Beliebteste Modelle, Fahrzeugbestand, Anzahl Ladesäulen
Der Schweizer E-Auto-Markt in Zahlen

Wie viele Autos sind auf Schweizer Strassen schon rein elektrisch unterwegs? Welches sind die beliebtesten Modelle? Und in welchem Kanton sind besonders viele Stromer unterwegs? Blick analysiert den Schweizer E-Auto-Markt.
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Inzwischen ist mehr als jeder dritte ausgelieferte Neuwagen (im Oktober 34,8 Prozent) in der Schweiz rein elektrisch unterwegs.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Reine Elektroautos legten seit Jahresbeginn um über 30 Prozent zu, im Oktober steigt der Anteil bei den Neuwagen auf 34,8 Prozent
  • Teslas Model Y bleibt mit 4347 Verkäufen bis Ende Oktober meistverkaufter Stromer der Schweiz
  • Solothurn führt mit 34,7 Prozent E-Auto-Anteil, der Gesamtbestand liegt bei nur 6,4 Prozent
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Die E-Mobilität boomt: Seit Anfang Jahr konnten reine Elektroautos bei den Verkäufen um über 30 Prozent zulegen. Zusammen mit Plug-in-Hybriden kommen die Steckerfahrzeuge inzwischen auf einen Marktanteil von fast 50 Prozent. Diesen Wert hatte alt Bundesrätin Simonetta Sommaruga (66) einst als Ziel bis Ende 2025 ausgegeben – damals erreichten reine Stromer und Plug-in-Hybride aber erst rund 30 Prozent bei den Neuzulassungen.

Nun ist das Ziel zum Greifen nah – den hohen Spritpreisen und günstigen China-Stromern sei Dank. Wir haben uns durch die Statistiken gewühlt und spannende Fakten und Zahlen zum Schweizer E-Auto-Boom zusammengetragen.

Tesla bleibt top

Inzwischen ist mehr als jeder dritte ausgelieferte Neuwagen (im Oktober 34,8 Prozent) in der Schweiz rein elektrisch unterwegs. Doch obwohl immer mehr chinesische Marken mit einer Vielzahl an günstigen und modernen Stromern auf den Markt drängen und die europäischen Hersteller die Flut aus China ihrerseits mit zahlreichen Neuheiten kontern, fährt das meistverkaufte Elektroauto weiterhin unter US-Flagge: Der Mittelklasse-SUV Model Y von Tesla führt mit 4347 Verkäufen bis Ende Oktober die Bestsellerliste wie die Jahre zuvor an.

Auf den Plätzen zwei und drei der meistverkauften Stromer folgt Skodas SUV-Duo Enyaq (3011) und Elroq (2864). Die Top 5 komplett machen Volvos kompakter EX30 (1863) und BMWs Familien-SUV iX3 (1464). Interessant: Das meistverkaufte chinesische Auto ist aktuell BYDs Plug-in-Hybrid-SUV Seal U DM-i, der mit 1867 Zulassungen Platz 18 unter allen Schweizer Neuwagen belegt.

Elektrischer Röstigraben

Eine weitere Überraschung gibts beim Blick aufs Kantonsranking: Nicht etwa in Zug (Platz 3, 33,8 Prozent) oder Zürich (Platz 4, 33,5 Prozent) sind 2026 am meisten Stromer neu zugelassen worden, sondern in Solothurn! Dort lag der Anteil reiner E-Autos bei Neuwagen von Januar bis Ende Oktober bei 34,7 Prozent – Steckerfahrzeuge (inklusive Plug-in-Hybriden) kommen auf 44,1 Prozent Marktanteil.

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Auf Solothurn folgt Appenzell Ausserrhoden auf Platz 2 (34,3 Prozent), nach Zug und Zürich positioniert sich Nidwalden (32,7 Prozent) auf Platz 5. Den tiefsten Anteil reiner Stromer verzeichnen die Westschweizer Kantone: Das Wallis kommt auf 27,6 Prozent (Rang 19), Genf auf 16,5 Prozent (Rang 24). Nur im Tessin (14,6 Prozent) und in Appenzell Innerrhoden (8,1 Prozent) ist der E-Auto-Anteil bei den Neuwagen noch tiefer.

Mit 18'874 öffentlichen Ladepunkten (Stand August 2026) bietet die Schweiz eines der dichtesten Ladenetze Europas. Doch auch bei der Infrastruktur gibts grosse kantonale Unterschiede: Während in Graubünden 59 öffentliche Ladepunkte auf 10'000 Einwohner kommen, sind es in Appenzell Ausserrhoden lediglich 14. Weitere Spitzenplätze: Uri (42), Wallis (37) und Nidwalden (34). Interessant: In den Kantonen mit dem höchsten E-Auto-Anteil Solothurn, Zug und Zürich ist die Dichte an Ladepunkten mit 17, 22 und 18 vergleichsweise gering.

Gesamtbestand bleibt tief

Apropos gering: Trotz Rekordwerten bei den Neuzulassungen bleibt der Stromer-Anteil am Gesamtfahrzeugbestand weiterhin tief. Laut dem Portal Swiss Car Info sind nur 6,4 Prozent (oder rund 314'000) aller knapp 4,9 Millionen PW auf Schweizer Strassen vollelektrisch unterwegs.

Wie lange es dauert, bis der Anteil auch am Gesamtbestand signifikant ansteigt, zeigt exemplarisch das Beispiel Norwegen: Obwohl beim europäischen Elektro-Spitzenreiter schon seit geraumer Zeit fast nur noch E-Autos neu zugelassen werden (2026 bisher 98 Prozent), liegt der Stromeranteil am Gesamtbestand bei «nur» 35 Prozent.

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