Darum gehts
- Teurer Treibstoff stärkt Steckerautos; Verbrenner verlieren
- Im September lagen E-Autos bei 36, Plug-ins bei gut 10 Prozent
- Uvek strebte bereits für 2025 die Marke von 50 Prozent an
Seit Monaten steigen in Folge des Iran-Kriegs die Preise für Benzin und Diesel. Kein Wunder, entscheiden sich immer mehr Schweizer Autofahrer für batteriebetriebene Fahrzeuge.
Im September erreichten reine Stromer mit 36 Prozent erstmals mehr als ein Drittel der Neuzulassungen. Plug-in-Hybride kamen auf gut 10 Prozent. Damit verfügte im letzten Monat fast jedes zweite neue Auto über einen Ladeanschluss (46 Prozent).
50-Prozent-Ziel in Sicht
Somit liegt die Elektrifizierung nur noch knapp hinter dem Zeitplan der Roadmap Elektromobilität. Das Uvek hatte unter der ehemaligen Bundesrätin Simonetta Sommaruga (66) das Ziel von 50 Prozent Steckerfahrzeugen unter den Neuzulassungen im Jahr 2025 ausgegeben.
Weiter beliebt sind derweil Hybride ohne Stecker. Die Nachfrage nach Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben nimmt hingegen weiter ab.
2025 noch ein Drittel
Erstaunlich ist vor allem das Tempo des Wandels unter dem aktuellen Druck durch die Treibstoffpreise. Im Gesamtjahr 2025 lag der Anteil Steckerfahrzeuge noch bei 34 Prozent (E-Autos 23 Prozent und Plug-in-Hybride 11 Prozent).
«Die steigenden Zulassungszahlen von Steckerfahrzeugen im September sind erfreulich», sagt Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker. Gleichzeitig fordert er bessere Rahmenbedingungen für die E-Mobilität und Entlastung für alle Autofahrer: «Die Kosten für Mobilität müssen deutlich sinken».