Darum gehts
- Rote Velostreifen markieren potenzielle Gefahrenstellen
- Rechtlich gesehen ändert sich mit der Einfärbung nichts
- Rote Beläge verbessern die Führung und verdeutlichen den Veloweg
Haben Velostreifen für Autos und Radfahrer eine andere Bedeutung, wenn sie rot eingefärbt sind?
W. Baumann, per Mail
Rot eingefärbte Abschnitte von Radstreifen haben im Vergleich zu «normalen» Velostreifen keinerlei besondere Bedeutung. Der Bund ermöglicht die Roteinfärbung dort, wo «eine erhöhte Gefahr besteht, dass der motorisierte Verkehr beim Queren des Radstreifens das Vortrittsrecht der Radfahrerinnen und Radfahrer missachtet». Die rote Farbe markiert also Konfliktbereiche und soll die Aufmerksamkeit von Autofahrenden auf Velos lenken.
Auch wenn der Bund die Roteinfärbung auf Velostreifen beschränkt, ist sie manchmal auch auf anderen Veloflächen zu sehen, wie auf Radwegen oder gemeinsamen Geh- und Radwegen. Hier hätten die Velos gegenüber anderen Fahrzeugen ebenfalls auch ohne Farbe Vortritt.
Rote Beläge noch selten
Rote Markierungen bzw. Streifen sind nicht zu verwechseln mit rot eingefärbten Belägen. Solche kennt man vor allem aus den Niederlanden, wo praktisch das ganze Velowegnetz rot eingefärbt oder gepflästert ist. Der rote Belag verbessert die Führung und verdeutlicht lediglich den Veloweg. Sie hat keine rechtliche Bedeutung. In der Schweiz sind rote Beläge (noch) selten: In Winterthur etwa wurde ein Abschnitt der Veloroute Töss mit einem roten Belag versehen.
Dann richte diese direkt an velo@blick.ch. Die Blick-Mobilitätsredaktion leitet deine Frage gerne an das Pro-Velo-Expertenteam weiter.
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