. 26'133 Jasserinnen und Jasser haben versucht, sich auf jass.ch für den Finaltag im Theater Casino Zug zu qualifizieren. Die 100 besten traten gestern zum grossen Schieber-Showdown an. Auch mit von der Partie waren die beiden Promi-Jasser Bernhard Russi (76) und Dominik Gasser (24).

Doch für die zwei lief es nicht gerade rosig. «Mein Ziel war die Top 10, nun muss ich mich mit dem 67. Platz zufriedengeben», sagt Ex-Skirennfahrer Russi enttäuscht. Noch schlechter erging es Gasser. «Ich bin sehr gut in das Turnier gestartet, lag zwischenzeitlich sogar auf dem 22. Platz. Aber nach dem Mittagessen ging es nur noch bergab», so der Schwinger. «Grosse Fehler habe ich nicht gemacht. Das Kartenglück lag definitiv nicht auf meiner Seite.»

Mit Taxi und Pokal nach Hause

Das hatte Kurt Schryber für sich gepachtet. Das Jassen liegt bei ihm in der Familie im Blut. «Meine Eltern und Grosseltern haben es mir bereits als kleiner Bub beigebracht», sagt Schryber. «Heute jasse ich oft mit Kollegen. Ich hoffe, sie haben nun keine Angst vor mir. Jetzt, wo ich mich Schweizer Meister nennen darf», sagt der sympathische Rentner, der den wahrscheinlich kürzesten Heimweg von allen Finalteilnehmenden hat. «Trotzdem gehe ich nicht zu Fuss nach Cham, sondern bestelle mir ein Taxi», sagt Schryber und lacht. «Schliesslich muss der Pokal auch sicher nach Hause auf meine Bar kommen.»

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

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