Mercedes GLB 350 EQ 4Matic im Test
Was der neue Familien-Stromer wirklich kann

Platzwunder mit Schwächen: Mercedes präsentiert die zweite Generation des GLB. Mit frischen Technologien und bis zu sieben Sitzen will der SUV punkten – doch der hohe Plastikanteil im Innenraum trübt den Premiumanspruch.
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Das vergangene Verkaufsjahr von Mercedes lief unter den Erwartungen. Nun soll eine breit angelegte Produktoffensive die Wende bringen.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mercedes präsentiert neue Generation des GLB mit Platz für bis zu sieben Personen
  • Trotz Fortschritten im Interieur gibts Kritik am vielen Hartplastik bei Preisen ab 56'000 Franken
  • Bis zu 614 km Reichweite und 354 PS beim GLB 350 4Matic
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Wolfgang GomollFreier Mitarbeiter Auto & Mobilität

Bei Mercedes ist die Stimmung angespannt. Das vergangene Jahr verlief wirtschaftlich unter den Erwartungen – ein ungewohnter Dämpfer für die erfolgsverwöhnten Schwaben. Nun soll eine breit angelegte Produktoffensive die Wende bringen. Neben der Überarbeitung des Flaggschiffs S-Klasse setzt man vor allem auf die zweite Generation des Mercedes GLB, die frischen Wind auf die Strasse – und in die Kassen – bringen soll. Der Modellwechsel kommt zur rechten Zeit: Zwar war der erste GLB – den es als Verbrenner und Elektroversion EQB gab – kommerziell erfolgreich, doch technisch ist er spürbar in die Jahre gekommen. Gerade im schnelllebigen Umfeld der Elektromobilität wiegt das schwer.

Die Neuauflage soll nun vieles besser machen, ohne die Stärken des Vorgängers aufzugeben. Heisst konkret: viel Platz auf kompaktem Raum und optional sieben Sitze. Damit positioniert sich Mercedes gezielt zwischen dem kompakten GLA und dem edleren GLC und spricht Kundinnen und Kunden an, denen keines dieser Modelle so recht passt.

Interieur mit Stärken und Schwächen

Ganz ohne Kritik kommt der neue GLB jedoch nicht aus. Der Innenraum wirkt trotz Fortschritten nicht durchgehend hochwertig. Der Anteil an Hartplastik ist für ein Fahrzeug in dieser Preisklasse schlicht zu hoch – besonders beim Testwagen, der bereits ohne Sonderausstattung deutlich über 63'000 Franken liegt. Für ein Modell mit dem Stern auf der Haube wiegt das umso schwerer. Vor dem Hintergrund der von CEO Ola Källenius ausgerufenen Luxusstrategie stellt sich unweigerlich die Frage, wie dieses Interieur diesem Anspruch gerecht werden soll.

Beim Raumangebot macht der GLB hingegen alles richtig. Die weit öffnenden Fondtüren erleichtern den Einstieg, die zweite Reihe ist komfortabel und im Siebensitzer um 14 Zentimeter verschiebbar. Für ein 4,73 Meter langes Auto mit 2,89 Metern Radstand ist das beachtlich. Die dritte Reihe bleibt erwartungsgemäss eher eine Notlösung, dennoch taugt der GLB klar als Familienauto. Auch der Stauraum überzeugt: 540 Liter (bzw. 480 Liter im Fünf- oder Siebensitzer), bis zu 1715 Liter (bzw. 1605 Liter) bei umgelegten Sitzen plus 127 Liter Frunk.

Im Cockpit orientiert sich der GLB am Mercedes-Benz CLA. Optional gibt es den MBUX Superscreen mit grossflächigen Displays. Die Bedienung wirkt zunächst komplex, wird aber schnell verständlich. Der Sprachassistent wurde deutlich verbessert und greift unter anderem auf Google Maps, ChatGPT und Google Gemini zurück. Positiv: Mercedes bringt mit dem neuen Lenkrad wieder mehr physische Bedienelemente zurück.

Überzeugende Leistungsdaten

Technisch basiert der GLB auf der MMA-Plattform mit 800-Volt-Architektur und bis zu 320 kW Ladeleistung. Bis zu 260 Kilometer Reichweite sollen in zehn Minuten nachgeladen werden – 10 bis 80 Prozent dauern rund 22 Minuten. Der GLB 350 4Matic kommt auf bis zu 614 Kilometer WLTP-Reichweite. Mit 354 PS (260 kW) und 515 Nm beschleunigt der SUV in 5,5 Sekunden auf 100 km/h, bei 210 km/h ist Schluss. Seine Stärke liegt aber im Komfort: Das adaptive Fahrwerk ist ausgewogen, die Lenkung etwas synthetisch, aber passend zum entspannten Charakter. Der Testverbrauch liegt bei 17,2 kWh/100 km und übertrifft damit leicht die Werksangabe von 15,9 kWh/100 km.

Mercedes GLB 350 4Matic im Schnellcheck

Antrieb: 2 Elektromotoren, total 354 PS (260 kW), 515 Nm, 2-Ganggetriebe, 4x4, Batterie netto 85kWh, Ladeleistung AC/DC 22/320 kW, Reichweite WLTP bis zu 614 km
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 5,5, Spitze 210 km/h
Masse: L/B/H 4,73/1,86/1,68 m, Gewicht 2280 kg, Anhängelast gebremst 12 % 2000 kg, ungebremst 750 kg, Kofferraum 540–1715 l + Frunk 127 l
Umwelt: Verbrauch WLTP 15,9 kWh/km = 0 g/km CO2, Energie A
Preis: ab 63'500 Franken, GLB 250+ ab 59'900 Franken

Antrieb: 2 Elektromotoren, total 354 PS (260 kW), 515 Nm, 2-Ganggetriebe, 4x4, Batterie netto 85kWh, Ladeleistung AC/DC 22/320 kW, Reichweite WLTP bis zu 614 km
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 5,5, Spitze 210 km/h
Masse: L/B/H 4,73/1,86/1,68 m, Gewicht 2280 kg, Anhängelast gebremst 12 % 2000 kg, ungebremst 750 kg, Kofferraum 540–1715 l + Frunk 127 l
Umwelt: Verbrauch WLTP 15,9 kWh/km = 0 g/km CO2, Energie A
Preis: ab 63'500 Franken, GLB 250+ ab 59'900 Franken

Preislich startet der GLB 350 EQ bei 63'500 Franken, die heckgetriebene Version 250+ EQ mit 272 PS (200 kW) ist ab 59'900 Franken erhältlich. Neben den beiden Elektroversionen bietet Mercedes den GLB auch in verschiedenen Hybridvarianten mit Verbrennungsmotor ab 56'000 Franken an.

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