Testtag: Schweizer Auto des Jahres 2027
Das Finale der Besten

Gesucht wird das Schweizer Auto des Jahres 2027: Im TCS-Fahrtrainigszentrum Betzholz in Hinwil ZH testen 12 Autoprofis die 12 von ihnen fürs Finale nominierten Modelle – und wählen danach den Sieger.
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Welches dieser 12 Modelle steht nach der Auszählung der Wahlzettel an der Spitze und wird so zum Schweizer Auto des Jahres 2027?
Foto: David Kuenzler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fachjury testet 12 Finalisten für «Schweizer Auto des Jahres 2027» in Hinwil
  • Erstmals nur Elektroautos im Finale: von Renault Twingo bis Porsche Cayenne Electric
  • Sieger wird am 25. Januar 2027 bei Gala in Safenwil AG verkündet
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Raoul SchwinnenRedaktor Auto & Mobilität

Kleiner Fehlstart an diesem Oktobermorgen im TCS-Fahrtrainingszentrum Betzholz in Hinwil ZH: Mit Jurypräsident Nico Müller (34) und Simona de Silvestro (38) fehlen gleich zwei der 14 Mitglieder umfassenden Fachjury. Sie mussten ihre Teilnahme aufgrund anderer Verpflichtungen kurzfristig absagen. «Das ist zwar schade, aber halt das Risiko, wenn man aktive und erfolgreiche Rennsportler mit in der Jury hat», meint Andreas Engel (41), Jurykollege und Mobilitätsjournalist bei Ringier Medien Schweiz, das die Wahl organisiert. Immerhin: Die restlichen zwölf Juroren, unter ihnen Rennfahrer Marcel Fässler (50), TCS-Chefinstruktor Thomas Oldigs (60) sowie weitere Mobilitäts- und Technikexperten von EKZ, VCS und Empa sowie Fachjournalisten sind vor Ort – und freuen sich auf die Wahl.

Schon vor dem Testtag filterte die Fachjury in einer ersten Selektion aus 35 automobilen Neuheiten des Jahres 2026 jene zehn Autos heraus, die sie für titelwürdig halten. Weil aber bei dieser ersten Selektion gleich vier Modelle punktgleich auf Rang 9 kamen, treten dieses Jahr nicht wie sonst 10, sondern ausnahmsweise 12 Autos im Finale an. Und diese 12 Modelle werden heute von der Jury bei intensiven Testfahrten auf und abseits des TCS-Geländes auf Herz und Nieren geprüft.

Vom kleinen Twingo bis zum Porsche Cayenne

Doch bevor es auf die Piste geht, folgt der Gang in den Theorieraum. Dort stellen die jeweiligen Markenvertreter ihre Autos den Juroren in dreiminütigen Kurzreferaten vor. Premiere: Zum ersten Mal in der bereits seit 16 Jahren durchgeführten Wahl haben alle Finalisten einen rein elektrischen Antrieb. Dennoch ist die Bandbreite auch heuer wieder gross: von Kleinwagen wie dem Renault Twingo E-Tech Electric oder VW ID. Polo über die stattliche Limousine XPeng P7+ bis zum Power-SUV Porsche Cayenne Electric mit bis zu 1156 PS Leistung.

Tag der Entscheidung

Diese 12 Finalisten kämpfen um den Titel Schweizer Auto des Jahres 2027:

  • Audi Q4 E-Tron
  • BMW i3 50xDrive
  • Cupra Raval
  • Hyundai Ioniq 3
  • Mercedes GLC
  • Peugeot e-208 GTi
  • Porsche Cayenne Electric
  • Renault Twingo E-Tech Electric
  • Volvo EX60
  • VW ID. Polo
  • Xpeng P7+
  • Zeekr 7GT
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Diese 12 Finalisten kämpfen um den Titel Schweizer Auto des Jahres 2027:

  • Audi Q4 E-Tron
  • BMW i3 50xDrive
  • Cupra Raval
  • Hyundai Ioniq 3
  • Mercedes GLC
  • Peugeot e-208 GTi
  • Porsche Cayenne Electric
  • Renault Twingo E-Tech Electric
  • Volvo EX60
  • VW ID. Polo
  • Xpeng P7+
  • Zeekr 7GT

Bei Juror Marcel Fässler, dreifacher Gesamtsieger des legendären 24-Stunden-Rennens von Le Mans (2011, 2012 und 2014), steht natürlich in erster Linie das Thema Fahrdynamik im Vordergrund. «Da Technik und Know-how aus dem Rennsport auch in die Entwicklung von Serienautos einfliessen, finde ich interessant zu sehen, wie dies bei modernen Autos für die Strasse umgesetzt wird.» Logisch probiert Fässler die Launch-Control des Porsche Cayenne Electric Turbo aus: «Die Beschleunigung von 2,5 Sekunden entspricht etwa jener eines F1-Boliden», weiss der Rennprofi. Und fügt nachdenklich an: «Eigentlich Wahnsinn für ein Strassenauto, das von jedermann mit gültigem Fahrausweis gefahren werden darf.»

Anschliessend absolviert er in atemberaubendem Tempo den auf dem Trainingsgelände ausgesteckten Pylonen-Slalomkurs. Jury-Kollege und Empa-Experte Mathias Huber schaut anerkennend zu und bemerkt augenzwinkernd: «Gut – für die Hersteller – sind unsere anderen Rennfahrer-Juroren heute nicht hier. So sparen sie Reifen.» Huber legt als Fahrzeug- und Motorenexperte seinen Fokus weniger auf die Fahrdynamik als auf die Antriebstechnik. «Und dort sind laufend Fortschritte auszumachen», lobt er.

Wählt das Publikum anders als die Fachjury?

Einen ähnlichen Fokus hat auch Juror Gregory Germann. Als Projektleiter Fahrzeugbewertung eco-auto.info beim VCS findet er vor allem die kleinen Stromer interessant. «Wir vom VCS erhoffen uns viel von den Elektro-Kleinwagen. Und sind für möglichst kleine Batterien in den Autos, da die Akkus sehr ressourcenintensiv sind.» Nach seinen ersten Testfahrten meint er: «Ein Twingo Electric, ein ID. Polo oder Hyundai Ioniq 3 reichen doch für die meisten Leute im Alltag locker aus.»

Juror Stephan Brunner findet es als Mobilitätsexperte der EKZ gut, dass beim diesjährigen Finale nur noch rein batterieelektrische Autos vertreten sind («E-Motoren sind am effizientesten»). Jurykollegin und Influencerin Carla Welti widerspricht ihm: «Ich finde schade, dass es nur reine E-Autos ins Finale geschafft haben. Gerade mit Blick auf den Schweizer Automarkt hätte ich gerne auch einige Hybride hier gesehen.» Gut gibt es zusätzlich zur Fachwahl auch noch die Publikumswahl. Da können Frau und Herr Schweizer ihr Lieblingsauto ob mit E- oder Hybridantrieb selber bestimmen.

Am Ende des langen Testtags kehren die Juroren zur geheimen Punktevergabe in den Theoriesaal zurück. Jetzt muss jedes Mitglied gemäss den Wahlkriterien (u.a. technische Innovation, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Handling, Design, Preis-Leistungs-Verhältnis) 25 Punkte vergeben – verteilt auf mindestens sieben Autos, aber mit maximal 10 Punkten für ein Modell. Die am Testtag ausgefüllten Wahlzettel bleiben allerdings vorerst unter Verschluss: Erst am Montag, 25. Januar 2027, wird das Siegerauto an einer Galaveranstaltung in Safenwil AG verkündet. Auch die Fachjury erfährt erst dann, welches Modell sie zum Schweizer Auto des Jahres 2027 gewählt hat – und so den Vorjahressieger BMW iX3 ablöst.

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