Toyota Aygo X Hybrid im Blick-Test
Weniger ist mehr

Toyota bringt mit dem aufgefrischten Aygo X den ersten Kleinstwagen mit Vollhybridantrieb auf die Strasse. Der 3,78 Meter kurze Stadtflitzer überzeugt mit Effizienz, modernem Design und grosszügiger Ausstattung – hat aber auch ein paar kleine Schwächen.
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Mit dem neuen Aygo X spendiert Toyota dem Kleinstwagen nicht nur ein umfangreiches Upgrade, sondern erstmals auch einen Hybridantrieb.
Foto: Lorenzo Fulvi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Toyota Aygo X Hybrid: Erster Kleinstwagen mit Vollhybridantrieb
  • Verbrauch von 3,7 l/100 km, innovative Ausstattung inklusive adaptivem Tempomat
  • Gesamtleistung 116 PS, Preis der getesteten Version knapp über 28'000 Franken
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Lorenzo FulviRedaktor Auto&Mobilität

Jeder zweite Schweizer entscheidet sich heute beim Neuwagenkauf für einen SUV. Doch SUV ist ein weiter Begriff, es gibt sie in verschiedenen Grössen. Selbst der kleine Toyota Aygo X gehört jetzt mit dem Namenszusatz «X» zu dieser Kategorie. Dass manchmal weniger mehr ist, zeigt unser Blick-Test.

Vor der Fahrt

Mit dem neuen Aygo X spendiert Toyota dem Kleinstwagen nicht nur ein umfangreiches Upgrade, sondern erstmals auch einen Hybridantrieb. Zudem ist es der erste und bis jetzt einzige Kleinstwagen mit einem Vollhybridantrieb. Im Gegensatz zum Konkurrenten Fiat 500 Hybrid (Mildhybrid) kann der 3,78 Meter kurze Japaner also auch rein elektrisch fahren. Optisch wurde der Aygo X nachgeschärft und wirkt vor allem an der Front bulliger als sein Vorgänger. Die schönen 18-Zoll-Felgen runden das moderne Design ab.

Auf der Strasse

Der Antriebsstrang stammt vom grösseren Bruder Yaris Hybrid und besteht aus einem 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner, der 91 PS (67 kW) leistet, mit einem im Getriebegehäuse verbauten 80 PS (59 kW) starken Elektromotor. Ergibt zusammen 116 PS (85 kW) und 120 Nm Drehmoment, die über die Vorderräder übertragen werden. Der Start erfolgt meist rein elektrisch, so kommt der Kleinstwagen dank des elektrischen Drehmoments gut vorwärts. Schaltet sich der Dreizylinder zu, merkt man dies lediglich am Geräusch, sonst spielen die beiden Antriebe harmonisch zusammen. Der Aygo X fährt sich agil, das Fahrwerk federt jedoch eher hart, vor allem in der getesteten «GR Sport»-Version. Ausserdem werden kurze Stösse kaum ausgebügelt – so müssen Temposchwellen langsam angefahren werden.

Das war gut

Dank Hybridisierung und viel elektrischem Fahren bewegen wir den Aygo sehr effizient: Im Schnitt schluckt er 3,7 l/100 km – damit unterbieten wir gar die Herstellerangabe. Ausserdem fährt mehr als nur das Nötigste im 1,1 Tonnen leichten Kleinstwagen mit: adaptiver Tempomat mit Lenkassistent, automatisches Fernlicht, ein faltbares Stoffdach oder eine tolle Musikanlage. Für die vorderen Passagiere gibts zudem Sitzheizung und einen 10,5-Zoll-Multimediabildschirm, nur eine Lenkradheizung vermissen wir bei den noch frischen Morgentemperaturen. Erfreulich ist auch, dass Toyota bei der Bedienung der Klimaanlage weiterhin auf klassische Knöpfe und Drehschalter setzt. Und über Tasten am Lenkrad können die meisten Funktionen gesteuert werden.

Toyota Aygo X Hybrid «GR Sport» im Schnellcheck

Antrieb 1,5-l-R3-Benziner, 91 PS (68 kW)@5500/min, 120 Nm@4800/min + 1 Elektromotor, 80 PS (59 kW), 141 Nm, Systemleistung 116 PS (85 kW), 120 Nm, CVT-Getriebe, Vorderradantrieb
Fahrleistungen 0 bis 100 km/h in 9,2 s, Spitze 172 km/h
Masse L/B/H 3,78/1,74/1,53 m, Leergewicht 1100 kg, Kofferraum 231–829 l
Umwelt Verbrauch Werk/Test 3,9/3,7 l/100 km, 89/86 g/km CO₂, Energieeffizienz B
Preis ab 27'400 Franken, Testwagen mit Optionen 28'390 Fr., Basisversion «Comfort» ab 20'900 Fr.

Lorenzo Fulvi

Antrieb 1,5-l-R3-Benziner, 91 PS (68 kW)@5500/min, 120 Nm@4800/min + 1 Elektromotor, 80 PS (59 kW), 141 Nm, Systemleistung 116 PS (85 kW), 120 Nm, CVT-Getriebe, Vorderradantrieb
Fahrleistungen 0 bis 100 km/h in 9,2 s, Spitze 172 km/h
Masse L/B/H 3,78/1,74/1,53 m, Leergewicht 1100 kg, Kofferraum 231–829 l
Umwelt Verbrauch Werk/Test 3,9/3,7 l/100 km, 89/86 g/km CO₂, Energieeffizienz B
Preis ab 27'400 Franken, Testwagen mit Optionen 28'390 Fr., Basisversion «Comfort» ab 20'900 Fr.

Das war weniger gut

Zwar ist der Dreizylinder-Sound dank der kräftigen Unterstützung des E-Motors dezenter als bei früheren Hybrid-Generationen. Doch beispielsweise beim Auffahren auf die Autobahn ist der Verbrenner gut zu hören – und dabei wirkt er auch etwas angestrengt. Das stufenlose CVT-Getriebe hält ihn bei voller Beschleunigung in hohen Drehzahlbereichen. Hinzu kommen hohe Windgeräusche aufgrund des Stoffdachs. Abhilfe schafft dafür die JBL-Musikanlage, die wir in solchen Fällen einfach etwas lauter stellen. Und obwohl das handliche Wägelchen wie geschaffen für enge Parkhäuser ist, ist die Sicht beim Schulterblick eingeschränkt. Und dass der Platz im Fond konstruktionsbedingt nicht grosszügig ausfällt, ist ja klar.

Das bleibt

Strenge Abgasnormen und hohe Sicherheitsanforderungen machen die Entwicklung von A-Segment-Fahrzeugen für viele Hersteller unrentabel – zugleich kaufen weniger Leute Kleinstwagen. Und so sterben sie, zumindest mit Verbrennerantrieb, immer mehr aus. Das zeigen auch die 2021 bzw. 2022 eingestellten Aygo-Zwillingsmodelle Citroen C1 und Peugeot 108.

Doch Toyota stemmt sich gegen den Trend – und das souverän. Dazu bleiben sich die Japaner treu: Die äusseren drehbaren Lüftungsdüsen stammen weiterhin aus der allerersten Aygo-Generation von 2005, wie auch die hinteren Kippfenster. Mit knapp über 28'000 Franken für die getestete Variante bittet Toyota die Kundschaft allerdings ordentlich zur Kasse. Die weniger luxuriöse Basisversion gibts allerdings bereits ab 20'900 Franken.

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