Darum gehts
- In Rom startet am Donnerstag das Jubiläumsfest zum 80. Geburtstag der Vespa.
- Über 60 Vespa-Klubs reisen zu den Feierlichkeiten im Stadio dei Marmi an.
- Seit 1946 wurden weltweit fast 20 Millionen Vespa-Roller verkauft.
Seit Monaten laufen in Rom die Vorbereitungen für die grosse Party zum 80. Geburtstag des Kultrollers Vespa. Am Donnerstag, dem 25. Juni, ist es endlich so weit. Bis Sonntag erwartet Vespahersteller Piaggio Zehntausende von Vespa-Fans zu den Feierlichkeiten in Italiens Hauptstadt. Allein über 60 Vespa-Klubs aus aller Welt haben ihr Kommen angekündigt und werden mit einer Sternfahrt in Rom einfallen.
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri (59) freut sich auf die Party: «Wir heissen die Tausenden von Vespisti aus aller Welt in unserer Stadt willkommen. Gemeinsam wollen wir eine italienische Ikone, die auf der ganzen Welt bekannt und beliebt ist, feiern. Ein Roller, der seinen Reiz von Generation zu Generation bewahrt hat.» Gualtieri betont: «Die Vespa steht für einen wichtigen Teil unserer Geschichte. Rom hat durch Film und Kultur dazu beigetragen, sie zu einer Legende zu machen. Und wir sind stolz darauf, Gastgeber dieser Feierlichkeiten zu sein.»
Stadio dei Marmi wird zum Vespa Village
Zentrum der Feierlichkeiten «Vespa Roma 2026 – 80 Years of an Icon» sind das Foro Italico und das Stadio dei Marmi, das extra für diesen Anlass in ein Vespa Village verwandelt wird. Hier wird Vespahersteller Piaggio mit einer einzigartigen Parade der seltensten, aber auch aktuellen und künftigen Modelle die bewegte Geschichte des Kult-Zweirads zelebrieren.
«Dies ist das grösste Fest in der Geschichte der Vespa», so Matteo Colaninno (55), Vorstandsvorsitzender der Piaggio Group. «Und genau deshalb haben wir uns für Rom, die Hauptstadt Italiens, entschieden. Die Vespa wurde 1946 zusammen mit der Italienischen Republik ins Leben gerufen: In 80 Jahren hat sie den Wandel der Zeiten, Lebensweisen und Generationen miterlebt.» Tatsächlich ist die Geschichte der Vespa untrennbar mit jener Italiens verbunden: die Schwierigkeiten und Hoffnungen der Nachkriegszeit, der Aufschwung der 50er- und 60er-Jahre, der Wirtschaftsboom und die Mobilität bis hin zu den letzten Jahrzehnten, in denen sich das Phänomen Vespa über die ganze Welt ausgebreitet hat.
Die Vespa gehört zu unserem südlichen Nachbarn wie das Kolosseum von Rom oder der Schiefe Turm von Pisa. Quasi in dessen Schatten befindet sich auch die Heimat der Vespa. Denn die Firma Piaggio hat ihren Sitz von Pisa aus nur 30 Kilometer den Fluss Arno hinauf in Pontedera.
Dort wandelte sich vor 80 Jahren eine Fabrik für Kampfflugzeuge in die Heimat des Kult-Rollers. Allerdings nicht ganz freiwillig, weil das Unternehmen Piaggio nach dem Zweiten Weltkrieg keine Rüstungsgüter mehr herstellen durfte. Aus den vorhandenen Flugzeugbauteilen wurden 1946 die ersten Vespas gefertigt. Ihr 3,2 PS starker Motor war eigentlich ein Anlasser für Flugzeuge.
Damit ermöglichte Enrico Piaggio (1905–1965) in den Nachkriegsjahren unzähligen Italienern, mit einem preiswerten Transportmittel mobil zu bleiben. Das sorgte für eine schnelle Verbreitung über Italien hinaus. Dabei war und ist sich niemand zu fein für den Kult-Roller. Trotz des Erfolgs wurde er zum Glück nicht zum Promi-Accessoire. Noch heute bieten die zahlreichen unterschiedlichen Vespa-Versionen (bis hin zur modernen Elektro-Variante) einfache und preiswerte Mobilität – Dolce Vita inklusive.
Die Vespa gehört zu unserem südlichen Nachbarn wie das Kolosseum von Rom oder der Schiefe Turm von Pisa. Quasi in dessen Schatten befindet sich auch die Heimat der Vespa. Denn die Firma Piaggio hat ihren Sitz von Pisa aus nur 30 Kilometer den Fluss Arno hinauf in Pontedera.
Dort wandelte sich vor 80 Jahren eine Fabrik für Kampfflugzeuge in die Heimat des Kult-Rollers. Allerdings nicht ganz freiwillig, weil das Unternehmen Piaggio nach dem Zweiten Weltkrieg keine Rüstungsgüter mehr herstellen durfte. Aus den vorhandenen Flugzeugbauteilen wurden 1946 die ersten Vespas gefertigt. Ihr 3,2 PS starker Motor war eigentlich ein Anlasser für Flugzeuge.
Damit ermöglichte Enrico Piaggio (1905–1965) in den Nachkriegsjahren unzähligen Italienern, mit einem preiswerten Transportmittel mobil zu bleiben. Das sorgte für eine schnelle Verbreitung über Italien hinaus. Dabei war und ist sich niemand zu fein für den Kult-Roller. Trotz des Erfolgs wurde er zum Glück nicht zum Promi-Accessoire. Noch heute bieten die zahlreichen unterschiedlichen Vespa-Versionen (bis hin zur modernen Elektro-Variante) einfache und preiswerte Mobilität – Dolce Vita inklusive.
1946 feierte die Vespa auf den Strassen Europas ihre Premiere. Über die Jahrzehnte wurden die knatternden Roller weltweit zur Legende – und mittlerweile sind sie auch elektrisch zu bekommen. Vor allem in den letzten zehn Jahren feierte die Vespa eine Renaissance – alleine in dieser Zeit wurden mehr als zwei Millionen Fahrzeuge mit zwei, drei und vier Rädern verkauft. «Heute stehen wir kurz vor der Marke von 20 Millionen Rollern, die den Strassen von Städten auf allen Kontinenten Leben und Farbe verleihen», so Matteo Colaninno stolz.
Höhepunkte der Wespen-Party in Rom sind nach der Eröffnung nebst der Ausgabe einer offiziellen italienischen Gedenkmünze auch eine Fotoausstellung zu 80 Jahre Vespa, die europäische Vespa-Rallye-Meisterschaft und am Samstag die grosse Parade durch Rom. Ausklingen werden die Feierlichkeiten am Sonntag mit dem Elegance Contest und der Präsentation der skurrilsten Vespas.