Das Geschäft mit der ewigen Jugend wirkt sich auch auf unser Essverhalten aus. Personalisierte Ernährung heisst das Zauberwort. Doch was steckt wirklich dahinter? «Personalisierte Ernährung bedeutet eine individuell auf die Person, ihre Bedürfnisse und ihre persönlichen Anforderungen abgestimmte Ernährungsplanung», erklärt Benjamin Signer, Ernährungsberater und Gründer von betteryou.
Den aktuellen Markt sieht er zwiegespalten: «Auf der einen Seite gibt es seriöse, wissenschaftlich fundierte Diagnostik, auf der anderen Seite werden Selbsttests für verhältnismässig wenig Geld im Internet verkauft, die kaum validierte Aussagen liefern.»
Warum fallen so viele Menschen auf diese Marketingmaschinerie herein? Signer sieht den Hauptgrund in einer massiven Orientierungslosigkeit. «Viele, die zu uns in die Ernährungsberatung kommen, sind überfordert und sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. KI-Recherchen und die Flut an Social-Media-Content verunsichern oft mehr, als sie nützen.»
Hinzu kommt, dass reine Messergebnisse ohne Expertenwissen nur bedingt aussagekräftig sind. Selbsttests für zu Hause versprechen, den Stoffwechsel, Nährstoffbedarf oder Unverträglichkeiten anhand von Blut-, Speichel- oder Haarproben zu analysieren. «Selbst wenn es ein validierter Test ist: Das Testresultat alleine verändert noch kein Verhalten», betont Signer. «Es braucht eine kompetente Auswertung und Beratung dahinter, die auch alltagstauglich und umsetzbar ist.»
Überwachungswahn durch ständiges Monitoring
Besonders kritisch sieht der Ernährungsberater schwammige DNA-Analysen für zu Hause. «Die genetische Prädisposition erklärt oft nur einen kleinen Teil des individuellen Stoffwechsels. Auch dort gibt es viele Anbieter, die mehr versprechen, als die Studienlage effektiv hergibt», erklärt Signer. Um eine saubere Ernährungsplanung aufzugleisen, brauche es solche Heimtests im ersten Schritt gar nicht. Viel wichtiger sei es, die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Stoffwechsels und des Herz-Kreislauf-Systems zu messen.
Benjamin Signer ist Mitgründer und Geschäftsführer der betteryou GmbH mit Standorten in Bern, St. Gallen und Zürich. Er ist studierter Ernährungsberater und hat sich auf Präventions- und Sporternährung spezialisiert. Bei betteryou verbindet er wissenschaftliche Diagnostik – etwa Spiroergometrie, Bioimpedanzanalyse und Kaliper-Messungen – mit individueller Beratung, um Ernährungsempfehlungen direkt aus den Messwerten der jeweiligen Person abzuleiten.
Benjamin Signer ist Mitgründer und Geschäftsführer der betteryou GmbH mit Standorten in Bern, St. Gallen und Zürich. Er ist studierter Ernährungsberater und hat sich auf Präventions- und Sporternährung spezialisiert. Bei betteryou verbindet er wissenschaftliche Diagnostik – etwa Spiroergometrie, Bioimpedanzanalyse und Kaliper-Messungen – mit individueller Beratung, um Ernährungsempfehlungen direkt aus den Messwerten der jeweiligen Person abzuleiten.
Auch kontinuierliche Blutzuckermessungen (CGM) an Gesunden, ein Riesentrend in der Szene, betrachtet Signer differenziert. Zwar liefere diese Methode im Vergleich zu DNA-Tests deutlich fundiertere Daten, doch der Hype berge eine psychologische Gefahr. «Das ist auch ein bisschen der Fluch unserer Zeit, dass man heutzutage extrem viel monitoren kann.» Wer sich zu stark auf die Daten versteife, laufe Gefahr, in einen ungesunden Kontrollwahn zu geraten.
Erst die Basis, dann die Kapsel
Ähnlich verhält es sich bei der Flut an Nahrungsergänzungsmitteln. Der Konsum von Supplements wie Kollagen, Berberin oder Ashwagandha nimmt drastisch zu. «Das ist für viele der einfachste Weg, um vermeintlich etwas für die eigene Gesundheit zu tun», so Signer. «Man kann noch so viele Tabletten konsumieren. Wenn die Basisernährung nicht stimmt, schützt das nicht vor Mangelerscheinungen.»
Sein Rat? Nur gezielt ergänzen. «Ein Supplement, das wirklich sinnvoll sein kann, ist Vitamin D. Das ist aber vor allem saisonal bedingt, weil wir in der Schweiz im Winter nicht so sonnenexponiert sind», sagt Signer. «Bei Verdacht auf einen Mikronährstoffengpass empfiehlt sich eine gezielte Blutuntersuchung in einem akkreditierten Labor. So kann eine allfällige Supplementierung gezielt und bedarfsgerecht erfolgen, anstatt auf Verdacht zu supplementieren.»
Nicht nur bei der Ernährung kommt es auf den richtigen Treibstoff an. Wer voller Energie durchs Leben geht, verlangt diesen dynamischen Antrieb auch auf der Strasse. Der neue Toyota C-HR+ ist der perfekte Begleiter für diesen Lifestyle. Mit seinen ausdrucksstarken Linien und seinem emotionalen Design ist er ein Statement für Ästhetik, die nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch im echten Leben begeistert. Das Interieur im Lounge-Stil ist so gestaltet, dass du dich voll und ganz auf den Moment konzentrieren kannst. Die Kombination aus Coupé-Optik und sportlicher Dynamik macht jede Fahrt zu einem bewussten Erlebnis für die Sinne. Als vollelektrisches Fahrzeug mit über 600 Kilometern Reichweite lässt er dich entspannt und zuverlässig neue Wege gehen und bietet smarte Praktikabilität für den Alltag.
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Gefährliche Illusion beim Fasten
Auch beim Thema Longevity sieht der Experte Klärungsbedarf. Der Begriff Langlebigkeit sei zum Trendwort verkommen. «Die relevante Frage ist nicht, ob du 90 oder 100 Jahre alt wirst, sondern ob du mit 70 noch Treppen steigen, klar denken und selbstständig leben kannst», sagt Signer.
Wer etwa radikal fastet, um die Zellalterung zu bremsen, kann seinem Körper langfristig schaden. Fasten drossle nämlich nicht nur Alterungsprozesse, sondern auch wichtige Funktionen für die Leistungsfähigkeit. «Kurzfristig kaschiert der Körper das über Stresshormone, um dich am Laufen zu halten. Mittel- und langfristig zehrt dich das aber hinterrücks aus.» Die Folgen? Unter anderem weniger Energie, Konzentrationsstörungen und Heisshunger.
Einfache Formel für den Alltag
Doch wie findet man sich im Dschungel aus Marketingtrends und Supermarktregalen noch zurecht? Vor allem vom aktuellen Hype um «High Protein»-Produkte sollte man sich nicht blenden lassen. «Fett und Kohlenhydrate werden häufig unnötig negativ dargestellt, während Protein derzeit als vermeintlich besonders wertvoller Nährstoff inszeniert wird», sagt Signer. «Dabei ist eine ausreichende Proteinzufuhr zwar wichtig, aber mehr Protein ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, den individuellen Bedarf zu kennen und die gesamte Ernährung ausgewogen zu gestalten.»
Bei aller Diskussion um Trends, Tests und Supplements gerät eine Erkenntnis leicht in Vergessenheit: «Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, dass die Ernährung den individuellen Bedarf abdeckt und überwiegend aus möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln besteht», sagt Signer. «Wer diese Grundlagen im Alltag konsequent umsetzt, hat bereits sehr viel für die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit getan.»
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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