Darum gehts
- Der Leapmotor B10 wird seit 2025 in der Schweiz verkauft
- Trotz günstigem Preis bietet der B10 viel Platz und Komfort
- Preis ab 29'900 Franken, Reichweite realistisch bei 360 Kilometern
Günstige Stromer aus China überschwemmen zunehmend den europäischen Markt – und auch die Schweiz. Eine neue Marke sticht seit letztem Jahr besonders heraus: Leapmotor. Unter dem Dach von Stellantis und über den Vertrieb von Emil Frey werden die Modelle T03, C10 und B10 inzwischen auch bei uns angeboten. Blick nimmt den B10 genauer unter die Lupe und testet, ob der günstige Stromer den hohen Erwartungen der Schweizer Autofahrenden standhalten kann.
Vor der Fahrt
Optisch ähnelt der B10 stark seinem grösseren SUV-Bruder C10 und teilt sich mit ihm auch die Front- und Heckleuchten sowie die rundliche Grundform. Mit einer Länge von 4,51 Metern und einer Breite von 1,88 Metern positioniert sich der B10 klar im Kompakt-SUV-Segment und tritt gegen Modelle wie den Opel Frontera oder den Citroën ë-C3 Aircross an. Besonders ins Auge sticht der lange Radstand von 2,73 Metern, der sich im Innenraum deutlich mit viel Platz bemerkbar macht. Auf der Rückbank finden selbst bis zu zwei Meter grosse Personen problemlos ausreichend Platz.
Man spürt zwar, dass die Materialien kein echtes Leder sind. Dennoch trifft man im B10 nur selten auf hartes und billig wirkendes Plastik. Die Sitze sind überraschend bequem und lassen sich vorne sowohl beheizen als auch belüften. Nette Extras wie Lenkradheizung oder das grosse Panoramaglasdach gehören zur Serienausstattung. Beim Infotainment hat Leapmotor nachgelegt: Die neue Plattform, auf der der B10 aufbaut, soll das Benutzererlebnis vereinfachen, und per Over-the-Air-Update sollen in Zukunft Apple CarPlay und Android Auto nachgereicht werden.
Auf der Strasse
Wir starten zur ersten Testfahrt. Schon auf den ersten Metern in der Stadt zeigt sich, wie wendig und agil der B10 unterwegs ist. Die Lenkung ist sehr leichtgängig und der Günstigstromer überzeugt in Parkhäusern mit einem Wendekreis von nur 10,7 Metern – die serienmässige 360-Grad-Kamera ist dabei ein willkommenes Extra. Die Beschleunigung variiert je nach Fahrmodus. Für ein ausgewogenes Fahrerlebnis empfehlen wir die Standardeinstellung. Das Fahrgefühl ist angenehm sanft und ruhig – ideal für die City.
Antrieb: Elektromotor, 218 PS (160 kW), 240 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb.
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 8,0 s, Spitze 170 km/h, Batterie netto 56,2 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/140 kW, Reichweite WLTP/Test 361/321 km.
Masse: L/B/H 4,51/1,88/1,65 m, Gewicht 1780 kg, Laderaum 420–1300 l.
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 17,2/17,5 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie A.
Preis: ab 29'900 Franken.
Antrieb: Elektromotor, 218 PS (160 kW), 240 Nm, 1-Stufen-Automat, Heckantrieb.
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 8,0 s, Spitze 170 km/h, Batterie netto 56,2 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/140 kW, Reichweite WLTP/Test 361/321 km.
Masse: L/B/H 4,51/1,88/1,65 m, Gewicht 1780 kg, Laderaum 420–1300 l.
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 17,2/17,5 kWh/100 km = 0/0 g/km CO₂, Energie A.
Preis: ab 29'900 Franken.
Auch Überlandstrassen meistert der Leapmotor souverän. Etwas anstrengender wird es auf der Autobahn – schuld ist der Spurhalteassistent. Dieser scheint uns, wie bereits bei den Schwestermodellen, weiterhin nicht ganz ausgereift und nervt mit seinen unnötigen Eingriffen. Laut Hersteller soll aber bald ein Update Abhilfe schaffen – das Problem scheint also erkannt.
Das war gut
Der B10 kann uns in vielen Punkten überzeugen. Komfort, Platzangebot und Ausstattung haben wir bereits erwähnt. Auch die versprochene Reichweite von knapp 360 Kilometern ist realistisch: Unser Verbrauch von rund 17,5 kWh/100 km im Mix aus Stadt, Land und Autobahn bestätigt dies jedenfalls. Zeitweise benötigten wir in der Stadt gar nur knapp 13 kWh/100 km. Der grösste Pluspunkt bleibt jedoch der Preis. Bereits ab 29’900 Franken ist der B10 mit seiner umfangreichen Serienausstattung erhältlich.
Das war schlecht
Dass der Innenraum gelegentlich nicht ganz so hochwertig wirkt, lässt sich angesichts des günstigen Preises verschmerzen. Weniger nachvollziehbar ist jedoch das Fehlen eines Heckscheibenwischers. Gerade jetzt im Winter ist die Heckscheibe schnell verschmutzt und wir wären öfters froh über den Wischer gewesen. Auch die schon aus dem T03 und C10 bekannten Macken der Assistenzsysteme nerven im Alltag. Und so hoffen wir, dass das angekündigte Software-Update tatsächlich die erhoffte Verbesserung bringt.
Das bleibt
Leapmotor ist auf dem besten Weg, den Schweizer Markt mit seinen Modellen aufzumischen. Das zeigen auch die guten Absatzzahlen. Und noch in diesem Jahr sollen drei zusätzliche Leapmotor-Modelle lanciert werden. Die Produkte, das Gebotene und vor allem auch die Preise stimmen. Wenn jetzt noch die kleinen, technischen Schwächen per Update ausgemerzt werden, werden wir bei uns noch viel von Leapmotor hören und lesen.
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