Velopumpen im Vergleichstest
Moderne Biker pumpen elektrisch

Pünktlich zum Saisonstart hat der TCS 14 unterschiedliche Velopumpen getestet – von der einfachen Hand- über die komfortable Elektropumpe bis zur CO2-Kartusche. Dabei zeigt sich: Es gibt grosse Unterschiede bei Komfort, Gewicht, Preis und Handhabung.
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Ein Plattfuss am Velo – jetzt muss gepumpt werden. Doch welche Pumpe für unterwegs ist geeignet?
Foto: ZVG.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der TCS testete 14 Velopumpen – Sieger: die elektrische Cycplus AS2 Pro für 77.90 Franken
  • Manuelle Pumpen sind günstiger und leichter, erfordern aber mehr Zeit und Kraft
  • CO2-Kartuschen sind schnell, leicht, jedoch nur einmal verwendbar
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Raoul SchwinnenRedaktor Auto & Mobilität

Ganz ehrlich, als Schönwetter-Freizeit-Biker kann ich mich nicht erinnern, wann ich letztmals auf einer Velotour unterwegs einen Pneu pumpen musste. Denn meist prüfe ich vor dem Start den Luftdruck – und pumpe die Reifen wenn nötig noch zu Hause. Oder ich bringe das Rad nach einem kapitalen Reifendefekt (bei dem das Pumpen unterwegs auch nichts mehr hilft) direkt zum Mechaniker, und lasse einen neuen Pneu aufziehen.

Natürlich gibt es auch die engagierteren und handwerklich geschickteren Biker, die sich nicht scheuen (oder je nach Situation gezwungen sind), einen defekten Schlauch unterwegs selbst zu reparieren oder wechseln. Und für die eine mitgeführte Handpumpe zur Pflichtausrüstung gehört, um den geflickten oder neuen Schlauch wieder aufzupumpen.

Gab es zu meiner Jugendzeit hauptsächlich direkt am Fahrradrahmen befestigte und zusammen mit dem Velo verkaufte Notpumpen mit kurzem Schläuchchen, um unterwegs einen platten Reifen manuell wieder mit Luft zu versorgen, sieht das inzwischen anders aus.

Heute kauft man eine Pumpe für unterwegs im Zubehörhandel und es gibt drei unterschiedliche Systeme. Die bekannte manuelle Velopumpe, die simpel durch Muskelkraft bedient wird. Dann die elektrische Pumpe mit kleinem Kompressor, die bequemer in der Handhabung ist, deren Akku aber die Anzahl Pumpvorgänge einschränkt. Und schliesslich die ultraleichten CO2-Kartuschen, die sich allerdings im Pannenfall nur genau einmal verwenden lassen.

Die elektrischen Pumpen

Der TCS hat jetzt zum Start der Velosaison 14 unterschiedliche Velopumpen aller drei Systeme untersucht und kommt bei seinem Vergleichstest zum Schluss, dass, wer es gerne bequem und unkompliziert mag, am besten auf eine elektrische Pumpe setzt. Besonders überzeugen können da die beiden Modelle Cycplus AS2 Pro und Muc-Off AirMach Electric Mini. Die Cycplus wiegt 161 Gramm, kostet 77.90 Franken und punktet mit ihrer kompakten Bauweise sowie einer sehr präzisen Druckanzeige. Kritik gibts einzig für das laute Pumpgeräusch. Sie erreicht deshalb die höchste Gesamtbewertung und wurde vom TCS zum Testsieger gekürt. Auch die Muc-Off AirMach ist gemäss den Testern sehr empfehlenswert, mit nur 155 Gramm noch etwas leichter, mit 124.95 Franken aber das teuerste Produkt im Test. Dafür wird sie auch noch mit Adaptern für Bälle und Luftmatratzen geliefert, ist aber im Betrieb ebenfalls ziemlich laut. 

Die günstigen Pumpen

Natürlich gibt es weiterhin auch die sehr kompakten manuellen Pumpen. Sie schneiden alle insgesamt gut ab und überzeugen vor allem durch ihr geringes Gewicht, ihre Unabhängigkeit vom Strom und durch ihre attraktiven Preise. Die Lezyne Pocket Drive erzielte in der Kategorie der muskelbetriebenen Handpumpen das beste Testresultat. Sie kostet 24.30 Franken, ist hochwertig verarbeitet und verfügt über einen flexiblen Schlauch. Einzige Kritik: Der Knopf zum Druckablassen ist sehr klein geraten. Auch die Airbone ZT-702 konnte im Test überzeugen. Sie ist mit 62 Gramm die leichteste Pumpe und kostet nur 14.90 Franken. Sie eigne sich besonders für minimalistische Ausrüstung, urteilen die TCS-Tester, benötige jedoch bei grossvolumigen Reifen deutlich mehr Zeit und Kraft.

Die schnellen Pumpen

Die mit Abstand schnellsten und ausgezeichnet transportierbaren Reifenpannenhelfer sind die sogenannten CO2-Kartuschensysteme. Sie bringen platte Pneus innerhalb weniger Sekunden wieder in Form. Grosser Nachteil: Jede Kartusche lässt sich nur einmal verwenden und es fehlt meist ein Manometer für den Luftdruck. Von diesem System im Test besonders überzeugt haben die Lezyne Control Drive für 23.70 Franken, die sich insbesondere auch für schlauchlose Tubeless-Reifen eignet. Aber auch die Luft CO2 Power für 19 Franken und der Giyo Micro CO2-Adapter für günstige 9.90 Franken schneiden im Test sehr gut ab.

Unterschiedliche Ventiltypen

Velo- und Bikereifen sind hauptsächlich mit den folgenden vier unterschiedlichen Ventiltypen ausgerüstet.

  • Presta: das klassische Veloventil. Zum Pumpen muss der Ventilkopf gelöst werden.
  • Schrader: Das sogenannte «Auto-Ventil» wird vor allem bei (eher günstigen) Velos und häufig bei Kindervelos verwendet.
  • Dunlop: Einige ältere Velos sind mit dieser Ventilart ausgestattet. Eine für Presta-Ventile ausgelegte Pumpe kann auch für Dunlop-Ventile genutzt werden.
  • Click-Valve: Ein neues System von Schwalbe. Dieses soll mittelfristig zum neuen Standard werden, benötigt aber eine neue Pumpe oder im Minimum einen neuen Pumpkopf.

Velo- und Bikereifen sind hauptsächlich mit den folgenden vier unterschiedlichen Ventiltypen ausgerüstet.

  • Presta: das klassische Veloventil. Zum Pumpen muss der Ventilkopf gelöst werden.
  • Schrader: Das sogenannte «Auto-Ventil» wird vor allem bei (eher günstigen) Velos und häufig bei Kindervelos verwendet.
  • Dunlop: Einige ältere Velos sind mit dieser Ventilart ausgestattet. Eine für Presta-Ventile ausgelegte Pumpe kann auch für Dunlop-Ventile genutzt werden.
  • Click-Valve: Ein neues System von Schwalbe. Dieses soll mittelfristig zum neuen Standard werden, benötigt aber eine neue Pumpe oder im Minimum einen neuen Pumpkopf.

Der TCS-Velopumpentest zeigt, dass die Wahl der passenden Velopumpe stark vom persönlichen Einsatz abhängt. Wer maximale Unabhängigkeit wünscht, ist mit einer herkömmlichen manuellen Pumpe gut beraten. Wer unterwegs möglichst schnell eine Reifenpanne beheben und dafür nur minimales Gewicht mitschleppen will, wählt die CO2-Kartusche. Und wers gerne komfortabel und bequem mag, wählt eine kompakte Elektropumpe.

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