Zurück zu den Wurzeln
Lotus wirft die Elektro-Pläne über Bord

E-Autos brachten Lotus kein Glück. Laut dem CEO bieten die Stromer zu wenig Fahrspass. Nun setzt der britische Traditionshersteller wieder auf Verbrenner und Hybride.
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Mit dem Lotus Esprit (1976 bis 2004) schufen die Briten ein legendäres Auto.
Foto: Lotus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lotus stoppt reine Elektrostrategie, kehrt zur Verbrenner- und Hybridtechnologie zurück
  • CEO Feng Qingfeng nennt unzureichende Marktdurchdringung von E-Autos als Grund
  • V8-Hybrid-Supersportwagen geplant für 2028, inspiriert vom Lotus Esprit
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Gabriel KnupferRedaktor News

Kehrtwende bei Lotus: Der legendäre Sportwagenbauer gibt den Plan auf, zur reinen Elektromarke zu werden. Die britische Tochter des chinesischen Geely-Konzerns bringt stattdessen neue Verbrenner und Hybride. Zurück zu den Wurzeln!

CEO Feng Qingfeng (53) räumt ein, dass man den Verbrenner zu früh beerdigen wollte. «Wir dachten, E-Autos könnten die Zukunft sein. Deshalb haben wir schnell und entschlossen gehandelt», sagte er gemäss «Automotive News Europe». «Aber die Marktdurchdringung war nicht so gut wie erwartet.»

«Fahrspass und Unterhaltung»

Besonders bei den Sportwagen hätten es Stromer schwer, so Feng. «Menschen, die Performance-Fahrzeuge kaufen, suchen Fahrspass und Unterhaltung.» So empfänden viele Kunden die unmittelbare und gleichmässige Kraftentfaltung von E-Autos sogar als Nachteil.

Lotus entwickelt jetzt einen V8-Hybrid-Supersportwagen für 2028. Dieser soll in der Tradition des Esprit (1976 bis 2004) stehen, dem Lotus-Klassiker schlechthin. Für den Emira gibt es zudem einen V6-Hybriden als Nachfolger – statt der ursprünglich geplanten reinen E-Variante.

Negativbeispiel Jaguar

Mit den Elektrozielen stand Lotus nicht alleine da. Nach der Pandemie und im Zuge des damals geplanten Verbrenner-Verbots ab 2035 in der EU setzten verschiedene Hersteller ganz auf Stromer.

  • Den radikalsten Kurswechsel versuchte Jaguar. Der britische Traditionshersteller wollte nicht nur vollelektrisch, sondern eine Modemarke wie Hermès oder Gucci werden. Dafür stoppte Jaguar die Produktion aller alten Modelle. Doch das neue Auto ist bis heute nicht auf dem Markt, und der Niedergang der einst stolzen Marke hat sich noch beschleunigt.

Wie Porsche und Lamborghini

Inzwischen schlägt das Pendel in die andere Richtung. Das Verbot von Verbrenner-Neuzulassungen in der EU ist vom Tisch. Stattdessen sollen Hersteller im Flottenschnitt 90 Prozent weniger CO₂ ausstossen.

Bereits letzten Herbst warf Porsche seine Elektroziele über Bord. Beliebte Verbrenner sollen noch weit bis in die 2030er-Jahre hergestellt werden. Im Februar zog dann Lamborghini dem Lanzador den Stecker. Dieser hätte 2028 der erste E-Bolide des Herstellers werden sollen. Nun wird er als Hybrid gebaut.

Und Ferrari stellte zwar im Mai das erste E-Auto vor. Doch während beim Luce vor allem das Aussehen für Hohn und Spott sorgte, stellte CEO Benedetto Vigna (57) klar, dass der Stromer keine Abkehr vom Verbrenner bedeute. Ferrari werde auf absehbare Zeit dreigleisig fahren und Verbrenner, Hybride und E-Autos bauen. Ein ganz ähnlicher Weg wie Rivale Lotus.

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