Darum gehts
- Ferrari präsentiert den Luce – Kritik am Design
- Ex-Ferrari-Chef nennt das Modell «die Zerstörung einer Legende»
- Aktie fällt nach Enthüllung um 6 Prozent
Ferrari wagt den Sprung ins E-Zeitalter – und landet im Design-Fiasko! Der erste Stromer der Kultmarke heisst «Luce». Doch die Optik sorgt für Spott und rote Köpfe. Das sei «die Zerstörung einer Legende», schäumt Ex-Ferrari-Boss Luca di Montezemolo (78).
«Ich hoffe, dass sie das sich aufbäumende Pferd von diesem Auto entfernen», sagte er laut der Agentur Reuters am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Rom. «Zumindest ist dies definitiv ein Auto, das die Chinesen nicht kopieren werden», fügte er ironisch hinzu.
Politiker Matteo Salvini (53) schlägt bei seinem Kommentar in die gleiche Kerbe: «Es sieht nach allem aus, nur nicht nach einem Auto des ‹Cavallino›», schrieb der stellvertretende italienische Premierminister auf X. «Und das soll ‹Innovation› sein? Wer weiss, was Enzo Ferrari dazu sagen würde ...»
«Der hässlichste Ferrari aller Zeiten»
Auf Instagram erntete die Enthüllung Zehntausende – überwiegend negative – Kommentare. «Der hässlichste Ferrari aller Zeiten», «ein Stück Seife» oder «Tupperware» gehören dabei noch zu den netteren Bezeichnungen für den 500'000-Franken-Boliden.
Die Reaktionen erinnern ans Debakel beim Rebranding von Jaguar im Jahr 2024. Auch die Briten versuchten es damals mit einem radikalen Kurswechsel beim Design – und wollten sich als Modemarke wie Hermès oder Gucci positionieren. Doch die Entwürfe in Pink und Hellblau verärgerten viele Fans der 90-jährigen Traditionsmarke.
Beim E-Ferrari ist die Handschrift des ehemaligen Apple-Designers Jony Ive (59) erkennbar. Viele Kommentatoren bezeichnen den Luce deshalb als «iPhone auf Rädern».
Aktie gibt nach
Auch die Börse senkte nach der Präsentation den Daumen über den Luce. Die Aktie gab um 6 Prozent nach. Analysten befürchten vor allem einen Verlust der Markenidentität.
Firmenboss John Elkann (50) verteidigte sein Baby: «Es ist ein Auto der Zukunft – und unverwechselbar ein Ferrari», sagte das Mitglied der Agnelli-Familie. Klar ist: Es braucht nur wenige Superreiche, die den Wagen kaufen, damit der Elektro-Sportler trotz aller Kritik zum Erfolg für Ferrari wird.