Weltpremiere der neuen C-Klasse EQ
Mercedes' Antwort auf den BMW i3

Für Mercedes ist die elektrische C-Klasse weit mehr als nur ein neues Modell. Sie entscheidet, ob Mercedes seine grösste Produktoffensive glaubhaft in die elektrische Mitte des Marktes übersetzen kann.
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Mercedes hat die Botschaft verstanden. Die neue C-Klasse EQ ist kein rundgelutschtes E-Mobil, sondern eine tief, flach und athletisch auf der Strasse stehende Limousine.
Foto: Mercedes-Benz AG – Communications & Marketing

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mercedes präsentiert elektrische C-Klasse mit 490 PS und 760 km Reichweite
  • Neue Designsprache und luxuriöse Ausstattung sollen breitere Akzeptanz sichern
  • Bis zu 320 km Reichweite in 10 Minuten Ladezeit möglich
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Fabian Mechtel

Die Mercedes-Elektromodelle EQE und EQS waren zwar technologische Leuchttürme, litten aber unter ihrem polarisierenden Design. Die elektrische C-Klasse muss jetzt beweisen, dass moderner Elektroantrieb, klassisches Prestige und breite Akzeptanz zusammengehen können. 

Schon auf den ersten Blick wird klar: Mercedes hat die Botschaft verstanden. Die neue C-Klasse verabschiedet sich vom rundgelutschten One-Bow-Look der grossen EQ-Modelle und steht tief, flach und athletisch auf der Strasse. Coupéhafte Dachlinie, kurze Überhänge, straff gespannte Flächen und ein deutlich markanteres Heck geben der Limousine Präsenz. Besonders prägnant ist die Front mit ihrer langen Haube, dem illuminierten Grill und den Matrix-LED-Scheinwerfern im Stern-Design. Mercedes inszeniert die C-Klasse bewusst emotionaler als viele Wettbewerber, die sich im Elektrozeitalter vor allem über Aerodynamik definieren.

Komfort statt kühle Kommandozentrale

Im Innenraum bleibt die Grundhaltung klar Mercedes. Statt kühler Kommandozentrale will die neue C-Klasse hochwertiger Rückzugsort sein. Materialien wie Echtholz, Nappa-Leder und moderne Textilien sollen den gehobenen Anspruch unterstreichen, während der grosszügige Radstand von 2,96 Metern bei einer Karosserielänge von 4,88 Metern für mehr Platz im Innenraum sorgt. Dazu kommen 470 Liter Kofferraum hinten und ein 101-Liter-Fach vorne und bis zu 1,8 Tonnen Anhängelast. Das sind Werte, die zeigen, dass die elektrische C-Klasse nicht nur für Pendlerstrecken, sondern auch für Reise und Alltag gedacht ist.

Zentrum der digitalen Welt ist das neue Betriebssystem MB.OS. Der grosse Bildschirm ist dabei nur die sichtbare Oberfläche. Dahinter arbeitet ein System, das Infotainment, Navigation, Laden, Komfort und Assistenz vernetzt. Die an Bord befindliche Rechenleistung ermöglicht eine einwandfreie Bedienung und eine Grafikpracht, die selbst Gaming-PCs alt aussehen lässt. Besonders wichtig: Mercedes behält die Kontrolle über die Software-Architektur und sämtliche Datenströme, was Over-the-Air-Updates in einer Tiefe ermöglicht, die bisher nur Tesla bot.

Effizienz-Meister

Auch beim Komfort geht Mercedes weit über das übliche Mittelklasse-Niveau hinaus. Neue Highend-Sitze mit Massage, Sitzbelüftung, Lordosenstütze und 4D-Sound, eine weit gezogene Ambientebeleuchtung und das dimmbare Panoramadach mit 162 illuminierten Sternen zeigen, wie stark die Marke das Thema Wohlfühlraum spielt. Hinzu kommt eine Multi-Source-Wärmepumpe, die gleichzeitig Abwärme von Antrieb und Batterie sowie die Umgebungsluft nutzt. Bei minus sieben Grad soll sich deshalb der Innenraum laut Mercedes auf einer 20-minütigen Fahrt doppelt so schnell erwärmen wie bei konventionell angetriebenen Modellen. Und das bei nur etwa halbem Energiebedarf.

Technisch ist die neue Limousine alles andere als nur eine Fingerübung. Wie der technische Zwilling GLC nutzt auch die elektrische C-Klasse an der Hinterachse eine permanenterregte Synchronmaschine, die im Langstreckenbetrieb einen Wirkungsgrad von 93 Prozent von der Batterie bis zum Rad erreichen soll. Besonders interessant ist das Zweigang-Getriebe, das spontane Beschleunigung beim Anfahren und hohe Effizienz bei Autobahntempo miteinander verbinden soll.

490 PS, 4x4 und 760 km Reichweite

Zum Verkaufsstart kommt zunächst der elektrische C 400 4Matic. Er leistet 490 PS (360 kW), sprintet in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 und soll dank nutzbarem 94,5 kWh-Akku nach vorläufigem WLTP bis zu 760 Kilometer weit kommen. Geladen wird mit 800-Volt-Technik und bis zu 330 kW. In zehn Minuten sollen so unter optimalen Bedingungen bis zu 320 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. Für 2027 stellt Mercedes weitere Varianten in Aussicht, darunter ein Hecktriebler mit bis zu 800 Kilometern Reichweite.

Mercedes spendiert der C-Klasse zudem optional eine Luftfederung. In Kombination mit der serienmässigen Hinterachslenkung und dem tiefen Schwerpunkt der Batterie liegt der Wagen satt auf der Strasse und soll Querfugen aber mit einer Souveränität wegbügeln, die man sonst nur aus der luxuriösen S-Klasse kennt. 

Start im Mai

Der Wettbewerb schläft allerdings nicht. BMW hat mit dem neuen i3 der Neuen Klasse einen ähnlichen Rivalen präsentiert und stellt dort Reichweite, Ladeleistung und Fahrerorientierung noch stärker in den Mittelpunkt. Doch während BMW das Thema vor allem technisch und fahrerzentriert aufzieht, setzt Mercedes bei der C-Klasse auf die Verbindung aus Technologie, Komfort, Raumgefühl und klassischem Premiumanspruch. 

Fazit: Mercedes bringt also ab Anfang Mai (die ersten Fahrzeuge sollten im September bei den Händlern sein) nicht nur eine weitere elektrische Limousine auf den Markt, sondern elektrifiziert ihr Herzstück. Für Mercedes ist die elektrische C-Klasse die zentrale Bewährungsprobe dafür, ob die Marke ihre traditionelle Stärke in der Mittelklasse glaubhaft ins Elektrozeitalter übertragen kann. Für Mercedes-Chef Ola Källenius (56) könnte sie deshalb zum Schicksalsmodell werden. Schweizer Preise sind aktuell noch keine bekannt. Sie dürften sich aber am BMW-Konkurrenzmodell i3 (ab rund 65'000 Franken) orientieren.

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